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Archive for the ‘Ziel’ Category

Derzeit kommen mir viele Veröffentlichungen zu den Themen #Bildung #Bildungsmanagement #Kritische Theorie #Pädagogische Strömungen #Identität #Informelles Lernen etc. auf den Tisch.

Dabei bekomme ich zunehmend den Eindruck, dass Vieles was wir als Innovation feiern bereits da war – und zum Teil in höherwertiger Form. Ganz besonders beim #informellenLernen geht es mir so. Denn wenn wir heute darüber diskutieren, dass 80% am Arbeitsplatz gelernt wird und nur 20% in formalen Settings… vergessen wir anscheinend das Duale-Schulsystem (Haupt-Schule/ Berufsschule und Betrieb), das Lehrmeisterprinzip im Mittelalter (als der Novize vom Meister nicht nur Fachinhalte lernte, sondern oft mit ihm zusammen lebte – Mönche) oder eben Stammtische und Diskussionskreise (wie den Wiener Kreis der 1920/30 in Wien). Zur Erinnerung, dieses Erfolgsmodell wollen wir in Deutschland gerade abschaffen!!! Andere bauen genau dies derzeit auf.

Nur weil wir es jetzt anders nennen und die Ergebnisse genauer auswerten, heißt es nicht, dass wir ein besseres Lernen ermöglichen würden!

Mit Blick auf die Hochschule treiben mich aber die 60/70 er noch mehr um. Damals gingen Studenten für Ihre Überzeugungen auf die Straße, die Lehre sollte entschlackt werden, die Methoden geöffnet – das Resultat waren neue Freiheiten. Damit meine ich nicht nur die Form des Magisterstudiums (die durch die Bologna-Reform ja Großteils wieder kassiert wurde), sondern auch die Freiheit im Geiste. Studenten haben sich emanzipiert, Formen von Partnerschaften und Beziehungsgemeinschaften wurden neu gestaltet… wo heute nur die Toleranz gelebt wird.

Aber wo sind wir denn wirklich gelandet? Wir sprechen von einer annähernden Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Paaren… doch was ist mit wirklicher Integration? Was ist mit offenen Beziehungen? Was ist mit offenen Lernformen und echten Sharing, wie es von Volker Grassmuck (Unger, 2012) eingefordert wird? Nicht nur, dass wir nie modern waren (Latour), sondern wir scheinen auch zurück zu schrecken und Grenzen wieder aufzubauen. Wir versuchen künstlich Dinge zu verknappen, wo wir doch wissen dass wir sie auch im Überfluss haben könnten. Liebe und Zutrauen verbraucht sich nicht hab ich mal gehört.

Konkret denke ich hier aber ans Lernen. Könnte ich nicht so viel besser Lernen, wenn ich andere in mein Lernen wirklich einbeziehe, bzw. sie teilhaben ließe? Wäre es nicht für andere spannend zu sehen wie ich lerne (um Impulse zu bekommen) und für mich hilfreich ein Feedback zu bekommen (und dabei gegenseitig heraus zu finden wie Feedback gestaltet werden kann, damit es Wirkung entfalten kann)?

Vielleicht waren diese Freiheiten in den 60ern auch da, weil wir einen Aufschwung in Deutschland hatten, es uns sehr gut ging und unsere Eltern/ wir im Wohlstand lebten. Drum konkret gefragt: Geht es uns nicht gerade auch sehr gut? Leben wir nicht im Aufschwung? HABEN WIR NICHT GENUG WOHLSTAND UM UNS ECHTE BILDUNG LEISTEN ZU KÖNNEN?

Diese Frage möchte ich so im Raum stehen lassen. Mir steht es nicht zu für andere zu entscheiden –  drum freue ich mich auf Feedback und Kommentare – um voneinander zu lernen und unseren Teil zum Sharing beizutragen J

UNGER, A. 2012. Die Kultur des Teilens im digitalen Zeitalter. In: SÜTZL, W., STALDER, F., MAIER, R. & HUG, T. (eds.) Cultures and Ethics of Sharing. Kulturen und Ethiken des Teilens: S. 131 – 148. Innsbruck: innsbruck university press.

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Hier in Florenz sieht man die Sonne aufgehen, die Hoffnung aufsteigen (und es wurde ein schöner Tag). Diese Metapher könnte auch für unser Bildungsverständnis zutreffen, wenn wir uns über Verantwortung und die angestrebte Lernkultur klar werden. Uns den Begriff wieder vor Augen führen.

 

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Wie Peter Baumgartner in seinem Blog ausführlich berichtet hat (z. B hier, hier, und hier), tut sich derzeit einiges im Kolleg Life Long Learning (Überblicksinfo Kolleg). Gestern gab es hierzu ein Treffen von Mitgliedern des Kollegs, Mitarbeitern der Donau Uni Krems (DUK) und Freunden des Kollegs.

