Feeds:
Posts
Comments

Posts Tagged ‘Social Media’

Ein Kompliment

Zu allererst möchte ich das tolle Konzept, die gelungene Umsetzung und die gute Organisation loben. Mir hat es in den LernZeitRäumen sehr gefallen, dafür einen herzlichen Dank an alle Beteiligten! Wenn ich darf, komme ich gerne wieder.

Impulse

Damit komme ich aber auch schon zu den für mich relevanten Impulsen bzw. Themen, die medialen Aspekte sollen dabei ausgespart werden, dies würde hier den Rahmen sprengen. (Einbindung Twitter, Etherpad, Querkommunikation etc.). Ähnlich wie Christian nehme ich die Frage der Haltung als einen zentralen Punkt heute war und verbinde diesen mit den Fragen: Was ist die Aufgabe des “Lehrenden”, wann schreitet er ein bzw. gibt Unterstützung, wie erfolgt das relevante Feedback (Noten werden ja keine Vergeben). Einige konkrete Hinweise wurden gegeben, ich habe sie allerdings noch nicht wirklich verstanden -> Nacharbeit.

Auch die Rolle der Eltern und ihre Verantwortung für die Mit-Gestaltung der Schule, die Unterstützung ihrer Kinder war ein wichtiges Thema. Es wurde angeführt, dass meistens die Eltern in die Sprechstunden kommen, deren Kinder sich besonders positiv entwickeln, die Eltern von “Problemkindern” jedoch ihre Anwesenheit vermissen lassen. Es liegt der Schluss nahe, dass sich manche Eltern mehr für ihre Kinder engagieren als andere. Doch aus meiner Sicht greift diese Feststellung zu kurz, ich ertappe mich bei dem Versuch wieder Gesellschaftskritik üben zu wollen, die Tagesschule gar als Symptombekämpfung für ein viel grundlegenderes Problem zu sehen (hiermit kritisiere ich ausdrücklich nicht die Arbeit der Lehrer, sondern das gesellschaftliche Konzept). – Das eigentliche Übel scheint die Ausrichtung des Lebens auf die Arbeit. Steigende Arbeitsstunden bei Professionellen, das Arbeiten in der Freizeit für die Firma, die ständige Erreichbarkeit bzw. Verfügbarkeit (Be-Stellbarkeit würde Heidegger wohl sagen) – wo soll da die Zeit für die Kinder herkommen? Und wenn die Zeit schon nicht da ist, dann sollen die Kleinen brav in die Schule gehen, da kann man sich als Elternteil wenigstens einreden, die Kinder wären nicht auf einen angewiesen. – Da ich keine persönlichen Erfahrungen gemacht habe, sind diese Ausführungen primär als Meinung zu verstehen, und nicht als bewiesene Tatsachen! Dabei lasse ich mich von der schönen Erinnerung leiten, am Nachmittag mit meinen Freunden auf einem beliebigen Bolzplatz eine Runde Fußball zu spielen, und dies so lange ICH wollte.

Nun aber zu einem Bereich in dem ich sicherer agieren kann, die Frage nach der Rolle der Schule. Wozu brauchen wir LernZeitRäume oder Vorlesungen? Wo liegt bezogen auf erwachsene Studenten der Vorteil einer Vorlesung gegenüber einem Video. Wofür bedarf es einer physischen Hochschule, wo wir doch Virtuelle Hochschulen haben (Bayern oder I-Tunes University), Fernunis (Hagen) und … das Internet an sich. Ich glaube MOOCs können uns hier einen wichtigen Hinweis geben, es geht um soziale Interaktion, um Räume der Begegnung und um ein Ritual. Im Publikum wurde heute kurz über Vorlesungen diskutiert, deren unbestreitbarer Vorteil darin liegt, dass man davor und danach mit den Kommilitonen einen Kaffee trinken kann – also soziale Interaktion stattfindet. Dies schafft Verbindlichkeit, begründet Lerngruppen und regt so zu Diskussionen und einer gemeinsamen Wissenskonstruktion an (vielleicht entstehen sogar Freundschaften). Passiert dies mit Studenten aus anderen Ländern, findet sogar noch ein interkultureller Austausch statt.

