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Archive for the ‘Motivation’ Category

In der letzten Zeit hatte ich das Glück viele Dinge zu erleben, zu sehen. Ich habe Berge, Bergbäche, Kunst, andere Kunst, Konferenzen, Gebäude, Texte und explizit Bilder als Form der Kunst gesehen.

Aus privaten Gründen habe ich heute darüber nachgedacht und etwas verblüffendes verstanden – den Unterschied zwischen wunderschön und wunderbar. Und es ist verblüffend einfach. Das wunderschöne ist eher nach außen gerichtet. Es begeistert für einen Moment, ist häufig harmonisch, ästhetisch ansprechend und macht uns einen Moment lang froh oder sogar glücklich. Wir fühlen uns gut und erfreuen uns an dem Bild – wir finden es einfach schön (ein bisschen wie verliebt sein).

Das Wunderbare geht aber tiefer – auch wenn es äußerlich dem wunderschönen gleicht. Es vereinigt das Schöne, das Pittoreske und das Hässliche. Es ist vielschichtig, intergrativ und man könnte sagen es strahlt von innen heraus. Mit den Worten von Humboldt könnte man es auch „als die Begegnung mit der Mannigfaltigkeit der Welt in einer bestimmten Form“ beschreiben (es ist wie jemanden zu lieben). All das führt dazu, dass uns das wunderbare Grenzen verschieben lässt, ein neues Denken fördert und wie es so schön in der Geschichte von Peter Pan erzählt wird – uns fliegen lässt. Das wunderbare können wir also sehen als den „wunderbaren Gedanken“, mit dem Peter Pan fliegen kann und anders auf die Dinge kuckt, neue Möglichkeiten erlangt und – dass ihn unterscheidet von vielen Anderen, vor allem von den Piraten (Symbol für Menschen mit schlechter Gesinnung oder Scharlatanen).

Natürlich greift es zu kurz, wenn das wunderbare immer in diesem Superlativ beschrieben wird. Es gibt auch wunderbare Bilder, die uns nur ein wenig den Horizont verschieben – aber es gibt eben auch wunderbare Menschen, die unseren Horizont gewaltig erweitern.

Der Grund für diesen Blogbeitrag ist ein wunderbarer Mensch, der mir geholfen hat zu fliegen. Wie es so ist findet man jedoch häufig nicht die Worte um dies angemessen zu sagen, dafür zu danken. Aus dem Grund an dieser Stelle vielen Dank. Vielen dank „Coco“.

Nov. 2013Wiener Fernwäreme mit Wolken-2

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Rollen: Autor (Team mit Christine Knieriemen); Zitat-Prüfer/ Korrektor

Arbeiten online

Das Projekt L3T ist geprägt von der Arbeit online. Der Artikel von Christine Knieriemen und mir ist entstanden, ohne ein einziges persönliches Treffen. Zur Erstellung haben wir statt dessen Telefonate; Skype-Videokonferenzen; ein Etherpad und die Dropbox genutzt. Diese Art des „virtuellen Arbeitens“ kann in vielen Bereichen heute als selbstverständlich gesehen werden. Und ja, ich sollte nicht nur daran gewöhnt sein sondern dies auch unterstützen.

Im Rahmen des Verfassens ist mir jedoch bewusst geworden, dass ich immernoch anders ticke. Ich möchte mein Gegenüber gerne kennen. Ich möchte Treffen vor Ort um mich auszutauschen und gemeinsam Passagen besprechen… ich möchte eine analoge Komponente. Brauche eine analoge Komponente um mich wirklich auf einen Text einzulassen.

Arbeiten in der Gruppe (analog)

Um dem Rechnung zu tragen, bin ich zur Alexander Florian an die BW Uni nach München gefahren. Auch wenn er mir prophezeit hat, außer Dir wird wohl niemand kommen, wollte ich das nicht glauben, habe mich auf die Reise gemacht … um dann doch alleine in dem wunderbar vorbereiteten Seminarraum zu arbeiten (oder sagen wir fast alleine, Christine und eine sehr liebe Freundin waren zeitweise via Skype präsent). Spätestens da habe ich gemerkt, wie wichtig für mich die gemeinsame Arbeit vor Ort ist. Dies gilt umso mehr, da ich noch wenige Artikel geschrieben habe, mir beim zitieren auch häufig nicht sicher war (da ich APA normalerweise nicht nutze). -> Merker: Ich muss für mich analoge Arbeits- und Lernphasen schaffen, um meine Projekte zu realisieren.

