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Archive for the ‘Systemische Didaktik’ Category

Noch 2 Tage, dann startet das #clc13 in Frankfurt. Dort möchte ich ein Session-Angebot machen zum Thema Lernkultur…

dank LUTZ BERGER (@Lutzland) gibt es zur Vorbereitung ein kleines Video mit

– dem Grund der Session
– den angestrebten Output (Orientierung geben, gemeinsam Dimension gestalten und die RELEVANTEN Fragen erarbeiten) und
– dem Aufbau meiner Session:

DANKE LUTZ!!!

Die Präsentationsfolien sind ja bereits im letzten Artikel hinterlegt (siehe hier). Wer sich angesprochen fühlt von dem Thema und tiefer einsteigen möchte… für den habe ich auf Scribd eine erste Version meines Artikels zu “Lernkultur als (didaktische) Gestaltungsperspektive” eingestellt, hier die Vorschau (PDF Datei auch am Ende des Artikels):

Lernkultur Als Didaktische (Gestaltungs-) Perspektive Von Bildungsvorhaben #CLC13 by faittner

Der Beitrag berücksichtigt jedoch noch nicht das St. Gallener Modell zu Lernkultur bzw. zu “Studien Programmkultur” von Tobias Jenert (Publikationen gesamt: hier; Dissertation zu Lernkultur / Programmkultur, hier). Seine Ausführungen zur

– Pädagogisch-Interaktionale Dimension
– Individuelle Dimension
– Organisationale Dimension

muss ich noch ergänzen. Dies und einige Folien folgen in der nächsten Überarbeitungsschleife. Für den zeitliche Rückblick und die Nachzeichnung des Diskurses (vor allem die Grafik) gilt das ebenso. Dafür bietet der Artikel einen Zugang, um sich persönlich dem Thema zu nähern und in den WISSENSCHAFTLICHEN Diskurs einzusteigen. Soll heißen, für Praktiker nur bedingt geeignet 😉

Für die vielen Hinweise zur Überarbeitung möchte ich mich an der Stelle nochmal herzlich bei  Nina Grünberger bedanken, die mich  sehr tatkräftig und geduldig unterstützt hat!

… und nun auf zur Mixxt-Seite des #clc13, dort warten noch viele SessionVorschläge

PDF Download des Papers:

Lernkultur als didaktische (Gestaltungs-) Perspektive von Bildungsvorhaben #CLC13

 

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Die letzten Tage in Krems haben viele neue Gedanken losgetreten und für mich für viel Klarheit gesorgt. Ein Grundproblem meiner bisherigen Überlegungen wurde offenbar – ich kann Lernkultur nicht aus der Summe der Elemente ableiten. Mit Bezug zu dem Vortrag der 8. Forschungswerkstatt (Synergeit; Schiepek) und den Anregungen von Prof. Baumgartner (Goffman, Bateson) wurde klar, die Elemente und die Lernkultur liegen auf zwei unterschiedlichen Ebenen (Systemebenen, Netzwerkebenen etc.), entsprechend kann ich die Muster von Lernkultur nicht aus den Elementen ableiten.

Statt dessen muss ich meinen Blick auf die Emergenten Aspekte lenken und mit Hilfe der o.g. Autoren versuchen die “Makro-Muster-Ebene” greifbar zu machen.

Bei gutem Kaffee und die Impulse einer sehr klugen jungen Dame im Ohr kamen mir folgende Gedanken:

– Kann ich den Forschungsbereich nicht auf “(transformative) Bildungsprozesse” eingrenzen, also somit Faktenlernen etc. ausgrenzen?
– Kann “Lernkultur” nicht eine Bedingung, eine Möglichkeit sein krisenhaftes Lernen zu unterstützen, also dazu beizutragen dass der Bildungsprozess gelingt?
– Wenn dem so sei, könnte dann nicht der Vergleich verschiedener Akademien die “Bildungsprozesse für Ihre Klienten versprechen” sogar eine empirische Basis sein um “Lernkultur-Makro-Muster” zu beschreiben und ihre Auswirkung auf das Gelingen der Transformation zu analysieren

 

Und natürlich machen diese Überlegungen mehr Fragen auf, als sie beantworten. Doch habe ich nun ein sehr gutes Gefühl, da mir langsam klar wird wo die Reise hingehen kann.

