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Posts Tagged ‘Wahrnehmung’

Um in guten Kontakt zu meiner Diss. Zukommen finde ich es notwendig auch eine gute Anbindung an Wien zu haben. Nicht nur weil Wien für mich ein unglaublich kreativer Flecken Erde ist, sondern weil ich jedesmal bereichert oder besser reich beschänkt nach Hause fahre. Da derzeit meine Gedanken um Gruppenprozesse kreisen war ich sehr glücklich mit einer Gruppe lieber Menschen unterschiedlichster Professionen, Charakteren und persönlicher Entwicklungsständen drei Tage gemeinsam verbringen zu  dürfen. Gemein ist Allen, dass sie Ihre Ausbildung (en) bzw. Erststudiengänge hinter sich haben und fest in der Arbeitswelt eingespannt sind.

Meine Fragestellungen für dieses Wochenende

  • Da ich die meisten Gruppenmitglieder lange kenne und mich ihnen eng verbunden fühle wollte ich wissen: Wie habe ich mich in ihren Augen verändert (was fällt auf) ? Wie haben sich unsere Bindungen verändert? Wie gehen wir mit Konflikten um?
  • Wie wirken sich meine Selbstversuche zum krisenhaften Lernen aus und wie gehe ich mit diesen Extremsituationen um?
  •  Wenig ist vorbereitet. Wie werden die Abstimmungsprozesse ablaufen und wie zufrieden sind wir mit den Ergebnissen? (more…)
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So, die Thesen wie Medien auf Lernen wirken sind gesammelt, priorisiert, selektiert und bereit diskutiert zu werden. Hier nun als Auszug aus der Masterarbeit…

  • Medien prägen die Wahrnehmung und die Art zu denken, was anhand der linearen Schriftkultur und der oralen Stammeskultur deutlich wird (McLuhan, 1970, S. 85 ff.). Meyrowitz spitzt dies zu indem er ausführt „we remain heavily dependent on literacy in both the way we store information and in the way we think“ (1985, S. 307.). Sein Lehrer Postman ergänzt, dass unsere Medienmetaphern die Welt für uns in eine zeitliche Abfolge bringen, sie vergrößern, verkleinern, einfärben und sie damit eine bestimmte Deutung der Beschaffenheit der Wirklichkeit hervorrufen (Postman, 2009, S. 20.).
  • Medien, insbesondere das Fernsehen,  werden zu einem zentralen Element der Erziehung und ersetzen dadurch menschliche Bindungen (Postman, 2009, S. 168 ff.). Menschen die von Beginn an mit Medien aufwachsen, nutzen Medien unreflektierter.
  • Medien prägen unsere Kommunikation und unsere Wahrnehmung, sie teilen die Welt nicht mit, sondern für uns ein (Luhmann und Fuchs, 1989, S. 7.).
  • Dabei sind Medien stets technisch geprägt ohne etwas technisches zu sein, fordern uns jedoch auf, die Welt naturwissenschaftlich mathematisch nach Descartes (vgl. Aicher, 1991, S. 11.)  herauszufordern bzw. sie zu stellen und ihr ihre „Geheimnisse“ zu entreißen (Heidegger, 1962, S. 14 ff; 21.). Dies bestimmt wie wir etwas über die Welt lernen und offenbart zugleich eine Kanalreduktion, bestimmt durch eine Art des Entbergens, es ist nur erkennbar was die Technik bzw. die Medien erkennen lassen.
  • Heiße Medien lassen weniger Beteiligung zu und kalte Medien fordern persönliche Beteiligung (McLuhan, 1970, S. 32 ff.).
  • Medien sind selbst kommerzielle geprägt, unterliegen also dem Systemcode „haben/ nicht haben“. Durch die medial vermittelte Kommunikation tragen sie diese Prägung in Lernkontexte, vgl. hierzu das aktuelle Vorgehen der Schulbuchverlage im Kontext des Urheberrechts (Schulbuchverlage, 2010).
  • Digitale Medien schaffen eine parallele, fiktive Welt ohne Sinn zu stiften, da sie keine ausreichende Rückbindung an die materielle Welt besitzen (Aicher, 1991, S. 75 ff.). Der Information-Overload führt zusätzlich zu einem Orientierungs- und Sinndefizit, kurz zu Konfusion. Dies kann jedoch nicht durch die Infusion von mehr Informationen behoben werden (Bolz, 2007, S. 26.).
  • Moderne Medien zerstückeln Daten in einer Weise, dass daraus „kontextlose Information“[1] wird, die durch Belanglosigkeit und Zusammenhangslosigkeit zu Handlungsunfähigkeit führt (Postman, 2008, S. 85 ff.). Ein Verstehen von Zusammenhängen wird dadurch erheblich erschwert.
  • Medien sprengen die Grenzen der Anwesenheit und zwingen zu einer neuen Grenzziehung, einer neuen Unterscheidung von hier und dort (Meyrowitz, 1985, S. 320.). Anwesenheit wird zunehmen durch kommunikative Erreichbarkeit ersetzt, womit die Kontexte erklärungsbedürftig (er) werden (Bolz, 2007, S. 118.). Situationsvariablen wie gemeinsamer Lernort oder Präsenz entfallen. Dies ist kritisch, da es nach Luhmann unwahrscheinlich ist, dass eine Kommunikation mehr Personen erreicht, als in einer konkreten Situation anwesend sind und sich die Unwahrscheinlichkeiten wechselseitig verstärken (2009, S. 30 f.).
Und was stellt die Pädagogik dem entgegen? – Dazu morgen mehr…