Fremde Texte; Defizite im Zitieren und Unsicherheit

Arbeite ich an meinen eigenen Texten, ist klar, falsche Zitate stammen von mir. Arbeite ich an Fremden Texten, werden Fehler dem Autor zugerechnet. Damit tue ich mir schwer, vor allem wenn ich unsicher bin. Die Überarbeitung eines Textes, der max. 2h dauern sollte, dauerte so teilweise 5h und mehr. Ich hatte sorge, Fehler zu machen.

Dies macht mich noch mal sensibler für die Planung bzw. bei der Konzeption für die Lernsettings am Institut. Es ist notwendig die Medienkomponenten gut zu erklären, gute Hilfestellungen zu geben und Raum zum erproben. -> Merker: Lieber mehr Unterstützung einplanen, denn wenn die negativ Spirale anfängt, geht das ganz schnell bergab.

Danksagung

Ganz wichtig: Danke Martin Ebner, Sandra Schön, Timo van Treek, Christine Knieriemen, Alexander Florian… und den vielen Anderen, dass ich Erfahrungen sammeln durfte. Es ist ein tolles Projekt, dass Ihr auf die Beine gestellt habt… was nicht nur Erfahrungen ermöglicht, sondern auch wunderbare Artikel hervorbringt, Anlässe für gemeinsames Lernen und aktuelle Einführungen

!!! DANKE L3T

 

Mehr zu L3T unter

http://l3t.eu/2.0/

 

Serpentinen, Berge, Tiefe und Nebel

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Im kommenden Juni findet in Krems ein Writersworkshop des LLL Kollegs statt. Initiator des Workshops ist Prof. Peter Baumgartern, der hier  in seinem Blog den konkreten Termin beschreibt und das Konzept erläutert. Aus diesem Grund an dieser Stelle nur eine ganz grobe Beschreibung des Writers Workshop, welcher auf Richard. P. Gabriel und sein Buch Writers Workshop & the Work of Making Things (Gabriel, 2002) zurück geht. Um ehrlich zu sein habe ich mich auch nur partiell mit dem Buch beschäftigt, da ich mich durch die zugelieferten Infos recht gut versorgt gefühlt habe, aber das Kapitel 8 „In Situ“ hat trotzdem mein Interesse geweckt, hier ging es nämlich um culture… dazu aber wann anders mehr.

Grundkonzept:

Es gibt drei Rollen, den Schreiber (welcher ein Paper verfasst und es immer wieder anpasst), einen Shepard (welcher iterativ Feedback zu dem Paper gibt) und die Gruppenmitglieder (die  normalerweise alle Schreiber sind, im Workshop aber in die Feedbacker-Rolle wechseln). Dies findet sich sehr gut beschrieben bei Gabi Reinmann, und zwar hier.

Der Writer erstellt ein Paper, dieses wird wie angedeutet ca. einen Monat lang in mehreren Iterationen gefeedbacked und am Ende der Zeit wird es an eine zentrale Stelle gesendet, die es den anderen Gruppenmitgliedern zugänglich macht…

Eigene Erfahrungen am Anfang

Am Anfang war ich mir nicht sicher worüber ich schreiben sollte, welche Konferenz für mich passend sein könnte – kurz gesagt was mein Aufhänger für das Paper sein soll. Aus diesem Grund habe ich es immer vor mir hergeschoben das Paper zu schreiben. Hinzu kam, dass ich es nicht leicht fand einen passenden Shepard zu finden. Denn dieser sollte

  • ja nicht nur mehr Erfahrung im Paper-Schreiben haben,
  • sondern seine Meinung sollte mir wertvoll sein,
  • sein Stil des Feedbacks so, dass ich dieses Annehmen kann und motiviert werde,
  • es sollte in sein Zeitbudget passen
  • … und einiges mehr.

Die ganze Zeit hatte ich jemand im Auge, der diese Kriterien auf beste Weise abdeckt, aber ich tat mir schwer mein Anliegen vorzubringen… als dies jedoch geschafft und mein Shepard gefunden war, nahm das Projekt richtig fahrt auf. Plötzlich war klar, bis wann ich einen ersten Entwurf zu liefern hatte, worauf es ankommt und wie wir uns organisieren. Plötzlich war die Motivation da, der erste Meilenstein war geschafft.

