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Posts Tagged ‘Medien’

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Rahmen der Veranstaltung “Digitale Welten. Politische Bildung im Internetzeitalter” bei der Akademie für politische Bildung Tutzing durfte ich Lutz vertreten und einen Vortrag/ Workshop zum Thema “Interaktive Bildungssendungen” halten (Folien hier: http://de.slideshare.net/ittnerfa/interaktive-bildungssendungen). Aufhänger dafür war “Dossenheim zur Kreidezeit” (Link siehe Präsentation bzw. hier).

Im Gespräch mit Herrn Dr. Schröder (Tagungsleitung) und den Teilnehmern beim Frühstück wurde jedoch klar, für die Teilnehmer ist es spannender etwas Praktisches zu tun. Drum habe ich mich bemüht einige Aspekte der Interaktivität erfahrbar zu machen, z.B. indem wir gemeinsam in einem Piratpad gearbeitet haben. Dabei möchte ich die folgenden Aspekte herausstreichen:

  • Die Teilnehmer waren es nicht gewohnt, dass andere sofort Ihre Arbeit sehen konnten und fühlten sich zu Anfang unsicher
  • Viele waren verblüfft wie schnell man so gemeinsam an Texten arbeiten kann, aus meiner Sicht kam sogar ein Spieleffekt auf (Einige Teilnehmer wollten es einfach direkt ausprobieren)
  • Die ursprüngliche Annahme, dass das Tippen am Computer immer nur Chatten sei, wurde hinterfragt

Was mir darüber hinaus besonders gefiel, war das “sich einlassen auf das Neue”. Ich hätte erwartet, dass vor allem die üblichen Bedenken bzgl. Datenschutz, Zeitverschwendung und Unkontrollierbarkeit der Inhalte aufkämen… Dem war abgesehen von einigen Ausnahmen jedoch nicht so. Von daher habe ich die Hoffnung, dass die Impulse dazu führen sich dem Wandel des Lernens zu stellen… auch da mein Beitrag flankiert wurde von Guido Brombachs (@Gibro) Vortrag, dem von Ute Demuth und Anselm Sellen.

Kurz gesagt, der Workshop hat mir sehr viel Freude bereitet, es waren spannende Gespräche vor, während und nach dem offiziellen Programm … und ja, das will ich nicht verschweigen, die Location war auch traumhaft (siehe Bild unten :-).

Von daher hoffe ich auf eine weitere Gelegenheit dort wirken zu dürfen und freue mich jetzt auf meine Rolle als Teilnehmer beim Workshop zur “qualitativen Inhaltsanalyse” nach Mayring, mit P. Mayring in Klagenfurt am Wörthersee  (http://qualitative-inhaltsanalyse.uni-klu.ac.at/QIA.html)

 

 

Tutzing_Akademie

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Um besser herauszuarbeiten, dass die Disziplinen bzw. Traditionen sich gegenseitig beeinflussen und gemeinsam betrachtet werden müssen, hier eine farblich abgewandelte Version, ansonsten gleicher Inhalt.

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Der Begriff des Wissens ist vieldeutig, widersprüchlich und wird häufig unreflektiert verwendet. Hans Dieter Kübler macht in seinem Buch “Mythos  Wissensgesellschaft” klar, dass er trotzdem nicht beliebig ist.

Vielmehr kommt er zu der Einsicht, dass es auf die Frage, “was ist Wissen?” viele Antworten gibt. Je nachdem aus welcher Perspektive und mit welchem Verständnis man sich der Frage bzw. dem Begriff des Wissens nähert, kommt man zu einem anderen Ergebnis.

In Anlehnung an eine Graphik von Franz Lehner, aus dem Buch Wissensmanagement (S. 107) stellt die obige Abbildung die aus meiner Sicht wichtigsten Wissenschaftsdisziplinen dar, um sich dem Begriff des Wissens zu nähern. Zentrale Disziplinen wurden farbig hervorgehoben.

Die Auswahl stellt jedoch nur meine eigenen Sichtwweise dar, um  das Zusammenspiel von Medien, Wissen und Lernen zu beleuchten. Was scheint daran unpassend? Was sollte/ müsste ergänzt werden?

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Im Rahmen des Educamps habe ich eine Session zu Wissen, Medien und Lernen angeboten. Die methodische Kritik dazu findet sich hier, nun möchte ich auf die Inhaltlichen Aspekte eingehen, siehe hierzu auch das Etherpad der Session.