Dies führt zu … (und an der Stelle bin ich jetzt zu müde, werde hier zeitnah eine Fortsetzung schreiben, – Gerne Kommentare zum Zwischenstand)

 

Read Full Post »

Im Rahmen der Diskussion zur Identität 2.0  von Thomas Bernhardt wurde mir klar, dass es bei social media auch im professionellen Kontext erlaubt ist die persönliche Seite zu zeigen. Meine Forderung, man möge persönliche Befindlichkeiten, Etappenziele der Reise etc. z.B. bei Twitter unterlassen stieß auf Verwunderung….

Es war für mich spannend zu erfahren, wie die einzelnen Teilnehmer mit dem Thema umgehen. Ich Musste dabei an die Rollsenteilung von Bernd Schmid denken (Organisation, Professionell, Privat). Und um ehrlich zu sein bin ich mir noch nicht sicher ob ich es gut finde diese Rollen so stark zu vermischen – vielleicht bin ich einfach zu altmodisch.

Während ich dies schreibe muss ich an ein Zitat von Norbert Bolz denken, Öffentlichkeit/ Freiheit braucht auch Privatsphäre. Es muss einen geschützten Raum geben, indem ich angstfrei kommunizieren kann. Doch ist dies zwingend eine andere Rolle, oder geht es nicht vielmehr um ein Abstufung der Verfügbarkeit der Informationen. Ich bleibe der gleiche, aber nur die Menschen denen ich vertraue, die mir wichtig sind erhalten Zugang zu meinem Innenleben. Machen wir es ganz platt, jeder kann meine Adresse im Internet nachschlagen und das Haus von außen betrachten, meine Freunde bitte ich herein (trotzdem bleibtdas Schlafzimmer meinem Partner und mir vorbehalten). Ökonomisch Ausgedrückt, Vertrauen als Währung. Wer sich mein Vertrauen verdient hat wird eingeladen.

Ob in dem Gedanken die Privatwelt von der Arbeitswelt getrennt werden muss (altes Rollenkonzept) kann ich hier nicht sagen. Wenn ein Kollege jedoch mehr Freund als Kollege ist, warum sollte ich ihn nicht einladen?

=> Mit diesem Ansatz wird klar, es geht nicht darum Silos zu bauen, sondern sich auf einer Skala zu bewegen.

Read Full Post »

Via Twitter habe ich kürzlich auf die Twitterkritik beim ecbi11 hingewiesen, hier nochmal der Link.

Und vieles scheint mir berechtigt. Eine Aspekt möchte ich jedoch herausgreifen, der aus meiner Sicht auch den Erfolg des Weiterbildungsblogs bzw. der Tweets von Jochen Robes ausmacht … Es wird überwiegend vernetzt, ein bischen bewertet, eingeordnet  und nicht schon wieder etwas neues aufgebracht. Ein ähnliches Phänomen fiel mir auch bei dem Betriebssystem von Apple, OS 10.6 Snowleopard auf. Es hatte nicht viel neues, sondern hat die Fehler der Vorversion (OS 10.5 Leopard) ausgemerzt und die Performance erhöht.

Daran anknüpfend kann Twitter uns Orientierung bieten. Wir erhalten Hinweise auf Interessantes, Lesenswertes oder Verstecktes von Menschen die wir kennen, deren Meinung wir schätzen. Lassen wir den sozialen Aspekt  außen vor, können wir Twitter als alternatives Strukturierungswerkzeug zur Google Suchmaschine denken, als sozialangehauchte Quellenverwaltung.

Klingt dies zu hart, ist die zu logisch gedacht oder könnte sich jemand mit dem Gedanken anfreunden?

Ich nehme mir diese Einsicht als Handlungsanweisung, und versuche neben meinen kleinen Einsichten und Ideen mehr zu verlinken. Denn wie Norbert Bolz ja schon sagt, wir haben keinen Mangel an Informationen, sondern einen Mangel an Orientierung 😉

Read Full Post »