Eigene Erfahrungen beim Schreiben

Für das Schreiben des Papers hatte ich mir mehrere Tage fix eingeplant, um nur daran zu arbeiten. Auch der Titel war schon grob umrissen mit „Lernkultur als (Gestaltungs-) Perspektive von Bildungsvorhaben“.  Doch in den Tagen musste ich immer wieder einen Schritt zurück treten um nochmal Literatur zu lesen, andere Bücher zu besorgen… also eigentlich inhaltliche Arbeit zu machen, anstatt zu schreiben.

In dieser Phase war es für mich ein großer Gewinn einen festen Abgabetermin vereinbart zu haben. Ich wollte meine Shepard nicht enttäuschen und mit leeren Händen da stehen und das was ich biete sollte hohen Qualitätsansprüchen genügen, denn ich mochte Ihre Zeit auch nicht verschwenden (das wäre respektlos und ich hätte mich geschämt). Mit diesem Gedanken im Kopf und zwischenzeitlichen Ermunterungen, dass es gelingen wird, wurde der erste Wurf tatsächlich rechzeitig fertig.

Um es deutlich zu sagen, es war für mich persönlich ein Meilenstein und fühlte sich enorm gut an. Vor allem wenn man nicht täglich Paper schreibt, die Routinen nicht mehr stimmen… kurzum, ein kleiner Höhepunkt, den ich ohne das Setting sicher nicht geschafft hätte.

1. Feedbackschleife

Was ich nach NUR 4 Tagen zurück bekam, hat mich völlig überrascht. Denn mein Shepard hat es geschafft, die sehr wohl berechtigte Kritik so zu verpacken, dass ich sie gut annehmen konnte. Und mehr noch, das Feedback hat mir sehr klar meine Defizite aufgezeigt, sowohl im Großen, also in der Entwicklung des Roten Fadens und der Argumente, wie auch im Kleinen, wo Begriffe arglos verwendet oder Zitate unzureichend erläutert wurden. Um es klar zu sagen, es war eines der hilfreichsten Feedbacks, die ich in meiner akademischen Laufbahn zu einem Text (angefangen von Hausarbeiten, über meine Diplomarbeit bis hin zu meiner Masterthesis) bekommen habe. Danke N!

>Auf diese Weise habe ich jetzt nicht nur ein großes Arbeitspaket an Verbesserungen meiner Arbeit, sondern ich habe auch einen Ansatz wie ich Feedback anders geben kann, so dass es jemand anders besser annehmen kann<

… doch zurück zum Text. Meinen Text habe ich bis heute Nacht gegen 01.00 Uhr überarbeitet… und ich gebe zu die letzten vier Tage habe ich viel mit mir gerungen. Zum einen weil der Text eine völlig neue Struktur bekommen hat, zum andern da ich sehr bemüht war meinen Stil zu finden, der eben zwischen meinem bisherigen Stil liegt und dem vorgeschlagenen. Somit habe ich mich selbst mitten in das Bildungsabenteuer gestürzt, welche tief in meinem Text verwurzelt ist. Der Text ist sozusagen ein Text über Bildung und Lernkultur und ist zugleich selbst ein Artefakt meines eigenen Bildungsvorhabens J (PS: Die finale Version wird dann natürlich in diesem Blog veröffentlicht)

Das Ergebnis dessen ist ein Text, der jetzt an Länge gewonnen hat, dafür aber auch an Verständlichkeit. Entsprechend wird es in der letzten geplanten Schleife wohl darum gehen

  • Den Text wieder zu verdichten
  • Themen auszusparen und darauf zu verweisen
  • Unnötige Mutmaßungen zu identifizieren und zu verändern
  • und die noch vorhandenen Argumentationsfehler gerade zu ziehen

!!! Doch da freue ich mich drauf!!!

DANKE

Dieser Blogbeitrag soll natürlich auch informieren und andere für das Format Writers Workshop interessieren, doch im Grund ist es vor allem ein Dankeschön. Ein Dankeschön dass ich sofern ich es schaffe nicht nur mit Worten, sondern auch mit Taten ausdrücken möchte, in dem ich versuche etwas zurück zu geben, an andere die auch diese Art der Unterstützung benötigen. Denn es ist wirklich eine wunderbare Erfahrung, wenn man so klar merkt, dass sich etwas tut und man beginnt zu verstehen.

