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Archive for the ‘Konferenz/ Unkonferenz’ Category

 

Am 04.06.2014 durfte ich beim oben genannten Summit (link) von Frank Siepmann in mehreren Rollen weiter Erfahrungen mit dem Thema „Lern-Kultur“ sammeln.

Konkret waren meine Rollen

  •  Referent Wake Up Call: „Gibt es wirklich nur „EINE“ richtige Lernkultur (Folien hier)
  •  Teilgeber World Cafe: (Hier haben wir uns Gedanken darüber gemacht, was wir unter Lernkultur verstehen, was wir mit Ihr erreichen möchten)
  • Fallgeber „eLearning Design Thinking“ moderiert von Martin Lindner (Link) mit dem Thema: „Wie erkenne ich meine Lernkultur?“

… dabei soll aber nicht untergehen, dass gerade die Pausengespräche eine große Bereicherung und Ergänzung waren – auch wenn ich ehrlich zugeben muss, dass es gerade auch durch diese intensiven Gespräch in Summe für mich zu viel war… ich leider beim BarCamp nicht mehr teilnehmen konnte, eine Pause einlegen musste.

Findings:

Da es eine Fülle zu berichten gibt, möchte ich mich auf die wichtigsten Merker/ Findings beschränken, also auf die Dinge dir für meine persönlichen Fragestellungen besonders relevant wahren.

1. Erfahrung Eröffnungsvortrag… und Gestaltung von 3 Programmpunkten

Beim Summit wurde mir nochmal deutlich, wie wichtig für mich Raum und Entschleunigung sind… sowie eine gute Absprache wie wir die Dinge tun. Konkret: Bei dem nächsten Vortrag werde ich vorher abstimmen wie die Vorstellung sein wird und wo ich dann stehe. Denn durch diese Unklarheit ist mein ganzer Einstieg durcheinander gekommen und ich habe mich die ersten 5min unsicher gefühlt; hatte wenig Präsenz.

Wie wichtig es ist in den Setting den Raum zu lassen um die Fragen zu verstehen, die Gruppe sich finden zu lassen und so ein „Einschwingen zu ermöglichen“ wurde wie angedeutet auch deutlich. Damit will ich nicht sagen, dass Andere es auch so machen müssen, doch ich möchte meinen „Flow“ eher anders erzeugen… eher den Raum bieten um sich auszubreiten als zu pushen.

2.) Aspekte & Perspektiven „meines“ Lern-Kulturmodells

Die Aspekte Verantwortung (für das Lernen), und zeitliche Gestaltung des Lernens sind nochmal hervorgehoben worden. Die Perspektiven Benefits (Also was haben die Beteiligten von einer bestimmten Ausgestaltung, warum ist es für sie so vorteilhaft… konkret hatten wir die Frage, warum soll ein Experte die Novizen anleiten… sie beim „Wissensaufbau“ unterstützen, onformell -> Reputation, Gefühl der Freigiebigkeit), Sinngebung (was hat es für eine Auswirkung für mich, warum ist es für mich relevant), Wirtschaftlichkeit (Unternehmerperspektive)  und Transfer in das „Funktionsfeld“

3.) Ergänzungen; neue Fragen

Durch die Inputs kam bei mir die Idee auf, dass ich über die Beschreibung der für mich besonders geeigneten Lehrenden; also PersonaS (PLURAL) eine gute Oberfläche entsteht, die zugleich die Aspekte und Perspektiven verschlankt. Es könnte ein Extra Teil sein.

Auch durch den Hinweis sich darüber Gedanken zu machen, wer denn alles noch eine „ähnliche“ Lernkultur hat, stellt sich die Frage der Systemgrenzen. Mit Blick auf Tobias Jenerts Studienprogrammkulturen könnte man fragen: Ist es eine Curriculums – eine Fakultäts- oder eine Universitäts- ( Organisations-) Kultur.