Im Rahmen dieses Treffens wurde ein Ausblick gegeben, wo sich das Kolleg und das neue Forschungscluster an der DUK hin entwickeln könnte. Besonders spannend dabei, ist die Überlegung, hochrangige Professoren als Berater zu konsultieren, um an der Gestaltung des Kollegs zu beteiligen (Namen sind noch nicht alle offiziell, werden aber sicher zeitnah auf den Seiten des Cluster, auf dem Blog Gedankensplitter von PB oder auf der DUK Seite veröffentlich).

Begeistert hat mich auch die offene Herangehensweise und die Vielfältigkeit der Mitglieder. In dem Cluster treffen sich Kulturwissenschaftler, Informatiker, Pädagogen, Soziologen, Theaterwissenschaftler  und viele Professionen mehr. Da ich nach wie vor zum Thema LERNKULTUR promovieren möchte, scheint es genau der richtige Ort (und auch die richtige Zeit) für mich um durchzustarten. Denn Kultur kann man nie nur aus einer Disziplin denken, insbesondere nicht wenn man Bernds (Bernd Schmid) Anregungen ernst nimmt und versucht in verschiedenen Perspektiven zu denken.

Um es kurz zu machen, ich freue mich sehr auf die Arbeit im Kolleg, im Cluster und auf den Austausch und das Zusammensein mit “der Community”.

 

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Zu Recht hat Prof. T.L. meine Masterthesis kritisiert. Dies hat mich die letzten 24h zu massivem Nachdenken gezwungen. Mir ist klar, ich muss meine Thesen anpassen (These 3 bleibt identisch wird aber nun von zwei neuen Thesen flankiert).

1.) Das Wissensverständnis prägt die Definition von Lernerfolg

2.) Sowohl Wissen als auch Medien unterliegen einer ökonomisch und technisch geprägten Entwicklung.

3.) Medien fungieren als Antreiber didaktischer Weiterentwicklungen, werden in ihrer Wirkung für den Lernerfolg jedoch überschätzt.

Gibt es Meinungen dazu – oder sogar Pro- und Contra Argumente?

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Das Educamp Köln verbinde ich mit einer persönlichen Lektion. Aus diesem Grund möchte ich untypisch für diesen Blog neben den theoretischen Überlegungen auch einen persönlichen Arktikel verfassen – der fachlich interessierte Leser möchte mir dies nachsehen.

Am Samstag habe eine Session zu Medien, Wissen und Lernen gehalten (Forum, Etherpad). Im Vorfeld hatte ich mir überlegt, ob ich viel vorbereiten soll, oder offen in die Session gehe und gespannt bin was passiert. Meine Sorge dabei war, dass in den gegebenen 45min zu den Knackpunkten, also den Wirkungen komme. Ich habe mich aus meiner Sicht für ein sehr offenes Format entschieden, wozu es allerdings die folgenden Kritikpunkte gab:

  • die Session war wie Schulunterricht aufgebaut
  •  bei vielen Fragen hatten ich das Gefühl, die Antwort wäre schon Dir schon bekannt (Frage nur als Hinleitung zu XXX)
  • Du hast zu viel gesteuert und nicht nur Strukturiert
  • es fehlten eindeutige, vielschichtige Modelle/ Definitionen, so wurde die Darstellung dem Thema nicht gerecht

… es gab aber auch positive Stimmen:

  • bei vielen Session bleiben kommen wir zu keinem Ergebnis, ich finde es gut mit einem Fokus zu moderieren
  • Du als Sessiongeber hast ja ein Interesse an einem bestimmten Thema,

Mich hat die Kritik getroffen. Nicht weil sie unberechtigt gewesen wäre, sondern gerade weil mir Defizite bewusst werden. Ich finde es gut, wenn keine unberechtigte Lobhudelei gefeedbacked wird. Doch komme ich zu einem anderen Ergebnis als die meisten erwarten => was mache ich also anders…

  • ich gebe mir wieder mehr Mühe in der Vorbereitung (Kerndarstellungen, Folien)
  •  ich mache mir vorher bewusst was ich will, was mein Ziel ist
  • ich mache die Agenda (bzw. die Kernfragen) sichtbar und trage Sorge dafür, dass sie während der Session sichtbar bleiben
  • ich kläre vorher mit den Teilnehmern, ob mein angestrebtes vorgehen (und meine Haltung) i.O. sind => Stichwort: Contracting
  • ich lasse ein Tonband laufen, damit ich im Rückblick nochmal hören kann, wie ich formuliert habe und in welchem Ton

+ ich arbeite nochmal die Session vom #ecbi11 durch, in der die Göre die Durchführung guter Sessions erarbeitet hat.