PS:

Ich habe noch nie so eine gute Begleitung in meiner Akademischen Karriere erlebt, was die Betreuung eines Papers betrifft – dies ist jedoch bis dato nicht primär  dem Konzept WW zuzuschreiben, sondern der Betreuenden Person… Nun bin ich numso mehr gespannt, was das Format noch an zusätzlichen Insights und Benefits ermöglicht.

 

GABRIEL, R. P. (2002). Writers Workshop & the work of making things: patterns, poetry …  Bosteon, Pearson.

 

Bötchen im Neckar

 

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(… nicht nur im Gedenken an Stephane Hessel)

Manchmal verliert man aus den Augen warum man etwas tut, manchmal sucht man nach seiner Aufgabe, beschreitet einen Weg und weiß nicht genau warum. Kennen Sie das? Haben Sie sich schon mal empört? Und vielleicht erlauben Sie mir noch eine Frage, wann sind SIE zum letzten mal aufgestanden und haben gesagt „so nicht!“?

Ich jedenfalls bin zu selten aufgestanden, habe lieber weg geschaut. Und um ehrlich zu sein, ich kann mich doch auch nicht überall einmischen, ich muss mich doch um mein Leben kümmern. Kennen Sie diese Gedanken? Sicher nicht. Sie nicht!

Doch warum diese Fragen – Wozu diese Fragen?
Gerade schreibe ich am Exposé meiner Dissertation und versuche zu begründen warum ich meine Diss. schreiben möchte, was mich motiviert. Doch das meiste klingt eher nach hohlen Frasen als nach einem echten Grund, einem erstrebenswerten Ziel. Und wer mich kennt würde zu mir sagen: „Dass passt nicht zu Dir Frieder!“ Stimmt! Vermutlich hat mich das Schicksal deswegen wieder einmal  erinnert warum ich mein Bestes geben muss, vielleicht hab ich aber auch zum ersten mal verstanden was meine Aufgabe – ja unter Umständen sogar meine Bestimmung ist.

Meine Aufgabe…

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Es war eine Lehrstunde, was Haindling heute Abend in der Heidelberger Stadthalle geboten hat. Ihr Bühnenprogramm hat die Teilnehmer mit einbezogen, dafür gesorgt, dass der ganze Saal (der bestuhlt und vor allem mit Senioren gefüllt war) stand, dass die Zuhörer Textpassagen gelernt haben und sich zugleich auch noch körperlich betätigten.

Mich persönlich bringt das heutige Erlebnis zum nachdenken, wie man eine ähnliche Dynamik in andere Lernsettings überführen kann. Denn heute war es eben nicht so, dass ein passives Publikum sich hat berieseln lassen … was am Anfang meine Erwartung war. Doch die gesamte Mannschaft hat durch viel Variation, durch den Eindruck, dass sie Spaß haben die Zuschauer mitgerissen.

Hinzu kamen kernige Aussagen von Haindling Frontmann Hans-Jürgen Buchner die nicht nur zum nachdenken anregen, sondern die eben Ängste, Scheu etc… nehmen. Schunkeln wollen wir eigentlich nicht, doch heute ist es ein Zeichen der Verbundenheit… Pfeifen ist eine Übung, um die Gesichtsmuskeln zu trainieren und Stehen ist eine gute Abwechslung zum stetigen sitzen…. und alles hat Haindling vorgemacht.

Diese Art Entertainment werde ich mir im Rahmen der Lernkultur-Auseinandersetzung wohl genauer anschauen. Denn alles was auf der Bühne passiert ist war ästhetisch ansprechend, gut durchgeplant … wirkte teilweise spontan…war aber zu jedem Zeitpunkt darauf gerichtet das Publikum zu integrieren…Es war nicht aufdringlich, hat aber trotzdem allen die Sicherheit gegeben (und vor allem auch die Erlaubnis) aus sich heraus zu gehen…

—-

Hier jetzt meine Anknüpfung zu Red Baraat, dem Konzert gestern im Rahmen von Enjoy Jazz (Konzertinfo hier).