Ohne die Antwort vorweg zu nehmen, weil ich sie einfach noch nicht kenne… scheint es auf alle Fälle wichtig sich die Frage zu stellen, was ist noch Teil der „selben Kultur“ – und wo ist schon eine andere.

Mir geht dabei auch durch den Kopf, ob es nicht verschiedene Ebenen von „Lernkultur“ gibt, die sich in ihrem Abstraktionsgrad unterscheiden… aber in einer bestimmten Art kaskadierend aufgebaut sind. Aber auch hier bin ich mir noch nicht sicher… glaube aber es braucht ein Dreidimensionales Modell, dass das Verhältnis von

Lernkultur Ebene 0; Lernkultur Ebene 1; Lernkultur Ebene 2; Unternehmenskultur; Nationalkultur… darstellt. Wir kommen bei Zeiten darauf zurück.

Mein letzter Gedanke soll sich einem Pausengespräch und einem Input im World Cafe widmen, indem wir über das Wording „Lernkultur“ und die „Adressaten“ gesprochen haben. Dem Zitat von Bernd Schmid folgend „Kultur ist Chefsache oder findet nicht statt“ scheint klar, die Entwicklung und Suche nach der Lern-Kultur muss von der Geschäftsleitung betrieben werden, vom Unternehmer oder CEO… und eben nicht aus dem Personalbereich heraus. Warum? Die Prinzipien beim Lernen sollen mit den Prinzipien harmonieren wie gearbeitet wird, wie die Leistungserbringung erfolgt. Ist es anders… wünscht sich bspw. der Organisationsentwickler einer Bank „frei denkende Mitarbeiter“, kann dass zu enormen Schwierigkeiten in der Bank führen, wenn der Arbeitsalltag von genauer Regeleinhaltung, spezifischen Vorgaben und engmaschigen Prozessabläufen dominiert ist. Beim Lernen (Lernfeld) wird etwas gefördert, was im Arbeitskontext (Funktionsfeld) nicht angewendet werden kann… das führt im positiven Fall zum Vergessen, im negativen Fall zu einer Frustration der Mitarbeiter.

Fazit:

Lieber Frank, vielen Dank für den Lernraum den Du hier aufmachst, für die wunderbaren Begegnungen und die Erfahrungen… ich weiß es sehr zu schätzen und mach mich jetzt mal an die Abarbeitung der Inputs 😉

PS: Bilder und eine extra Zusammenfassung des “eLearning Design Thinking” folgen.

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Bild

 

Quelle: Eigenes Bild; Wuppertal Schwebebahn; oder “eine kleine Spittelau in black & white”

 

Dank der Impulse der Teilnehmer meiner „Lern-Kultur Session“ und den Hinweise von Prof. Dehnbostel kam mir doch noch eine Einsicht, die ich nachfolgend kurz darstellen möchte. Im Kern geht es um die Unterscheidung von „Lern-Kultur“ und der Programmatik im Diskurs um die „Neue Lernkultur“ (aufgebracht von Faulstich).

„Neue Lernkultur“

Lernkultur

–     Wie sieht „gutes Lernen“ aus

–     Welche Werte und Haltungen sind förderlich

–     Förderung der Selbstbestimmung des Lerners

 

 

–     Betrachtungsraum:
       allgemein

=>              Normativ

–     Was prägt das Lernen in eine spez. Kontext besonders?

–     Welche Bestandteile von Kultur kann ich beschreiben und ggf. vergleichen?

–     Was unterscheidet zwei Lernkulturen?

–     Über welche Aspekte bin ich mir bewusst?

–     Betrachtungsraum:
       spezifisch, kontextabhängig

=>              Deskriptiv

 Warum ist das wichtig?

