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Posts Tagged ‘Technisierung’

Ein Novum, zwei der wohl derzeit “heißesten” Barcamps Deutschlands an aufeinanderfolgenden Tagen in Köln, dies Mitte März 2012.
Die Rede ist vom 10. Educamp und vom 4. bzw. 1. Knowledgecamp, zusammen mit dem 1. Bibcamp .

Da ich bei den letzten Barcamps eher passiv war, hatte eben einfach zu wenig vorbereitet, hier meine  Vorsätze für die 3 Tage in Köln:

  • Film der Talkrunde mit Ellen Trude, Oliver Tacke und Ralf Hilgenstock fertig schneiden und bis zum 10.03. auf Vimeo veröffentlichen (… hier macht der rote Faden noch Probleme)
  • In Köln 4 neue Talkgäste finden und einen Talkrunde moderieren und aufzeichnen -> WER MÖCHTE DIESMAL DABEI SEIN???
  • 1 Session anbieten zu meinen Studiumsinhalten Medien Wissen und Lernen
  • 1 Session anbieten/ begleiten zu iBook 2 und modernsten Lerntools
  • 1 Der Frage nachgehen, was AUSSER Medien als entscheidend für den Lernerfolg gesehen werden kann. Ggf. hier auch Interviews durchführen als Anhang für meine MT

Bei diesen eher “quantitativen Zielen” soll aber eines nicht auf der Strecke bleiben … der Spass am Lernen und Weiterbilden. Denn ich erinnere mich gerne an mein erstes Barcamp in Karlsruhe (knowledgecamp), ich habe viel gelernt, tolle Leute kennengelernt (insbesondere aus Mannheim) und war motiviert wieder zu studieren. Es wurde dort sozusagen der Grundstein gelegt wieder die “Vorlesungsbank zu drücken”.

Ich erinnere mich aber auch, dass wir damals (2009) uns mehr Gedanken über Kultur, über emotionale Bedürfnisse und dergleichen mehr gemacht haben. Dies sollte in Köln aus meiner Sicht wieder auf die Agenda. Damit möchte ich diese den Camps in Bremen und Bielefeld nicht absprechen, bei mir kamen die Themen jedoch gerade zu kurz. Wodurch ist dies getriggert wird sich der eine oder andere Fragen, der meinen letzten Beitrag gelesen hat. Von der Frage ob das Modell/ die Institution Schule noch Zukunft hat, so wie wir es derzeit denken. Ich stimmte McLuhan und Postman zu, die Welt hat sich geändert, wir sind von Medien umzingelt. Es nützt uns nichts die Augen zu schließen und laut zu denken “Wenn ich Dich nicht seh, dann siehst Du mich auch nicht”. Denn jeder Lehrer nutzt ja die Medien, zumindest privat. Oder meldet sich einer der weder Zeitung liest, noch Bücher, der keinen Fernseher besitzt, kein Mobiltelefon und keinen Computer…

Exkurs

Und vor allem dies muss ja nicht schlecht sein. Um einen Gedanken von Norbert Bolz aufzugreifen, die These der Turing-Galaxis folgende Überlegung. Alles Digitale lässt sich herunterbrechen auf einen binären Code von 0 und 1. Damit werden über Interfaces nichts anderes bedient als Algorhytmen. Diese sind mathematische Operationen, was uns eine Brücke baut zur Welt der Ideen der alten Griechen (Aristoteles etc.). Denn er siedelte die Mathematik dort an, um im Höhlengleichnis zu sprechen, außerhalb der Höhle, also im Licht. Diesem Gedankengang folgend können wir die “mediatisierte Welt” wie Hepp sie nennt, als eine Chance der Erkenntnis sehen. Warum tun wir dies so selten und fragen uns (zumindest in der Pädagogik) immer mit welchen Gefahren wir hier konfrontiert werden. Damit möchte ich nicht sagen, dass dieser Gedanke falsch wäre, er ist sogar wichtig. Doch setzt er zu spät an. Wenn wir Kritik üben wollen, dann bitte an der Technisierung, an den Mechanismen die uns die Sicht verstellen auf das Wesentliche. Martin Heidegger hat in seinem Aufsatz “Die Technik und die Kehre” bereits vorgemacht wie dies aussehen könnte, indem er den Begriff des Ge-Stells prägte und uns auf das Entbergen aufmerksam macht. Er erklärt sogar noch was er als “Un-Verborgenes” sieht und wie technische Methoden und Geräte dieses letztlich unterbinden.

Dabei komme ich jedoch zu einem anderen Schluss. Mir geht es nicht darum die Technik zu brandmarken (und bei genauem Hinsehen kommen einem auch Zweifel ob Heidegger wirklich ein Technikgegner war!), sondern darauf aufmerksam zu machen, dass Technik uns Entscheidungen abnimmt, also vorselektiert. Unsere Spielräume werden dabei enger und häufig ertappt ich mich dabei, zu faul zu sein es anders zu denken. Die Kontingenz, das was wäre wenn wirklich ernst zu nehmen.

… Jetzt habe ich mich jedoch in eine Richtung verrant, die dieser Beitrag nicht bis zum Ende verfolgen kann. Da ich meine Posts auch als Anregungen für später nutzen möchte, lasse ich es trotzdem stehen und Kehre an dieser Stelle zu den Barcamps zurück…

Um es auf den Punkt zu bringen. Ich möchte der Frage nachgehen wie wir Medien wahrnehmen, wie wir eine positive Einstellung zu Ihnen finden und die Komplexität unseres Lebens reduzieren können ++++ freu mich auf tolle Menschen, wertvolle Hinweise und die nächsten Schritte in Richtung Wissenschaft.

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