Mein Eindruck war …

  • dass sich viele Teilnehmer von der Vielzahl der Definitionen des Medienbegriffs erschlagen fühlen
    • dabei jedoch zum Teil sehr alte Mediendefinitionen dominieren (Medien ausschließlich als Mittler)
    • Definitionen aus Reflex kritisierte werden (… es gibt doch garkeine Individualmedien…)
  • dass der Begriff Wissen sehr undifferenziert verwendet wird bzw. keine Unterscheidung von Informationen und Wissen vorgenommen wird
  • die Unterscheidung von Wissen, Wahrheit und Tatsache bei vielen als relevant wahrgenommen wurde
    • es einigen Teilnehmer jedoch schwer auszudrücken, warum sie bestimmten Informationen trauen und anderen nicht (Bsp. ARD und AlJasira) – > also mit Fleck gefragt, was ist eine wissenschaftliche Tatsache, wie werden Informationen validiert?
    • Siehe auch Luhmann, “alles was wir wissen, wissen wir aus den Massenmedien.”

Welche Anregungen nehme ich mit?

Zum einen war es für mich sehr spannend über meine Definition und die Kategorien für “Kontingente Medien” zu diskutieren. Es schien nicht nachvollziehbar, warum man aus Lehrperspektive über die Kategorien Anpassbarkeit, Verfügbarkeit, Content und Kommunikationsmodus ein Medium einordnen kann. Siehe hierzu die nachfolgende Darstellung:

Individual-Medien, Massen-Medien und Kontingente-(Digitale)-Medien

Definitionen:

Individual-Medien
Als Individualmedium ist ein zumeist technisches Kommunikationsmedium (2. Ordnung) bezeichnet, welches sich an eine Kleinst- bzw. Kleingruppe wendet, das in der Regel an den Nutzer angepasst bzw. personalisiert werden kann und keinen eigenen Content mitliefert.

 Massen-Medien
Massenmedien wenden sich an ein breites Publikum als Empfänger, es existiert nur ein Sender, welcher die Inhalte liefert, das Medium kann kaum vom Benutzer angepasst werden und ist aus technischen und rechtlichen Gründen (Urheberrecht) in der Verfügbarkeit eingeschränkt.

Kontingente-(Digitale)-Medien
Wird im folgenden von einem kontingenten (digitalen) Medium gesprochen, so sind damit technische Medien bezeichnet, welche Inhalte digital speichern und repräsentieren, sowohl von Kleinstgruppen wie auch von größten Organisationen genutzt werden können, an die jeweiligen Bedürfnisse durch fortgeschrittene Benutzer anpassbar sind (ggf. Opensource) und die Inhalte anbieten, die genutzt werden können, aber nicht müssen und die sich der Philosophie des partizipativen Web (Web 2.0 Kultur) zugeneigt sehen.

Außerdem nehme ich den Hinweis auf das CBAM-Modell (Concerns-Based Adoption Modell) gerne auf (- Danke Anja!). Wie ich dies in meiner Arbeit verwende ist noch diffus. Auf alle Fälle ist es ein Ansatz für ein empirisches Herangehen, welches sich ggf. an die Arbeit anschließt.

Wie unschwer zu erkennen ist, versuche ich mich den Spuren einer kritischen Medientheorie zu folgen, die Dinge auch mal anders zu denken und nach den “blinden Flecken” zu fragen. Hierzu finde ich den Linktip zu SocialWebPathologies sehr spannend, dort wird ebenfalls versucht hinter die Kulissen zu kucken.

… bezogen auf die Wirkung von Medien auf das Lernen blieb dann noch folgendes bei mir hängen:

  • Medien verändern die Art wie Lerngruppen agieren (Cooperation, Connectivism und George Siemens)
  • Der gleiche Beitrag von ARD wirkt jeweils anders, wenn er am Fernseher, am Computer über die Mediathek, am Computer über YouTube (Kommentarmöglichkeiten), am Smartphone über den Browser, am Smartphone über ein App angeschaut wird.
  • Über Foren und andere Aggregations- und Suchmöglichkeiten ist es möglich, die Gruppengrößen deutlich zu erhöhen => es können mehr beteiligt werden, translokale Kommunikation definiert die Grenzen der Anwesenheit neu (oder  um mit Bolz zu sprechen, Anwesenheit wird durch Verfügbarkeit ersetzt -> was auch direkt aus der Heideggerschen Perspektive des Be-Stellens bzw. des Ge-Stells zu betrachten ist!!!)
  • Wir vertrauen nicht dem Medium, sondern der Institution oder der Person, welche die Inhalte produziert. Was heißt dies für Gruppenarbeiten?
  • Zitation, Creative Commons … in beiden Fällen wird wert auf die Namensnennung gelegt, dies ermöglicht zumindest ansatzweise Überprüfbarkeit. Wie gehen wir mit Inhalten um, von denen wir nicht wissen woher sie stammen -> OER???