Mein Eindruck aus der Session (Input & Doku) war, dass die Mitarbeiter der VHS gerne ihre Lernkultur verändern, entwickeln und gestalten wollen, aber mir nicht deutlich machen konnten was ihr Zielbild – ihre Zielvorstellung ist. Anders gesagt, die Teilnehmer sind sich darüber klar, dass sich das Lernen verändert und sie wollen diese Veränderungen zulassen. Wie sich das Lernen verändert, welche Formen als wünschenswert und förderlich gesehen werden … nach den Antworten darauf suchen sie in der Debatte um die „Neue Lernkultur“.

Da ich in meiner Session aber über eine förderliche Lernkultur für die jeweilige VHS, also für den jeweiligen Kontext sprechen wollte, versucht habe mit den Teilnehmern zu ergründen wie die Lern-Kultur in einer spezifischen VHS ausgeprägt ist… sind wir nicht übereingekommen.

Anders ausgedrückt. Die Teilnehmer wollten darüber sprechen wie sie den Wandel/ Change organisieren, und ich wollte erst über die aktuelle (Ist-) Situation sprechen und eine Soll-Situation ableiten.

In dem Gespräch mit Prof. Dehnbostel (das hoffentlich auch bald als Video verfügbar sein wird) wurde mir aber auch noch etwas anderes klar. Die Debatte um die „Neue Lernkultur“ ist geprägt von Annahmen über unsere Gesellschaft und die Entwicklung dieser. Vereinfacht gesprochen könnte man auch sagen, viele Überlegungen gründen darauf was wir über die „Wissensgesellschaft“ denken (also wie Arbeitsplätze beschaffen sind, welchen Informationszugang wir heute haben, wie wir unser Privatleben organisieren) und in welcher Zeit wir uns wähnen. Mein Stichwort ist hierfür die Postmoderne, die eine sehr kluge Freundin von mir kürzlich mit den Kerncharakteristika

–       Plural (Pluralität)

–       Krisenhaft (Krise)

–       Spielerisch (Spiel)

beschrieben hat. Dem folgend dreht sich der eine Diskurs darum, wie wir allgemein mit den gesellschaftlichen Herausforderungen umgehen wollen und welche Ausprägungen gutes Lernen auszeichnet. Ob und wie Inhalte in diesem Diskurs enthalten sind vermag ich leider noch nicht zu sagen, weil mir das Zusammenspiel mit dem Diskurs um Bildung noch nicht klar ist. Der andere Diskurs (Lern-Kultur) dreht sich darum, wie ich den Kontext des Lernens als kulturell geprägt begreifen kann, und wie ich mit Begriffen und Konzepten aus dem Bereich der Kultur, die relevanten Aspekte für gutes Lernen beschreiben kann.

Kurzes Fazit:

Anders als einer guten Freundin aus Innsbruck fällt es mir sehr schwer die Plurailität der Postmoderne zu denken. Ich schaffe es nicht auf dieser Ebene, also für so viele Plurale Kontexte über Bildung und gutes Lernen nachzudenken. Aus dem Grund, und weil ich überzeugt bin, dass „Context King“ ist, werde ich mich in Zukunft mehr um einen deskriptiven Ansatz bemühen. 

PS: Vielleicht fehlt mir auch einfach die Erfahrung und die Weisheit um das große ganze zu verstehen… und eines Tages traue ich mich auch an dieses Thema ran 🙂

 

 

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Viel ist passiert in diesem Herbst, in Stichpunktform seien zu nennen:

#GMW13; #CLC13 (Barcamp Corporate Learning); #DBVC-Sommercamp; #LearningConversations Florenz; #E-Learning-Summit Ludwigsburg; #ÖFEB13 Innsbruck; #LLL-Kolleg Krems + Wien; #Albertina – Matisse Ausstellung

und was man auch nicht vergessen sollte

#LernkulturDiskussionen in Innsbruck; #Konfrontation mit Feldenkrais Pädagogik in Alpbach und Darmstadt; #ÜberdenkenMeinerDiss; #NeuausrichtungMeinerDiss; #Präsentation DissÜberlegungen; #HinweisAufDeleuze (Was ist Philosophie? Was ist ein Begriff?); #UmsturzMeinesPrivatlebens; #AbschiedNehmen; #Umzug; #NeuPriorisierung; #Projektskizze für SRH

