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Posts Tagged ‘Twitter’

Im Rahmen der Diskussion zur Identität 2.0  von Thomas Bernhardt wurde mir klar, dass es bei social media auch im professionellen Kontext erlaubt ist die persönliche Seite zu zeigen. Meine Forderung, man möge persönliche Befindlichkeiten, Etappenziele der Reise etc. z.B. bei Twitter unterlassen stieß auf Verwunderung….

Es war für mich spannend zu erfahren, wie die einzelnen Teilnehmer mit dem Thema umgehen. Ich Musste dabei an die Rollsenteilung von Bernd Schmid denken (Organisation, Professionell, Privat). Und um ehrlich zu sein bin ich mir noch nicht sicher ob ich es gut finde diese Rollen so stark zu vermischen – vielleicht bin ich einfach zu altmodisch.

Während ich dies schreibe muss ich an ein Zitat von Norbert Bolz denken, Öffentlichkeit/ Freiheit braucht auch Privatsphäre. Es muss einen geschützten Raum geben, indem ich angstfrei kommunizieren kann. Doch ist dies zwingend eine andere Rolle, oder geht es nicht vielmehr um ein Abstufung der Verfügbarkeit der Informationen. Ich bleibe der gleiche, aber nur die Menschen denen ich vertraue, die mir wichtig sind erhalten Zugang zu meinem Innenleben. Machen wir es ganz platt, jeder kann meine Adresse im Internet nachschlagen und das Haus von außen betrachten, meine Freunde bitte ich herein (trotzdem bleibtdas Schlafzimmer meinem Partner und mir vorbehalten). Ökonomisch Ausgedrückt, Vertrauen als Währung. Wer sich mein Vertrauen verdient hat wird eingeladen.

Ob in dem Gedanken die Privatwelt von der Arbeitswelt getrennt werden muss (altes Rollenkonzept) kann ich hier nicht sagen. Wenn ein Kollege jedoch mehr Freund als Kollege ist, warum sollte ich ihn nicht einladen?

=> Mit diesem Ansatz wird klar, es geht nicht darum Silos zu bauen, sondern sich auf einer Skala zu bewegen.

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Via Twitter habe ich kürzlich auf die Twitterkritik beim ecbi11 hingewiesen, hier nochmal der Link.

Und vieles scheint mir berechtigt. Eine Aspekt möchte ich jedoch herausgreifen, der aus meiner Sicht auch den Erfolg des Weiterbildungsblogs bzw. der Tweets von Jochen Robes ausmacht … Es wird überwiegend vernetzt, ein bischen bewertet, eingeordnet  und nicht schon wieder etwas neues aufgebracht. Ein ähnliches Phänomen fiel mir auch bei dem Betriebssystem von Apple, OS 10.6 Snowleopard auf. Es hatte nicht viel neues, sondern hat die Fehler der Vorversion (OS 10.5 Leopard) ausgemerzt und die Performance erhöht.

Daran anknüpfend kann Twitter uns Orientierung bieten. Wir erhalten Hinweise auf Interessantes, Lesenswertes oder Verstecktes von Menschen die wir kennen, deren Meinung wir schätzen. Lassen wir den sozialen Aspekt  außen vor, können wir Twitter als alternatives Strukturierungswerkzeug zur Google Suchmaschine denken, als sozialangehauchte Quellenverwaltung.

Klingt dies zu hart, ist die zu logisch gedacht oder könnte sich jemand mit dem Gedanken anfreunden?

Ich nehme mir diese Einsicht als Handlungsanweisung, und versuche neben meinen kleinen Einsichten und Ideen mehr zu verlinken. Denn wie Norbert Bolz ja schon sagt, wir haben keinen Mangel an Informationen, sondern einen Mangel an Orientierung 😉

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