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Archive for the ‘Fokus’ Category

Was sind die Treiber eines neuen Narrativs?

 

Diesen Dienstag dachten Bernd und Tomáš gemeinsam darüber nach, wie sich unser Wirtschaftssystem verändern ließe, was die entscheidenden Aspekte bei dieser Veränderung sind… und wie man dies fassen könnte.

Für mich als Außenstehender war sehr spannend zu sehen, dass sie es zum einen über Geschichten, Metaphern … und Frameworks (Frames of References; inhaltliche Ebene) versuchten und zum anderen wie sie gemeinsam/ miteinander nachdachten  -oder sich eben nicht auf dies einließen was der Andere einwirft – man könnte es auch ein Bissl als Rosinenpicken bezeichnen… oder eben als Fokus.

 

-> Für mich folgenden daraus die beiden Lernfelder:

1.) Was kann ich von den beiden als Persönlichkeit lernen

2.) Was habe ich inhaltlich verstanden.

-> und zusätzlich Anregungen für die Gestaltung meiner Diss.

Aus Zeitgründen möchte ich jetzt nur auf 2.) und die Diss. eingehen.

Auf Basis des Gesprächs habe ich für mich eine Mindmap erstellt, die mir Hinweise gibt, was das neue „Wirtschaftsnarrativ“ prägen könnte – und oh wunder, es scheint mir sehr ähnlich dem, was die „Neue Lernkultur“ prägen könnte. Meine Überlegungen finden sich am Anfang des Artikels (Mindmap)…  Kommentare dazu sind herzlich willkommen.

 Für meine Diss.

In dem Gespräch wurde mir nochmal deutlich, dass es sinnvoll scheint keine großen Theorien zu erstellen, wie versuchen genau zu erfassen was „denn der Fall ist“. Sondenr es geht er darum

  • Ein Modell/ mehrere kleine Modelle zu bauen, welches Orientierung gibt
  • Die Modelle als Mosaik begreifen; damit sind sie nicht ein System, müssen aber zueinander passen
  • Unschärfe bewusst zulassen, so dass Spielräume entstehen (und Flexibiltät)
  • Für das Verständnis das Modell mit Metaphern und Geschichten hinterlegen
  • Hinweis Prosa: Die Kunst ist es nicht die Oberfläche detailreich zu beschreiben, sondern mit der Beschreibung ein Verständnis für die darunterliegenden Schichten zu erzeugen, erfahrbar zu machen – eben anhand der Oberfläche

Und letztlich kommt noch der Aspekt der Demut hinzu. Es ist kein Zeichen von Reife wenn man glaubt man könne alles erklären... sondern ein Zeichen von Verständnis, wenn man die Begrenztheit seines Ansatzes erkennt

-> Ganz wichtig ist es zu verdeutlichen was das Modell leisten kann, wozu es gedacht ist… und wo eben die Grenzen liegen. Hier gibt es ja auch den Hinweis von Popper… ein Modell muss auch widerleg bar sein (prinzipiell).

 

PS: Ob uns die großen Geschichten abhanden gekommen sind; verschwunden sind wie Lyotard sagt kann ich nicht einschätzen. Doch dass es neben dem „wissenschaftlichen Wissen“ auch einen Bereich geben sollte in dem wir „lebensnah“ oder eben „narrativ“ die Dinge fassen … finde ich gut. Noch besser, wie in Fallstudien fände ich es aber, wenn wir dies wieder zusammenbringen 😉