Um es kurz zu machen, es ist sehr viel passiert und in vielerlei Hinsicht wurde ich enorm geprägt. Was entscheidend dabei ist, die persönliche Entwicklung scheint mir zunehmend mit meiner wissenschaftlichen bzw. beruflichen Entwicklung zu korrelieren. Als Merker bzw. Learnings für die Zukunft möchte ich einige Aspekte herausgreifen, die mir besonders relevant scheinen.

In Florenz durfte ich lernen, wie viele Annahmen kulturell geprägt sind, ohne dass wir uns dies bewusst machen. Insbesondere, dass wir in bestimmten Strukturen denken und Dinge kombinieren, scheint mir nun zu tiefst vorgeprägt. Auch wie Kunst und Kultur zusammenspielen, wie prägend schöne Orte, einzelne Bilder sind – dies sollte man nie vergessen. (Siehe oben der Sonnenaufgang, oder eben auch die Bilder aus den Tiroler Alpen). Diese Eindrücke eröffnen neue Wege und geben Kraft.

Wie bereichernd offenes Feedback sein kann, durfte ich in Innsbruck erleben. Zugleich aber auch wie wichtig es ist Rückhalt zu bekommen, auf einen Menschen zu vertrauen, der wirklich da ist wenn man ihn braucht. Der einem hilft mit dem Feedback zu arbeiten, obwohl er oder sie selbst unter Druck stehen. (Wir erinnern uns an das Wunderbare und den wunderbaren Gedanken).

Was mir jedoch besonders wichtig ist, ist der Aspekt aus dem gewohnten Umfeld auszubrechen. Ich durfte mich in Österreich zwei Wochen meiner Dissertation widmen, ohne viel Ablenkung darüber nachdenken… mir Zeit nehmen die Gedanken weiter zu denken und nicht immer zu hetzen. Ohne die Feedbackschleifen wäre es sicher nicht so produktiv geworden, doch ich weiß jetzt, dass es eben die Konzentration braucht. Nur so konnte ich mir klar werden (hier nochmal herzlich Dank an Prof. Baumgartner für die Geduld) was meine Dissertationsarbeit leisten kann –und was eben nicht. (Siehe dazu zeitnah einen Beitrag, der auch auf meine Inhalte auf Wikiversity.org eingeht).

Dazu ist es aber auch notwendig Prioritäten zu setzen, Dinge auszulassen und  mal auf etwas zu verzichten – auch wenn man es sich zu tiefst wünscht. => Strategisch kluges Handeln ist entscheidend für die wissenschaftliche Arbeit, aber eben auch für das Privatleben.

Das ist ein anderer Weg als ihn Matisse beschreibt… doch auf seinen Weg, sein Zitat werde ich noch zu sprechen kommen. Bestimmt!

“Der Fauvismuss erschütterte die Tyrannei des Pointillismus. Er lässt sich in einem allzu ordentlichen Haushalt nicht leben. Also bricht man in die Wildnis auf, um sich einfachere Mittel zu beschaffen, die den Geist nicht ersticken!”
Quelle: Wandtext Albertina Wien

 

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Noch 2 Tage, dann startet das #clc13 in Frankfurt. Dort möchte ich ein Session-Angebot machen zum Thema Lernkultur…

dank LUTZ BERGER (@Lutzland) gibt es zur Vorbereitung ein kleines Video mit

– dem Grund der Session
– den angestrebten Output (Orientierung geben, gemeinsam Dimension gestalten und die RELEVANTEN Fragen erarbeiten) und
– dem Aufbau meiner Session:

DANKE LUTZ!!!