Auch hier war eher älteres Publikum vertreten und trotzdem war ein ausgelassenes mitschwingen, springen, swingen… Es scheint, als haben wir nicht verlernt Spass zu haben und aktiv zu sein, sondern in vielen Situationen, bei vielen Gelegenheiten bilden wir uns ein, es sei nicht erwünscht…. ich wünsche mir ein Gedankenexperiment, wie Lernen in Kontext Erwachsenenbildung sein könnte, wenn man einmal so ausgelassen wie auf einem der beiden Konzerte mit dem Lernstoff arbeitet, sich so aktiv damit beschäftigt… und dabei Freude hat. Und lernen macht uns doch an sich Freude, der Körper schüttet beim Lernen (bzw. in manchen Phasen des Lernens) Glücksstoffe aus…Wieso bleibt oft so wenig übrig.

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Diese Jahr fanden in Karlsruhe das AKWM Symposium und das Knowledgecamp als verbundene Veranstaltungen statt, gemeinsames Hashtag #amk12.

Beide Hauptorganisatoren (Thomas Sohler und Karlheinz Pape) sind mir eng verbunden und beide schätze ich sehr. Doch leider hat mir dieses Jahr etwas Zentrales gefehlt, der Spirit vergangener Jahre. Was meine ich damit. Bisher hatten mich die Veranstaltungen an verschiedenen Stellen immer wieder überrascht, ich habe mir immer viel mitgenommen. Doch dieses Jahr war dies nur sehr partiell so. Auf dem AKWM war Prof. Braungart mit “Cradle to Cradle” überragend und auf dem Knowledgecamp hat mich die Session (Link hier) von Stephan Tanneberger sehr inspiriert … (more…)

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Mosaikisch zur Wissenschaft

Was uns prägt sind bestimmte Menschen, besondere Ort und Erlebnisse die unseren Horizont erweitern. Je mehr ich über die vergangene Woche in Wien nachdenke umso deutlicher wird mir – alles war dabei. Und auch wenn es die Menschen waren die mich geprägt haben, die klugen Anregungen und der besondere Stil, so waren es doch auch die Orte. Wien ist für mich ein Ort, an dem die Gedanken fliegen, ein Ort der Inspiration und einer besonderen Freiheit.

Doch es ist auch ein Ort, zu dem ich eine gewisse Distanz brauche um die Impulse zu verarbeiten… Zurück in Heidelberg wird mir klar welch wunderbare Chancen sich gerade auftun. Die Mitarbeit in einem sehr spannenden Cluster, die Chance in einem umsichtigen Kolleg meine Überlegungen zu präsentieren, zu diskutieren um sie anschließend zu schärfen. Aber auch die Chance direkt in einer anderen Kultur über Lernkultur nachzudenken, darüber nachzudenken wie GER und AUT unterschiedlich an die Dinge herangehen. Mein Eindruck ist, dass in AUT in der Wissenschaft mehr Herz stecken darf, mehr von der Person, mehr von den Überzeugungen. Es wird offen gelegt, dass Menschen immer aus bestimmten Perspektiven auf eine Sache blicken … und die jeweiligen Erfahrungen auch prägend sind.

An mir selbst habe ich an einem konkreten Beispiel festgestellt, dass aus meiner Sicht nicht ist, was nicht sein darf. Das Paradigma, das Ziel gibt vor was wahrzunehmen ist und in welcher Range sich die Ergebnisse zu bewegen haben. Doch was ist, wenn die Ergebnisse nicht in den vorher definierten Raum passen? – In Österreich scheint man sich damit auseinander zu setzen … das ist erstaunlich, denn ich ertappe mich zunehmen beim Vorgehen des Eupalinos (VALÉRY, P. (1932) Eupalinos: or, The architect,  Oxford University Press, H. Milford.), werfe zurück ins Meer was ich nicht verstehe, ignoriere was ich finde.

=> Wenn ich mir etwas als Wunsch für die nächsten drei Jahre der Diss. wünschen dürfte. Ich würde mir wünschen einen guten Umgang mit Dingen/ Erlebnissen/ Sachverhalten zu finden die ich nicht verstehe, insbesondere die Geduld die Dinge auf mich zukommen zu lassen und nicht vorschnell Schlüsse zu ziehen.

Oder wie es Marshall Mc Luhen aufzeigte, die Welt als Mosaik zu verstehen, welches nicht ein eindeutiges/ vorhersagbares Muster besitzt.

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