Was fange ich jetzt damit an? Was wünsche ich mir?

Die Anregungen und Wirkungen nehme ich in meine Mindmap zu Wirkungen von Medien auf Lernen und arbeite diese zeitnah auf. Parallel diskutiere ich mit Interessierten weiter, ob meine Annahmen plausibel sind, welche Aspekte noch zusätzlich beleuchtet werden sollten …. und hole mir damit ein gutes Gefühl und Extra-Drive 🙂
Darüber hinaus werde ich einige Überlegungen/ Inhalte zeitnah auf meiner Wikiversity Seite einstellen und würde mich sehr freuen über Kommentare und weitere Kritik. Denn seit Samstag ist mir wieder klar – ich bin ein Fan von gut begründeter, konstruktiver Kritik!

Verwandte Session auf dem Educamp in Köln:

Bring your own Device von Mandy Schiefner: hier
V
orstellung Edutags (Social Bookmarking für Bildungsinhalte): hier
Welche Kompetenzen brauch ein Lehrer: hier
Lizenzen für offene Bildungsinhalte/ Open Educational Ressources (OER): hier
Definitionen für Open einer “Corporate Open University”: hier

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Via Twitter habe ich kürzlich auf die Twitterkritik beim ecbi11 hingewiesen, hier nochmal der Link.

Und vieles scheint mir berechtigt. Eine Aspekt möchte ich jedoch herausgreifen, der aus meiner Sicht auch den Erfolg des Weiterbildungsblogs bzw. der Tweets von Jochen Robes ausmacht … Es wird überwiegend vernetzt, ein bischen bewertet, eingeordnet  und nicht schon wieder etwas neues aufgebracht. Ein ähnliches Phänomen fiel mir auch bei dem Betriebssystem von Apple, OS 10.6 Snowleopard auf. Es hatte nicht viel neues, sondern hat die Fehler der Vorversion (OS 10.5 Leopard) ausgemerzt und die Performance erhöht.

Daran anknüpfend kann Twitter uns Orientierung bieten. Wir erhalten Hinweise auf Interessantes, Lesenswertes oder Verstecktes von Menschen die wir kennen, deren Meinung wir schätzen. Lassen wir den sozialen Aspekt  außen vor, können wir Twitter als alternatives Strukturierungswerkzeug zur Google Suchmaschine denken, als sozialangehauchte Quellenverwaltung.

Klingt dies zu hart, ist die zu logisch gedacht oder könnte sich jemand mit dem Gedanken anfreunden?

Ich nehme mir diese Einsicht als Handlungsanweisung, und versuche neben meinen kleinen Einsichten und Ideen mehr zu verlinken. Denn wie Norbert Bolz ja schon sagt, wir haben keinen Mangel an Informationen, sondern einen Mangel an Orientierung 😉

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Ein Novum, zwei der wohl derzeit “heißesten” Barcamps Deutschlands an aufeinanderfolgenden Tagen in Köln, dies Mitte März 2012.
Die Rede ist vom 10. Educamp und vom 4. bzw. 1. Knowledgecamp, zusammen mit dem 1. Bibcamp .

Da ich bei den letzten Barcamps eher passiv war, hatte eben einfach zu wenig vorbereitet, hier meine  Vorsätze für die 3 Tage in Köln:

  • Film der Talkrunde mit Ellen Trude, Oliver Tacke und Ralf Hilgenstock fertig schneiden und bis zum 10.03. auf Vimeo veröffentlichen (… hier macht der rote Faden noch Probleme)
  • In Köln 4 neue Talkgäste finden und einen Talkrunde moderieren und aufzeichnen -> WER MÖCHTE DIESMAL DABEI SEIN???
  • 1 Session anbieten zu meinen Studiumsinhalten Medien Wissen und Lernen
  • 1 Session anbieten/ begleiten zu iBook 2 und modernsten Lerntools
  • 1 Der Frage nachgehen, was AUSSER Medien als entscheidend für den Lernerfolg gesehen werden kann. Ggf. hier auch Interviews durchführen als Anhang für meine MT

Bei diesen eher “quantitativen Zielen” soll aber eines nicht auf der Strecke bleiben … der Spass am Lernen und Weiterbilden. Denn ich erinnere mich gerne an mein erstes Barcamp in Karlsruhe (knowledgecamp), ich habe viel gelernt, tolle Leute kennengelernt (insbesondere aus Mannheim) und war motiviert wieder zu studieren. Es wurde dort sozusagen der Grundstein gelegt wieder die “Vorlesungsbank zu drücken”.