Die Präsentationsfolien sind ja bereits im letzten Artikel hinterlegt (siehe hier). Wer sich angesprochen fühlt von dem Thema und tiefer einsteigen möchte… für den habe ich auf Scribd eine erste Version meines Artikels zu “Lernkultur als (didaktische) Gestaltungsperspektive” eingestellt, hier die Vorschau (PDF Datei auch am Ende des Artikels):

Lernkultur Als Didaktische (Gestaltungs-) Perspektive Von Bildungsvorhaben #CLC13 by faittner

Der Beitrag berücksichtigt jedoch noch nicht das St. Gallener Modell zu Lernkultur bzw. zu “Studien Programmkultur” von Tobias Jenert (Publikationen gesamt: hier; Dissertation zu Lernkultur / Programmkultur, hier). Seine Ausführungen zur

– Pädagogisch-Interaktionale Dimension
– Individuelle Dimension
– Organisationale Dimension

muss ich noch ergänzen. Dies und einige Folien folgen in der nächsten Überarbeitungsschleife. Für den zeitliche Rückblick und die Nachzeichnung des Diskurses (vor allem die Grafik) gilt das ebenso. Dafür bietet der Artikel einen Zugang, um sich persönlich dem Thema zu nähern und in den WISSENSCHAFTLICHEN Diskurs einzusteigen. Soll heißen, für Praktiker nur bedingt geeignet 😉

Für die vielen Hinweise zur Überarbeitung möchte ich mich an der Stelle nochmal herzlich bei  Nina Grünberger bedanken, die mich  sehr tatkräftig und geduldig unterstützt hat!

… und nun auf zur Mixxt-Seite des #clc13, dort warten noch viele SessionVorschläge

PDF Download des Papers:

Lernkultur als didaktische (Gestaltungs-) Perspektive von Bildungsvorhaben #CLC13

 

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Nächste Woche Freitag/ Samstag (27/28.09.2013) findet in Frankfurt das 3. Corporate Learning Camp statt (Startseite hier). Nachdem ich mich auf den letzten Barcamps darüber beschwert habe, dass manche Session (Miniworkshops in denen alle als Teilgeber sich in das Thema einbringen) etwas lieblos oder wenig durchdacht durchgeführt wurden probiere ich einmal eine Vorbereitung für meine Session online durchzuführen.

Damit wird die Session sicher nicht zu einer “Flipped Session”, trotzdem bin ich gespannt ob Teilnehmer mit Vorkenntnissen in die Session kommen, oder ob Impulse verpuffen. Welche Impulse? Folgendes würde im Idealfall bereitgestellt:

  • Präsentation vorab (Check, Vorabversion steht auf Slidehare; am Ende des Posts embedded)
  • Kurzvideo zur Einführung (offen – ist mit Lutz für nächste Woche geplant)
  • Begleittext (offen, Idee: Meinen Text des Writers Workshops anpassen und bereitstellen)
  • Einstiegsseiten in Wikiversity (wird wohl nicht mehr klappen)
  • Diskussion auf der CLC Seite starten (geplant für Sonntag, nach der Bundestagswahl)

Als Ziel für die Session habe ich mir gesetzt, dass eine Diskussion darüber stattfindet, welche Fragen zu stellen sind wenn man versucht Lernen auf Basis eines Lernkulturkonstrukts zu organisieren und welche Dimensionen den Teilnehmern relevant erscheinen. Außerdem möchte ich Lernkultur etwas vom Klischee des “Modeworts” entlasten, indem ich darlege warum der Kulturbegriff (zumindest für meine Arbeit) passend scheint.

!!! Über Anregungen für die Session vorab freue ich mich sehr – und widme mich nun dem Vorbereitungstext

Hier der Vortrag direkt als PDF:

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Diese Tagung der Gesellschaft für Medien in der Wissenschaft (GMW) steht für mich im Lichte der Vereinfachung, des Reduktionismus und der Neu-Fokussierung. Was meine ich damit?