An dieser Stelle vielen Dank an die zwei Personen, die mir hier auf die Sprünge geholfen haben!

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Als Medienpädagoge vertrete ich die Meinung, dass eine Präsenzveranstaltung das reichhaltigste Angebot zum Lernen zur Verfügung stellt und als am „reichhaltigsten“ eingeschätzt werden kann. Und natürlich sprengen Medien die Grenzen der Anwesenheit, zwingen zu einer neuen Grenzziehung, einer neuen Unterscheidung von hier und dort (Meyrowitz, 1985, S. 320.). Anwesenheit wird zunehmend durch kommunikative Erreichbarkeit ersetzt, womit die Kontexte häufig erklärungsbedürftig (er) werden (Bolz, 2007, S. 118.). Situationsvariablen wie gemeinsamer Lernort oder Präsenz entfallen. Nach Luhmann sinkt bei fehlender Anwesenheit in einer konkreten Situation die Wahrscheinlichkeit, dass eine Kommunikation mehr Personen erreicht, wobei sich die Unwahrscheinlichkeiten* wechselseitig verstärken (2009, S. 30 f.).

Bei der heutigen Kreidezeit (Link hier) habe ich jedoch für mich eine völlig neue Erfahrung gemacht. Das eigentliche Lernen fand nicht durch das live zuhören (ich war vor Ort) statt, sondern im Chat über Skype. In diesem Chat gab es kein Video, sondern ausschließlich der Austausch von einigen wenigen Bildern wurde genutzt um einen Eindruck der Atmosphäre zu geben. Trotz der Reduktion auf Text, auf das geschriebene Wort lag die Aufmerksamkeit bei meinem Gegenüber und eben nicht bei Gunter Dueck (@wilddueck) im Raum.

Es war also nicht so, dass Twitter, Titanpad, Stream und vor allem Skype eine Ergänzung zu dem Liveevent wären, sondern das Liveevent war Impulsgeber für den Chat, in dem das eigentliche Lernen stattfand. Das Ranking sah dann wie folgt aus

Zitat: „Bei der Diskussion merkt man doch grad deutlich, was einer Person wirklich weiterhilft – wir haben hier vortrag, face to face diskussion, twitter diskussion und unserer diskussion und die reihung ist bei mir grad völlig klar

1. die disk. mit dir (gemeint bin ich als Chat-Partner)
2. dann die disk vor ort/die da grad reden
3. irgendwann dann twitter (und die tweets werden ja auch nicht aufgegriffen)“

Ein Blick auf diese Rangliste hat für uns die Frage aufgeworfen, welchen Stellenwert die Beziehung zu seinem Gegenüber hat. Wie nahe man sich steht, ob/ wie man sich aufeinander einlassen kann.

Dieser Frage möchte ich in den nächsten Tagen nachgehen. Denn zum einen scheint sie mir wichtig bei der Frage was unsere Kinder Lernen sollten, wie eine Bildung im 21. Jahrhundert aussehen soll – und zum anderen passt es gut zu meinem Neuen Steckenpferd: – wait for it – „Lernkultur“

* 1.) Unwahrscheinlichkeit, daß einer überhaupt versteht, was der andere will 2.) Unwahrscheinlichkeit des Erreichens von Empfängern 3.) Unwahrscheinlichkeit des Erfolgs von Kommunikation (wobei hier die hohe Bedeutung der Anwesenheit hervorgehoben wird, da auf Abläufe innerhalb von Interaktionssystemen unter Anwesenden abgestellt wird).

BOLZ, N. (1995) Am Ende der Gutenberggalaxis,   2. Auflage München, Wilhelm Fink Verlag.

BOLZ, N. (2001) Weltkommunikation,  München, Wilhelm Fink Verlag.

BOLZ, N. (2007) Das ABC der Medien,  München, Wilhelm Fink Verlag.

LUHMANN, N. (2009) Soziologische Aufklärung 3, (original work published 1981)  5. Auflage Wiesbaden, VS Verlag.