[1] Anm. d. Autors, es ist der Widerspruch in dem Ausdruck zu berücksichtigen, da Information per Definition in einen Kontext eingebettet sein muss.

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Mal abgesehen von banalen Einteilungen alá Daten/ Informationen/ Wissen, was macht Wissen denn nun zum Wissen?

Wie wird Wissen von Nichtwissen unterschieden? Einen Ansatzpunkt bietet der Vergleich der Überlegungen von Habermas, Toumin, Lyotard und Foucault. Diesen folgend sind lebensweltliches Wissen (narratives Wissen) und wissenschaftliches Wissen zu unterscheiden. Letzteres kann nur im Diskurs entstehen, da es sich dort gegen die Kritik zu beweisen hat – und mit These und Beweis seine “Wahrheit” oder “Echtheit” erlangt.

Doch wer bestimmt nun, was als Tatsache anerkannt wird? Wer bestimmt die Diskursregeln (obiger Vorschlag entstammt Toumin)? Wie können wir die dominante Diskursformation (Foucault) entlarven und die blinden Flecken erkennen, die durch MACHT (von Foucault auch bezeichnet als Herrschaftswissen) in die Unsichtbarkeit verdrängt wurden?

Ein Platter Gedanke, sollten “Herz und Verstand” vielleicht wieder Hand in Hand gehen => sprich stärkere Gewichtung der sinnlichen Wahrnehmung als Abgrenzung von der digital-logischen Wahrnehmung übe Interfaces oder sonstige Maschinenoberflächen?

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Wie zurecht angemerkt war die Aussage meiner letzten Grafik sehr beschränkt und die Pfeile und Striche stellten keinen wirklichen Mehrwert dar. Die nachfolgende Darstellung greift diese Kritik, verändert dadurch jedoch auch ihre Botschaft.

Botschaft:

Die äußeren Ovale symbolisieren Disziplinen die in enger Verwandtschaft oder Tradition miteinander verbunden sind. Je Perspektive/ Tradition werden unterschiedliche Forschungsmethoden, und Modelle  genutzt, sowie unterschiedliche Kriterien an Beweise und Tatsachen gestellt (vgl. Fleck, wissenschaftliche Tatsache).

Die daraus resultierende divergierende Sprache, kann bei gleichen Begriffen zu vier arten von Beziehung führen

1.) Fachtermini (FT) der Disziplin A deckt sich mit FT der Disziplin B (=)

2.) FT A is ähnlich FT B

3.) FT A ist unabhängig/ hat keine Schnittmenge mit FT B

4.) FT A ist gegensätzlich zu FT B

Dies wird durch die viel Bereiche um den Wissensbegriff symbolisiert.

Verkürz gesagt:

=> Unterschiedliche Sprache bzw. Kommunikationselemente führen zu einer unterschiedlichen Wahrnehmung (radikaler Konstruktivismus wird hier nicht angenommen), somit kann nicht von einem einheitlichen Wissensbegriff gesprochen werden.

Belege folgen nach Ausformulierung in der wissenschaftlichen Arbeit.

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