Es wäre ein Leichtes über die guten Beiträge zu sprechen, oder die bereichernden Gespräche im Rahmen der GMW (was mein pers. Hauptziel dieser GMW war) – doch soll es in diesem Blog ja über INSIGHTS oder zumindest Ideen gehen (dazu zeitnah ein Artikel über die Wissenschaft der Idee nach Bateson anlässlich des Philosophiertages in Karlsruhe gestern + Alfred North Whitehead), und nicht ein Protokoll. Was bleibt also bei mir hängen?

Überlegungen

Ich stelle fest, es gibt eine Tendenz darüber nachzudenken wie Medien das Lernen verändern sollten, anstatt darüber nachzudenken wie sich Lernen weiterentwickeln könnte und was die Anforderungen an die Medien sein könnten. Deutlich zu spüren war dies, als die einfache und funktionale Nutzung von Tools als wenig reflektiert interpretiert wurde. Hingegen ein komplexes PLE als erstrebenswert (also für jede Aufgabe das passende Tool). Da frage ich mich doch, was ist wesentlich? Meiner Ansicht nach ist es auch eine erstrebenswerte Fähigkeit, mit einfachen, gegebenen Mitteln die Aufgaben zu lösen und Tools so zu modifizieren oder zu nutzen, dass es eben zielführend ist. Ross und Reiter scheinen vertauscht.

Eines muss ich jedoch zugeben, darüber nachzudenken wie Medien eine veränderte, vielleicht sogar eine qualitativ höherwertige Partizipation, oder zumindest mehr Partizipation ermöglichen finde ich sehr bereichernd. Lernen hat häufig damit zu tun Lernanlässe zu schaffen, und Interaktion zu ermöglichen. Wenn diese Konfrontation mit dem Neuen (hier jetzt ein Sprung in die Bildungstheorie) zusammen mit anderen Lernern erfolgt, spricht vieles dafür, dass dies förderlich ist. Damit sind wir mitten in der Diskussion des Peer-Learnings, und in der Entgrenzung des Lernens (Kirchhöfer, 2005).

Mit Blick auf Rolf Schulmeisters Vortrag zu „den Erfolgsfaktoren des Lernens“ und dem Workshop zu Qualitätskriterien von Moocs möchte ich die Frage aufwerfen: ob man nicht die Lerner entscheiden sollte, was für sie erfolgreiches Lernen ist? Es klingt komisch, aber kann es nicht sein, dass sie die Qualität des Lernens an anderer Stelle zeigt -> z.B. im Privatleben, im sozialen Engagement oder im Job? Exkurs: Kürzlich wurde Jemandem in Heidelberg vorgeworfen einen sehr guten Job in der Schweiz bekommen zu haben, obwohl doch andere Studierende mit besseren Noten noch arbeitslos seien. Man fragt sich, ob das Studium (natürlich nur bezogen auf den Aspekt der Beschäftigungsfähigkeit!!!) das richtige geprüft hat.

Merker

Dank Ulf Ehlers und seinen Überlegungen im o.g. Workshop zur Mooc Qualität nehme ich für mich persönlich von der GMW auch direkt einen Lösungsansatz mit. Wie wäre es, wenn wir die sogenannten Badges (http://openbadges.org; 2013-09-08) weiterdenken. Man könnte ja sagen, die Institution gibt den Umfang mit der Art des Badges an (soetwas gabe es ja beim coer13 auch schon) und der Lernende ergänzt seine persönlichen Lernziele. Damit wäre beispielsweise gut nachvollziehbar, warum jemand an einem Mooc nur von Woche 3-8 teilnimmt.

