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Erfahrungen

Für mich war der Writersworkshop einer der Höhepunkte des Juni-Kolleg in Krems. Zum einen weil ich sehr auf das Format gespannt war – denn obwohl ich im Orga-Team war, habe ich ja noch nie einen erlebt – zum anderen weil ich sehr viel Arbeit in das Paper des Workshops investiert habe und mich da natürlich das Feedback der anderen Teilnehmer interessiert (der Erstellungsprozess ist teilweise hier dokumentiert, Danke Dir nochmal Nina!).

Um ganz ehrlich zu sein, mir war ein wenige Bange ob des Feedbacks. Denn auch wenn laut Plan vor allem die Wertschätzung im Vordergrund steht und ich weiß, dass dies im Kolleg eh intensiv gelebt wird… für mich ging es einfach um Viel, da das Paper zentral für meine aktuellen Überlegungen in der Diss. ist. Hinzu kommt, dass ich vergangene Woche in St. Gallen auf dem SCIL Congress nochmal viele Anregungen bekommen habe, vor allem durch das Paper über Lernkulturen an Hochschulen (Jenner – hier) und die Gespräche mit den DoktorandInnen von SCIL/ der HSG.

Die Teilnehmer des WW haben es jedoch geschafft, Wertschätzung zu vermitteln und rege über Verbesserungsvorschläge zu diskutieren. Ich habe mir vieles an Anregungen mitgenommen und werde dies in den kommenden Tagen auswerten. Dabei war es für mich besonders überraschend, in welche Richtungen die Teilnehmer weiter gedacht haben. Diese Impulse greife ich auch gerne auf um zu beschreiben a) was ich nicht meine b) wo ggf. noch Erweiterungen möglich sind.

Outcomes

Die Outcomes des WW sind vielfältig und reichhaltig. Aus diesem Grund möchte ich die wichtigsten Aspekte heute nur stichpunktartig nennen um ggf. später darauf zurück zu kommen.

  • Viele wichtige Hinweise in den Grauzonen der Zitation (Ausführlichkeit; Umgang mit Webquellen)
  •  Hinweise zur Nutzung von Grafiken und Tabellen
  • Hinweise zu den Schwächen meines Schreibstil (Orientierung, Komplexität), und zu fehlenden Erläuterungen
  • Ein guter Eindruck, über die Themen der anderen, da sehr intensive Auseinandersetzung
  •  Ein Grundverständnis über den Ablauf des Formats WritersWorkshop (Gosh; Ungosh)
  • Zusätzliche Orientierung wo meine Diss. hinlaufen könnte.

Findings

Das Format WW hilft zu verstehen was Andere in die eigenen Texte hinein interpretieren und welche Formulierungen und Argumentationsketten hilfreich sind. Damit ist es eine wunderbare Möglichkeit meinen eigenen Stil zu verbessern bzw. zu verfeinern. Dies ist mir wichtig, da meine Texte etwas verändern sollen, was sie jedoch nur vermögen, wenn man sie auch versteht – und es zumindest grob in die Richtung geht, die ich dabei im Sinn hatte.

Das Format Writers-Workshop hat einige Tücken, wird aber grundsätzlich unterschätzt. Es ist eine wunderbare Form um in der Diskussion bestimmte Dinge besser zu verstehen und sich zu entwickeln. Klare Empfehlung an alle dies auszuprobieren.

Im eigenen Stil gibt es einige Grauzonen was die Menge und die Dichte an Zitationen angeht. Ich muss mich noch daran gewöhnen eigene Gedanken so zu formulieren/ Inputs so zu praphrasieren, dass es nicht nervig ist aber eben auch kein Plagiat.

Mein Schreibstil wird als „episch“ und „schön“ beschrieben, aber auch als unverständlich. Ich muss klarer herausarbeiten wo meine Argumentation hinläuft und dem Leser mehr Orientierung geben.

 

Früchte der Arbeit (Erbeere)

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Seit Mittwoch bin ich in Krems zum Kolleg. Durch die frühe Anreise war es möglich in Ruhe in Krems anzukommen, Freunde zu treffen und neue Bekanntschaften zu schließen. Kurzum, es war eine gute Basis für ein spannendes Kolleg.

