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Am 04.06.2014 durfte ich beim oben genannten Summit (link) von Frank Siepmann in mehreren Rollen weiter Erfahrungen mit dem Thema „Lern-Kultur“ sammeln.

Konkret waren meine Rollen

  •  Referent Wake Up Call: „Gibt es wirklich nur „EINE“ richtige Lernkultur (Folien hier)
  •  Teilgeber World Cafe: (Hier haben wir uns Gedanken darüber gemacht, was wir unter Lernkultur verstehen, was wir mit Ihr erreichen möchten)
  • Fallgeber „eLearning Design Thinking“ moderiert von Martin Lindner (Link) mit dem Thema: „Wie erkenne ich meine Lernkultur?“

… dabei soll aber nicht untergehen, dass gerade die Pausengespräche eine große Bereicherung und Ergänzung waren – auch wenn ich ehrlich zugeben muss, dass es gerade auch durch diese intensiven Gespräch in Summe für mich zu viel war… ich leider beim BarCamp nicht mehr teilnehmen konnte, eine Pause einlegen musste.

Findings:

Da es eine Fülle zu berichten gibt, möchte ich mich auf die wichtigsten Merker/ Findings beschränken, also auf die Dinge dir für meine persönlichen Fragestellungen besonders relevant wahren.

1. Erfahrung Eröffnungsvortrag… und Gestaltung von 3 Programmpunkten

Beim Summit wurde mir nochmal deutlich, wie wichtig für mich Raum und Entschleunigung sind… sowie eine gute Absprache wie wir die Dinge tun. Konkret: Bei dem nächsten Vortrag werde ich vorher abstimmen wie die Vorstellung sein wird und wo ich dann stehe. Denn durch diese Unklarheit ist mein ganzer Einstieg durcheinander gekommen und ich habe mich die ersten 5min unsicher gefühlt; hatte wenig Präsenz.

Wie wichtig es ist in den Setting den Raum zu lassen um die Fragen zu verstehen, die Gruppe sich finden zu lassen und so ein „Einschwingen zu ermöglichen“ wurde wie angedeutet auch deutlich. Damit will ich nicht sagen, dass Andere es auch so machen müssen, doch ich möchte meinen „Flow“ eher anders erzeugen… eher den Raum bieten um sich auszubreiten als zu pushen.

2.) Aspekte & Perspektiven „meines“ Lern-Kulturmodells

Die Aspekte Verantwortung (für das Lernen), und zeitliche Gestaltung des Lernens sind nochmal hervorgehoben worden. Die Perspektiven Benefits (Also was haben die Beteiligten von einer bestimmten Ausgestaltung, warum ist es für sie so vorteilhaft… konkret hatten wir die Frage, warum soll ein Experte die Novizen anleiten… sie beim „Wissensaufbau“ unterstützen, onformell -> Reputation, Gefühl der Freigiebigkeit), Sinngebung (was hat es für eine Auswirkung für mich, warum ist es für mich relevant), Wirtschaftlichkeit (Unternehmerperspektive)  und Transfer in das „Funktionsfeld“

3.) Ergänzungen; neue Fragen

Durch die Inputs kam bei mir die Idee auf, dass ich über die Beschreibung der für mich besonders geeigneten Lehrenden; also PersonaS (PLURAL) eine gute Oberfläche entsteht, die zugleich die Aspekte und Perspektiven verschlankt. Es könnte ein Extra Teil sein.

Auch durch den Hinweis sich darüber Gedanken zu machen, wer denn alles noch eine „ähnliche“ Lernkultur hat, stellt sich die Frage der Systemgrenzen. Mit Blick auf Tobias Jenerts Studienprogrammkulturen könnte man fragen: Ist es eine Curriculums – eine Fakultäts- oder eine Universitäts- ( Organisations-) Kultur.

Ohne die Antwort vorweg zu nehmen, weil ich sie einfach noch nicht kenne… scheint es auf alle Fälle wichtig sich die Frage zu stellen, was ist noch Teil der „selben Kultur“ – und wo ist schon eine andere.

Mir geht dabei auch durch den Kopf, ob es nicht verschiedene Ebenen von „Lernkultur“ gibt, die sich in ihrem Abstraktionsgrad unterscheiden… aber in einer bestimmten Art kaskadierend aufgebaut sind. Aber auch hier bin ich mir noch nicht sicher… glaube aber es braucht ein Dreidimensionales Modell, dass das Verhältnis von

Lernkultur Ebene 0; Lernkultur Ebene 1; Lernkultur Ebene 2; Unternehmenskultur; Nationalkultur… darstellt. Wir kommen bei Zeiten darauf zurück.