-> Auf meiner imaginären Gedankenliste sind somit „ rollenspezifische, personalisierte Badges“ (RPBs). Die Dokumentation könnte über sehr vereinfachte E-Portfolios erfolgen. Wie diese  dem „minimalismus Gedanken“ angenähert werden habe ich mir auch schon überlegt… dazu aber mehr, wenn ich mit Max Völkel von Calpano gesprochen habe, vielleicht geht’s ja noch einfacher 😉

Body of Knowledge (Campus Westend Frankfurt)

Body of knowledge

KIRCHHÖFER, D. (2005). Grenzen der Entgrenzung : Lernkultur in der Veränderung:  Frankfurt am Main, Lang.

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Rollen: Autor (Team mit Christine Knieriemen); Zitat-Prüfer/ Korrektor

Arbeiten online

Das Projekt L3T ist geprägt von der Arbeit online. Der Artikel von Christine Knieriemen und mir ist entstanden, ohne ein einziges persönliches Treffen. Zur Erstellung haben wir statt dessen Telefonate; Skype-Videokonferenzen; ein Etherpad und die Dropbox genutzt. Diese Art des „virtuellen Arbeitens“ kann in vielen Bereichen heute als selbstverständlich gesehen werden. Und ja, ich sollte nicht nur daran gewöhnt sein sondern dies auch unterstützen.

Im Rahmen des Verfassens ist mir jedoch bewusst geworden, dass ich immernoch anders ticke. Ich möchte mein Gegenüber gerne kennen. Ich möchte Treffen vor Ort um mich auszutauschen und gemeinsam Passagen besprechen… ich möchte eine analoge Komponente. Brauche eine analoge Komponente um mich wirklich auf einen Text einzulassen.

Arbeiten in der Gruppe (analog)

Um dem Rechnung zu tragen, bin ich zur Alexander Florian an die BW Uni nach München gefahren. Auch wenn er mir prophezeit hat, außer Dir wird wohl niemand kommen, wollte ich das nicht glauben, habe mich auf die Reise gemacht … um dann doch alleine in dem wunderbar vorbereiteten Seminarraum zu arbeiten (oder sagen wir fast alleine, Christine und eine sehr liebe Freundin waren zeitweise via Skype präsent). Spätestens da habe ich gemerkt, wie wichtig für mich die gemeinsame Arbeit vor Ort ist. Dies gilt umso mehr, da ich noch wenige Artikel geschrieben habe, mir beim zitieren auch häufig nicht sicher war (da ich APA normalerweise nicht nutze). -> Merker: Ich muss für mich analoge Arbeits- und Lernphasen schaffen, um meine Projekte zu realisieren.

Fremde Texte; Defizite im Zitieren und Unsicherheit

Arbeite ich an meinen eigenen Texten, ist klar, falsche Zitate stammen von mir. Arbeite ich an Fremden Texten, werden Fehler dem Autor zugerechnet. Damit tue ich mir schwer, vor allem wenn ich unsicher bin. Die Überarbeitung eines Textes, der max. 2h dauern sollte, dauerte so teilweise 5h und mehr. Ich hatte sorge, Fehler zu machen.

Dies macht mich noch mal sensibler für die Planung bzw. bei der Konzeption für die Lernsettings am Institut. Es ist notwendig die Medienkomponenten gut zu erklären, gute Hilfestellungen zu geben und Raum zum erproben. -> Merker: Lieber mehr Unterstützung einplanen, denn wenn die negativ Spirale anfängt, geht das ganz schnell bergab.

Danksagung

Ganz wichtig: Danke Martin Ebner, Sandra Schön, Timo van Treek, Christine Knieriemen, Alexander Florian… und den vielen Anderen, dass ich Erfahrungen sammeln durfte. Es ist ein tolles Projekt, dass Ihr auf die Beine gestellt habt… was nicht nur Erfahrungen ermöglicht, sondern auch wunderbare Artikel hervorbringt, Anlässe für gemeinsames Lernen und aktuelle Einführungen

!!! DANKE L3T

 

Mehr zu L3T unter

http://l3t.eu/2.0/

 

Serpentinen, Berge, Tiefe und Nebel

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