+ ich appelliere hier in meinem Blog alle Rezipienten dazu, ihre Ideen als Kommentar zu ergänzen. Dafür im Voraus schon mal vielen Dank!

Für Persönliches Feedback an der Stelle schon mal vielen Dank an Herrn Larbig, Jana, Julia M., Anja L. und die weiteren aktiven Teilnehmer der Session!

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Via Twitter habe ich kürzlich auf die Twitterkritik beim ecbi11 hingewiesen, hier nochmal der Link.

Und vieles scheint mir berechtigt. Eine Aspekt möchte ich jedoch herausgreifen, der aus meiner Sicht auch den Erfolg des Weiterbildungsblogs bzw. der Tweets von Jochen Robes ausmacht … Es wird überwiegend vernetzt, ein bischen bewertet, eingeordnet  und nicht schon wieder etwas neues aufgebracht. Ein ähnliches Phänomen fiel mir auch bei dem Betriebssystem von Apple, OS 10.6 Snowleopard auf. Es hatte nicht viel neues, sondern hat die Fehler der Vorversion (OS 10.5 Leopard) ausgemerzt und die Performance erhöht.

Daran anknüpfend kann Twitter uns Orientierung bieten. Wir erhalten Hinweise auf Interessantes, Lesenswertes oder Verstecktes von Menschen die wir kennen, deren Meinung wir schätzen. Lassen wir den sozialen Aspekt  außen vor, können wir Twitter als alternatives Strukturierungswerkzeug zur Google Suchmaschine denken, als sozialangehauchte Quellenverwaltung.

Klingt dies zu hart, ist die zu logisch gedacht oder könnte sich jemand mit dem Gedanken anfreunden?

Ich nehme mir diese Einsicht als Handlungsanweisung, und versuche neben meinen kleinen Einsichten und Ideen mehr zu verlinken. Denn wie Norbert Bolz ja schon sagt, wir haben keinen Mangel an Informationen, sondern einen Mangel an Orientierung 😉

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Um etwas Orientierung zu geben, hier ein paar grundsätzliche Antworten zu meinem “InsightsHD”

So what’s your focus going to be?

1. What’s your goal?

Mit dem Blog verfolge ich drei Ziele:

  • Ich möchte das Blog nutzen um Überlegungen zu reflektieren und Feedback zu Ideen zu bekommen.
  • Ich möchte das Blog nutzen um aktiver an “MOOCs” teilnehmen zu können.
  • Ich möchte durch das Blog dazu beitragen, Orientierung (im Netz) zu geben.

(Da ich auf der Suche nach einer Promotionsstelle bin, soll das Blog natürlich auch Interesse wecken und als Arbeitsprobe dienen. Ich danke an dieser Stelle für die wohlwollende Kommentierungen und Hilfestellungen 😉 )

(To document your travels? To share your passion? To inform? To entertain?)

2. What topics are you most interested in?

Die Themen des Blogs sind vor allem

  • Medien und Kulturtheorie
  • der Wandel des Lernens (Selbstorganisiertes Lernen, Lebenslanges Lernen…)
  • Überlegungen zur Wissenschaftstheorie (Was ist eine wiss. Tatsache, was sind Denkkollektive etc…)
  • Wissen, Wissensformen, Wissensarten und die Konsequenzen
  • … und alles was mich aus professioneller Sicht heraus bewegt.

Travel? Technology? Pop culture? Politics?

3. What’s your perspective?

In diesem Blog nehme ich die Perspektive eine “Jung-Wissenschaftlers” ein, möchte mich hier ausprobieren und Erfahrungen sammeln. Dabei sind die Betrachtungen meistens aus der Perspektive der Pädagogik, der Medientheorie, der Kulturwissenschaft, der Systemtheorie … oder einfach des gesunden Menschenverstandes.

Im Idealfall orientieren sich die Beiträge an einer kritischen, dialektischen Betrachtungsweise.

Are you a movie critic? A clothing designer? A pastry chef?

4. Who’s your target audience?

Ja an wen wendet sich das Blog nun.

Zum einen wendet es sich alle, die sich mit dem Wandel von Wissen, Medien und Lernen auseinandersetzen und die wahrnehmen, dass sich derzeit etwas fundamental ändert.

Insbesondere wendet sich das Blog aber an diejenigen, die mit mir in einen Diskurs einsteigen möchten, die selbst nach anderen Lösungen suchen um sich in der heutigen Zeit zurecht zu finden, ja ggf. sogar etwas verbessern möchten.

Film buffs? Fashionistas? Foodies?

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