Neuerungen

Seit letztem Semester ist es Pflicht seine Dissertationsvorhaben dem Beirat des Kollegs vorzustellen, nur so kann man einen Betreuer formal zugeteilt bekommen. Am Donnerstag waren die ersten 4 Präsentationen – doch nur eine von vier (1 aus 4) wurde angenommen. Wie eine Kommilitonin bemerkte, waren sowohl die Professoren als auch die Präsentierenden sehr aufgeregt. Dies wird sich zeitnah sicher legen, drum mache ich mir deswegen wenig Sorgen – mag mich aber da gut auf November vorbereiten (plane dann meine Vorstellung)

Die Zweite Neuerung betrifft Kurzvorträge durch Kollegiaten im Rahmen des Community Treffens. 9 Themen wurden vorgestellt, von “3D Printing (Rapid Prototyping)” bis zu “MOOCS” (Massive Open Online Courses). Diese Neuerung bringt zwei Bereicherungen mit sich. Zum einen aktiviert sie die Doktoranden, indem sie die Aktivität von den Professoren auf die Lernenden verlagert. Zum zweiten ist es eine schöne Möglichkeit einen Überblick über Trends bzw. aktuelle Entwicklungen zu bekommen, insbesondere diesmal beim Thema Horizon Report (Zusammenfassung siehe Peter Baumgartner hier).

Was war wichtig

Um ehrlich zu sein, waren in diesem Kolleg vor allem die Gespräche in den Pausen entscheidend. Zum einen um gemeinsame Überlegungen zu unseren Dissertationsvorhaben zu besprechen, um nächste Treffen zu vereinbaren (Peer-Learning) – aber auch um bestehende Kontakte zu pflegen, zu vertiefen oder manches wieder auf die Spur zu setzen…

Nächste Schritte Diss.

Dazu rechne ich auch das Abschlussgespräch mit Peter Baumgartner heute Nachmittag hinsichtlich meiner Diss. Dieses war sehr konstruktiv und es scheint als wäre auf Basis der Arbeiten von Dieter Euler zu Lernkultur ein Weg gefunden, mit dem ich einen relevanten Beitrag für die Wissenschaft leisten könnte – und der zugleich auch praktische Auswirkungen haben könnte.

Vorab nun erstmal Stichworte:

  • Video
  • Logik der Lernkulturdimensionen
  • Ganzheitliche, holistische Betrachtung über Lernsettings und -arrangements hinaus
  • Kontext und Anpassungsfähigkeit (Vigotsky ZPD)
  • Empirische Erhebung

Krems Blümchen

(Bildquelle: Nina Grünberger)

Manches ist noch recht unscharf, doch zeigen sich langsam erste Blüten

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Wie Peter Baumgartner in seinem Blog ausführlich berichtet hat (z. B hier, hier, und hier), tut sich derzeit einiges im Kolleg Life Long Learning (Überblicksinfo Kolleg). Gestern gab es hierzu ein Treffen von Mitgliedern des Kollegs, Mitarbeitern der Donau Uni Krems (DUK) und Freunden des Kollegs.

Im Rahmen dieses Treffens wurde ein Ausblick gegeben, wo sich das Kolleg und das neue Forschungscluster an der DUK hin entwickeln könnte. Besonders spannend dabei, ist die Überlegung, hochrangige Professoren als Berater zu konsultieren, um an der Gestaltung des Kollegs zu beteiligen (Namen sind noch nicht alle offiziell, werden aber sicher zeitnah auf den Seiten des Cluster, auf dem Blog Gedankensplitter von PB oder auf der DUK Seite veröffentlich).

Begeistert hat mich auch die offene Herangehensweise und die Vielfältigkeit der Mitglieder. In dem Cluster treffen sich Kulturwissenschaftler, Informatiker, Pädagogen, Soziologen, Theaterwissenschaftler  und viele Professionen mehr. Da ich nach wie vor zum Thema LERNKULTUR promovieren möchte, scheint es genau der richtige Ort (und auch die richtige Zeit) für mich um durchzustarten. Denn Kultur kann man nie nur aus einer Disziplin denken, insbesondere nicht wenn man Bernds (Bernd Schmid) Anregungen ernst nimmt und versucht in verschiedenen Perspektiven zu denken.

Um es kurz zu machen, ich freue mich sehr auf die Arbeit im Kolleg, im Cluster und auf den Austausch und das Zusammensein mit “der Community”.

 

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