Mein letzter Gedanke soll sich einem Pausengespräch und einem Input im World Cafe widmen, indem wir über das Wording „Lernkultur“ und die „Adressaten“ gesprochen haben. Dem Zitat von Bernd Schmid folgend „Kultur ist Chefsache oder findet nicht statt“ scheint klar, die Entwicklung und Suche nach der Lern-Kultur muss von der Geschäftsleitung betrieben werden, vom Unternehmer oder CEO… und eben nicht aus dem Personalbereich heraus. Warum? Die Prinzipien beim Lernen sollen mit den Prinzipien harmonieren wie gearbeitet wird, wie die Leistungserbringung erfolgt. Ist es anders… wünscht sich bspw. der Organisationsentwickler einer Bank „frei denkende Mitarbeiter“, kann dass zu enormen Schwierigkeiten in der Bank führen, wenn der Arbeitsalltag von genauer Regeleinhaltung, spezifischen Vorgaben und engmaschigen Prozessabläufen dominiert ist. Beim Lernen (Lernfeld) wird etwas gefördert, was im Arbeitskontext (Funktionsfeld) nicht angewendet werden kann… das führt im positiven Fall zum Vergessen, im negativen Fall zu einer Frustration der Mitarbeiter.

Fazit:

Lieber Frank, vielen Dank für den Lernraum den Du hier aufmachst, für die wunderbaren Begegnungen und die Erfahrungen… ich weiß es sehr zu schätzen und mach mich jetzt mal an die Abarbeitung der Inputs 😉

PS: Bilder und eine extra Zusammenfassung des “eLearning Design Thinking” folgen.

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Um in guten Kontakt zu meiner Diss. Zukommen finde ich es notwendig auch eine gute Anbindung an Wien zu haben. Nicht nur weil Wien für mich ein unglaublich kreativer Flecken Erde ist, sondern weil ich jedesmal bereichert oder besser reich beschänkt nach Hause fahre. Da derzeit meine Gedanken um Gruppenprozesse kreisen war ich sehr glücklich mit einer Gruppe lieber Menschen unterschiedlichster Professionen, Charakteren und persönlicher Entwicklungsständen drei Tage gemeinsam verbringen zu  dürfen. Gemein ist Allen, dass sie Ihre Ausbildung (en) bzw. Erststudiengänge hinter sich haben und fest in der Arbeitswelt eingespannt sind.

Meine Fragestellungen für dieses Wochenende

  • Da ich die meisten Gruppenmitglieder lange kenne und mich ihnen eng verbunden fühle wollte ich wissen: Wie habe ich mich in ihren Augen verändert (was fällt auf) ? Wie haben sich unsere Bindungen verändert? Wie gehen wir mit Konflikten um?
  • Wie wirken sich meine Selbstversuche zum krisenhaften Lernen aus und wie gehe ich mit diesen Extremsituationen um?
  •  Wenig ist vorbereitet. Wie werden die Abstimmungsprozesse ablaufen und wie zufrieden sind wir mit den Ergebnissen? (more…)

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Mosaikisch zur Wissenschaft

Was uns prägt sind bestimmte Menschen, besondere Ort und Erlebnisse die unseren Horizont erweitern. Je mehr ich über die vergangene Woche in Wien nachdenke umso deutlicher wird mir – alles war dabei. Und auch wenn es die Menschen waren die mich geprägt haben, die klugen Anregungen und der besondere Stil, so waren es doch auch die Orte. Wien ist für mich ein Ort, an dem die Gedanken fliegen, ein Ort der Inspiration und einer besonderen Freiheit.

Doch es ist auch ein Ort, zu dem ich eine gewisse Distanz brauche um die Impulse zu verarbeiten… Zurück in Heidelberg wird mir klar welch wunderbare Chancen sich gerade auftun. Die Mitarbeit in einem sehr spannenden Cluster, die Chance in einem umsichtigen Kolleg meine Überlegungen zu präsentieren, zu diskutieren um sie anschließend zu schärfen. Aber auch die Chance direkt in einer anderen Kultur über Lernkultur nachzudenken, darüber nachzudenken wie GER und AUT unterschiedlich an die Dinge herangehen. Mein Eindruck ist, dass in AUT in der Wissenschaft mehr Herz stecken darf, mehr von der Person, mehr von den Überzeugungen. Es wird offen gelegt, dass Menschen immer aus bestimmten Perspektiven auf eine Sache blicken … und die jeweiligen Erfahrungen auch prägend sind.

An mir selbst habe ich an einem konkreten Beispiel festgestellt, dass aus meiner Sicht nicht ist, was nicht sein darf. Das Paradigma, das Ziel gibt vor was wahrzunehmen ist und in welcher Range sich die Ergebnisse zu bewegen haben. Doch was ist, wenn die Ergebnisse nicht in den vorher definierten Raum passen? – In Österreich scheint man sich damit auseinander zu setzen … das ist erstaunlich, denn ich ertappe mich zunehmen beim Vorgehen des Eupalinos (VALÉRY, P. (1932) Eupalinos: or, The architect,  Oxford University Press, H. Milford.), werfe zurück ins Meer was ich nicht verstehe, ignoriere was ich finde.

=> Wenn ich mir etwas als Wunsch für die nächsten drei Jahre der Diss. wünschen dürfte. Ich würde mir wünschen einen guten Umgang mit Dingen/ Erlebnissen/ Sachverhalten zu finden die ich nicht verstehe, insbesondere die Geduld die Dinge auf mich zukommen zu lassen und nicht vorschnell Schlüsse zu ziehen.

Oder wie es Marshall Mc Luhen aufzeigte, die Welt als Mosaik zu verstehen, welches nicht ein eindeutiges/ vorhersagbares Muster besitzt.

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