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Spitzen

Spitzen sind etwas ganz besonderes. Sie laufen in einem Punkt zusammen, man könnte auch sagen sie fokussieren einen Punkt und häufig schauen Menschen zu ihnen auf, egal ob Turm oder Professor. Auch Berge haben Spitzen, häufig sogar mehr als eine- zu ihnen schauen wir ebenfalls eher hinauf als herab.
Salzburger Spitzen (seitlich)
Doch Spitzen kann man nunmal von der Seite, von oben, aus verschiedenen Winkeln und Perspektiven betrachten… womit sich ihre Anmutung verändert. In den letzten Tagen habe ich vermehrt über solche Perspektiven nachgedacht, und darüber was jemand der die gleiche Perspektive wie ich eingenommen hatte wohl gesehen hat . Ist Ihm die Spitze aufgefallen? Hat er sich Gedanken über sie gemacht? Hat sie für ihn einen Unterschied gemacht?
AUT Juni 2013--3
Pferdewäsche Salzburg
Auf meiner Tour bin ich durch die obige Beschäftigung noch auf ein anderes Phänomen gestoßen, bzw. habe versucht mich ihm photographisch, also bildlich zu nähern, dem Zusammenspiel von Kultur und Natur. Mit Descola gefragt, warum sollen das Gegensätze sein? Oder mit Bezug zu Bernd Schmid, wie ließen sie sich zusammendenken?
Die Bilder geben einen ersten Ansatz. WIR könnten von verschiedenen Richtungen kucken, könnten über Vordergrund und Hintergrund nachdenken, über Passung …. ünd darüber welchen Gewinn eine intentional und klug gestaltete Verbindung stiften könnte.
Um Missverständnisse zu vermeiden – die Bilder sind in Salzburg, einer der kulturellen Hochburgen der Kunst entstanden, doch beziehe ich mich hier nicht auf Kultur im Singular, sondern auf Kulturen im Plural. Ich möchte darüber nachdenken wie sich bewusst in die Kultur integrierte Natur auf die Kulturgemeinschaft auswirkt. Dies könnte zum einen ein ästhetischer Gewinn sein wie in den Bildern – ber was könnte es uns noch ermöglichen/ schenken???
… Für Hinweise wäre ich sehr dankbar
PS: Hier weitere Highlights, meiner photographischen Annäherung

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Sollte man dies so stehen lassen?

Im Rahmen dieser Arbeit soll Wissen als ein Konzept verstanden werden, in dem Individuen im Lernprozess Kenntnisse aufbauen bzw. für sich konstruieren. Diese Kenntnisse stellen verarbeitete Informationen dar, welche vernetzt, bewertet und „verstanden“ wurden. Dieses Wissen kann expliziert und in Form von Texten oder Sprache als Information für andere bereitgestellt werden, verliert dabei jedoch den Status des Wissens. Auf Ebene der Gesellschaft erfolgt die Falsifikation des Wissens im Diskurs, indem Experten sich argumentativ wiederlegen oder bestätigen. Die Begriffe „Wissensdatenbank“ oder „Knowledgebase“ werden explizit abgelehnt.

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Es geht weiter mit dem Versuch, Wissen graphisch zu fassen. Über die Frage des Blickwinkels und die Wahrnehmung hinaus hier ein Versuch auf Wissen in seiner Form zu einzugehen. Einschränkung: Wissensformen sind fließend und der Begriff des Wissens kann mit einem Kontinuum besser als Analogie dargestellt werden. Doch diese Darstellungen sind weniger greifbar und wenig zum Einstieg in das Thema geeignet. Aus diesem Grund soll die Grafik eine Stufe darstellen, die hilft sich dem Wissensbegriff zu nähern, und keine abschließende Zusammenfassung. Sie ist eher als technokratischer Gegenpol zu den abstrakten Ausführungen des Konstruktivismus zu sehen.

Kernaussagen der Grafik:

  • Es gibt zwei Ebenen auf denen man auf Wissen blicken kann, die Ebene des Individuums (des Menschen) und die Ebene der Gesellschaft, der Organisation, des Systems, das außerhalb des menschlichen Systems angeordnet ist
  • Wissen ist mehr als Zeichen, Daten und Informationen
  • Wissen selbst kann nur in Menschen “gespeichert” werden, aber die Informationen unterstützen den Wissensaufbau und die “Wissensnutzung” (in Form von Daten oder Informationen)
  • Handeln ist häufig verbunden mit Handeln
  • Es können verschiedene Formen des Wissens unterschieden werden, hierbei greift sehr stark die Prägung durch die Perspektive.