MEYROWITZ, J. (1985) No sense of place: The impact of electronic media on social behavior,  Oxford, Oxford University Press New York.

PS: Außerdem hat Christian darauf hingewiesen, dass am Ende vieler Informeller Gespräche derzeit die Frage der “Haltung” auftaucht. Auch dies ist mir zeitnah einen Artikel wert – würde mich freuen hier in eine Diskussion zu kommen.

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Endlich komme ich wieder dazu mein Blog zu pflegen, und dazu noch mit einem Thema, dass mich wirklich berührt. LERNKULTUR

Kultur als Buzzword heute einzumischen ist Programm. Die einen tun es mit mehr Hintergrundwissen, die anderen mit weniger. Klar ist jedoch, dass es noch keinen allgem. anerkannten, akzeptierten Lernkulturbegriff gibt, der auch mit einem entsprechenden stimmigen Modell verbunden wäre. Es scheint sogar so, dass es noch kaum Ansätze gibt, die Lernkultur stimmig beschreiben (können).

Entsprechend scheint es umso wichtiger sich die bestehende Kultur anzuschauen (siehe auch untern!) und nach Parallelen zu suchen. Einige habe ich gefunden, jedoch auch viele Widersprüche. Aus diesem Grund möchte ich im Rahmen des Corporate Learning Camp (CLC12) in Frankfurt einen weiteren Anlauf nehmen um die Experten zu fragen, was denn Lernkultur sei, welches Verständnis sie denn haben.

Im Vorfeld habe ich dazu Bernd Schmid (ISB Wiesloch) gefragt, wie er denn das Thema Lernkultur angehen wird, da es von ihm ja nächstes Jahr ein Buchprojekt zu systemischer Lernkultur geben wird. Er gab mir den Hinweis nicht in Strukturen zu denken, sondern in Perspektiven. Und nicht den Fokus auf die Beschreibung der Prozesse und Merkmale zu lenken, sondern darauf, ob die Didaktik geeignet sei, in vielen Dimensionen stimmig zu sein.

Insbesondere hat verdeutlicht, dass jedes Element der Didaktik darauf zu prüfen sei, ob es denn als Beispiel für die angestrebte Lernkultur dient… Ganz verstanden habe ich die Ausführungen noch nicht, aber ich danke noch darüber nach.

Um einen Bezug zu meiner letzten Session herzustellen … für mich geht es bei Kultur nicht um das Kultivieren als Gegensatz zum Natürlichen. Denn zu seiner eigenen Natur zu stehen und sich selbst stimmig einzubringen halte ich für sehr wichtig. Aber dass Kultur vielschichtig ist, so wie ein Acker, in dem viel zu Tage treten kann, den Gedanken finde ich gut… und vielleicht lässt sich damit am Freitag auch starten 🙂

 

Verweis auf den Forenbeitrag auf dem CLC:
http://colearncamp.hessenmetall.de/networks/forum/thread.238416

Verweis auf die Inhalte der GMW12 Konferenz in Wien:

Lernkultur

Kurze Doku: http://www.youtube.com/watch?v=GpEUwNGIdSU
Frieder

Dokumentation via Mindmap:
(PDF Format)
https://www.dropbox.com/s/penpn64mypvrd7x/GMW12%20Edu%20Camp%20Lernkultur.pdf
Aktulalisierte Mindmap (inkl. Audioinputs)
https://www.dropbox.com/s/aowlgaetr5lw75i/GMW12%20Edu%20Camp%20Lernklur_2.pdf

(MMAP Format)
https://www.dropbox.com/s/zipo6yrgiv1rapd/GMW12%20Edu%20Camp%20Lernkultur.mmap

Links:
Forenbeitrag auf der Educamp Mixxt Plattform: http://educamp.mixxt.de/networks/forum/thread.234363

Thomas Jenert, Lernkulturen an Hochschulen
http://scholar.googleusercontent.com/scholar?q=cache:l_rS7wnGNr0J:scholar.google.com/+tobias+jenert+lernkultur&hl=de&as_sdt=0

Magisterarbeit/ Diplomarbeit Thorsten Veith
http://www.systemische-professionalitaet.de/isbweb/content/view/194/250

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