Ich erinnere mich aber auch, dass wir damals (2009) uns mehr Gedanken über Kultur, über emotionale Bedürfnisse und dergleichen mehr gemacht haben. Dies sollte in Köln aus meiner Sicht wieder auf die Agenda. Damit möchte ich diese den Camps in Bremen und Bielefeld nicht absprechen, bei mir kamen die Themen jedoch gerade zu kurz. Wodurch ist dies getriggert wird sich der eine oder andere Fragen, der meinen letzten Beitrag gelesen hat. Von der Frage ob das Modell/ die Institution Schule noch Zukunft hat, so wie wir es derzeit denken. Ich stimmte McLuhan und Postman zu, die Welt hat sich geändert, wir sind von Medien umzingelt. Es nützt uns nichts die Augen zu schließen und laut zu denken “Wenn ich Dich nicht seh, dann siehst Du mich auch nicht”. Denn jeder Lehrer nutzt ja die Medien, zumindest privat. Oder meldet sich einer der weder Zeitung liest, noch Bücher, der keinen Fernseher besitzt, kein Mobiltelefon und keinen Computer…

Exkurs

Und vor allem dies muss ja nicht schlecht sein. Um einen Gedanken von Norbert Bolz aufzugreifen, die These der Turing-Galaxis folgende Überlegung. Alles Digitale lässt sich herunterbrechen auf einen binären Code von 0 und 1. Damit werden über Interfaces nichts anderes bedient als Algorhytmen. Diese sind mathematische Operationen, was uns eine Brücke baut zur Welt der Ideen der alten Griechen (Aristoteles etc.). Denn er siedelte die Mathematik dort an, um im Höhlengleichnis zu sprechen, außerhalb der Höhle, also im Licht. Diesem Gedankengang folgend können wir die “mediatisierte Welt” wie Hepp sie nennt, als eine Chance der Erkenntnis sehen. Warum tun wir dies so selten und fragen uns (zumindest in der Pädagogik) immer mit welchen Gefahren wir hier konfrontiert werden. Damit möchte ich nicht sagen, dass dieser Gedanke falsch wäre, er ist sogar wichtig. Doch setzt er zu spät an. Wenn wir Kritik üben wollen, dann bitte an der Technisierung, an den Mechanismen die uns die Sicht verstellen auf das Wesentliche. Martin Heidegger hat in seinem Aufsatz “Die Technik und die Kehre” bereits vorgemacht wie dies aussehen könnte, indem er den Begriff des Ge-Stells prägte und uns auf das Entbergen aufmerksam macht. Er erklärt sogar noch was er als “Un-Verborgenes” sieht und wie technische Methoden und Geräte dieses letztlich unterbinden.

Dabei komme ich jedoch zu einem anderen Schluss. Mir geht es nicht darum die Technik zu brandmarken (und bei genauem Hinsehen kommen einem auch Zweifel ob Heidegger wirklich ein Technikgegner war!), sondern darauf aufmerksam zu machen, dass Technik uns Entscheidungen abnimmt, also vorselektiert. Unsere Spielräume werden dabei enger und häufig ertappt ich mich dabei, zu faul zu sein es anders zu denken. Die Kontingenz, das was wäre wenn wirklich ernst zu nehmen.

… Jetzt habe ich mich jedoch in eine Richtung verrant, die dieser Beitrag nicht bis zum Ende verfolgen kann. Da ich meine Posts auch als Anregungen für später nutzen möchte, lasse ich es trotzdem stehen und Kehre an dieser Stelle zu den Barcamps zurück…

Um es auf den Punkt zu bringen. Ich möchte der Frage nachgehen wie wir Medien wahrnehmen, wie wir eine positive Einstellung zu Ihnen finden und die Komplexität unseres Lebens reduzieren können ++++ freu mich auf tolle Menschen, wertvolle Hinweise und die nächsten Schritte in Richtung Wissenschaft.

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