Idee: der obere, rechte Quadrant könnte auch dem Kontinuum des Wissens gewidmet werden, da North vielleicht doch nicht die Relevanz hat im Rahmen dieser Arbeit… auf der andren Seite hilft seine Ausarbeitung die Nutzung von Wissen und die zentrale Rolle von Lernen zu unterstreichen …

Wie auch bei den anderen Grafiken, wieder die Bitte um Feedback. Bei Bedarf, kann ich auch gerne die Quellen offen legen, mittelfristig werde ich dies auf Wikiversity und natürlich in meiner Abschlussarbeit tun … ich irgendwie publiziert werden wird.

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Das Educamp Köln verbinde ich mit einer persönlichen Lektion. Aus diesem Grund möchte ich untypisch für diesen Blog neben den theoretischen Überlegungen auch einen persönlichen Arktikel verfassen – der fachlich interessierte Leser möchte mir dies nachsehen.

Am Samstag habe eine Session zu Medien, Wissen und Lernen gehalten (Forum, Etherpad). Im Vorfeld hatte ich mir überlegt, ob ich viel vorbereiten soll, oder offen in die Session gehe und gespannt bin was passiert. Meine Sorge dabei war, dass in den gegebenen 45min zu den Knackpunkten, also den Wirkungen komme. Ich habe mich aus meiner Sicht für ein sehr offenes Format entschieden, wozu es allerdings die folgenden Kritikpunkte gab:

  • die Session war wie Schulunterricht aufgebaut
  •  bei vielen Fragen hatten ich das Gefühl, die Antwort wäre schon Dir schon bekannt (Frage nur als Hinleitung zu XXX)
  • Du hast zu viel gesteuert und nicht nur Strukturiert
  • es fehlten eindeutige, vielschichtige Modelle/ Definitionen, so wurde die Darstellung dem Thema nicht gerecht

… es gab aber auch positive Stimmen:

  • bei vielen Session bleiben kommen wir zu keinem Ergebnis, ich finde es gut mit einem Fokus zu moderieren
  • Du als Sessiongeber hast ja ein Interesse an einem bestimmten Thema,

Mich hat die Kritik getroffen. Nicht weil sie unberechtigt gewesen wäre, sondern gerade weil mir Defizite bewusst werden. Ich finde es gut, wenn keine unberechtigte Lobhudelei gefeedbacked wird. Doch komme ich zu einem anderen Ergebnis als die meisten erwarten => was mache ich also anders…

  • ich gebe mir wieder mehr Mühe in der Vorbereitung (Kerndarstellungen, Folien)
  •  ich mache mir vorher bewusst was ich will, was mein Ziel ist
  • ich mache die Agenda (bzw. die Kernfragen) sichtbar und trage Sorge dafür, dass sie während der Session sichtbar bleiben
  • ich kläre vorher mit den Teilnehmern, ob mein angestrebtes vorgehen (und meine Haltung) i.O. sind => Stichwort: Contracting
  • ich lasse ein Tonband laufen, damit ich im Rückblick nochmal hören kann, wie ich formuliert habe und in welchem Ton

+ ich arbeite nochmal die Session vom #ecbi11 durch, in der die Göre die Durchführung guter Sessions erarbeitet hat.

+ ich appelliere hier in meinem Blog alle Rezipienten dazu, ihre Ideen als Kommentar zu ergänzen. Dafür im Voraus schon mal vielen Dank!

Für Persönliches Feedback an der Stelle schon mal vielen Dank an Herrn Larbig, Jana, Julia M., Anja L. und die weiteren aktiven Teilnehmer der Session!

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