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Archive for the ‘Dissertation’ Category

 

Am 04.06.2014 durfte ich beim oben genannten Summit (link) von Frank Siepmann in mehreren Rollen weiter Erfahrungen mit dem Thema „Lern-Kultur“ sammeln.

Konkret waren meine Rollen

  •  Referent Wake Up Call: „Gibt es wirklich nur „EINE“ richtige Lernkultur (Folien hier)
  •  Teilgeber World Cafe: (Hier haben wir uns Gedanken darüber gemacht, was wir unter Lernkultur verstehen, was wir mit Ihr erreichen möchten)
  • Fallgeber „eLearning Design Thinking“ moderiert von Martin Lindner (Link) mit dem Thema: „Wie erkenne ich meine Lernkultur?“

… dabei soll aber nicht untergehen, dass gerade die Pausengespräche eine große Bereicherung und Ergänzung waren – auch wenn ich ehrlich zugeben muss, dass es gerade auch durch diese intensiven Gespräch in Summe für mich zu viel war… ich leider beim BarCamp nicht mehr teilnehmen konnte, eine Pause einlegen musste.

Findings:

Da es eine Fülle zu berichten gibt, möchte ich mich auf die wichtigsten Merker/ Findings beschränken, also auf die Dinge dir für meine persönlichen Fragestellungen besonders relevant wahren.

1. Erfahrung Eröffnungsvortrag… und Gestaltung von 3 Programmpunkten

Beim Summit wurde mir nochmal deutlich, wie wichtig für mich Raum und Entschleunigung sind… sowie eine gute Absprache wie wir die Dinge tun. Konkret: Bei dem nächsten Vortrag werde ich vorher abstimmen wie die Vorstellung sein wird und wo ich dann stehe. Denn durch diese Unklarheit ist mein ganzer Einstieg durcheinander gekommen und ich habe mich die ersten 5min unsicher gefühlt; hatte wenig Präsenz.

Wie wichtig es ist in den Setting den Raum zu lassen um die Fragen zu verstehen, die Gruppe sich finden zu lassen und so ein „Einschwingen zu ermöglichen“ wurde wie angedeutet auch deutlich. Damit will ich nicht sagen, dass Andere es auch so machen müssen, doch ich möchte meinen „Flow“ eher anders erzeugen… eher den Raum bieten um sich auszubreiten als zu pushen.

2.) Aspekte & Perspektiven „meines“ Lern-Kulturmodells

Die Aspekte Verantwortung (für das Lernen), und zeitliche Gestaltung des Lernens sind nochmal hervorgehoben worden. Die Perspektiven Benefits (Also was haben die Beteiligten von einer bestimmten Ausgestaltung, warum ist es für sie so vorteilhaft… konkret hatten wir die Frage, warum soll ein Experte die Novizen anleiten… sie beim „Wissensaufbau“ unterstützen, onformell -> Reputation, Gefühl der Freigiebigkeit), Sinngebung (was hat es für eine Auswirkung für mich, warum ist es für mich relevant), Wirtschaftlichkeit (Unternehmerperspektive)  und Transfer in das „Funktionsfeld“

3.) Ergänzungen; neue Fragen

Durch die Inputs kam bei mir die Idee auf, dass ich über die Beschreibung der für mich besonders geeigneten Lehrenden; also PersonaS (PLURAL) eine gute Oberfläche entsteht, die zugleich die Aspekte und Perspektiven verschlankt. Es könnte ein Extra Teil sein.

Auch durch den Hinweis sich darüber Gedanken zu machen, wer denn alles noch eine „ähnliche“ Lernkultur hat, stellt sich die Frage der Systemgrenzen. Mit Blick auf Tobias Jenerts Studienprogrammkulturen könnte man fragen: Ist es eine Curriculums – eine Fakultäts- oder eine Universitäts- ( Organisations-) Kultur.

Ohne die Antwort vorweg zu nehmen, weil ich sie einfach noch nicht kenne… scheint es auf alle Fälle wichtig sich die Frage zu stellen, was ist noch Teil der „selben Kultur“ – und wo ist schon eine andere.

Mir geht dabei auch durch den Kopf, ob es nicht verschiedene Ebenen von „Lernkultur“ gibt, die sich in ihrem Abstraktionsgrad unterscheiden… aber in einer bestimmten Art kaskadierend aufgebaut sind. Aber auch hier bin ich mir noch nicht sicher… glaube aber es braucht ein Dreidimensionales Modell, dass das Verhältnis von

Lernkultur Ebene 0; Lernkultur Ebene 1; Lernkultur Ebene 2; Unternehmenskultur; Nationalkultur… darstellt. Wir kommen bei Zeiten darauf zurück.

Mein letzter Gedanke soll sich einem Pausengespräch und einem Input im World Cafe widmen, indem wir über das Wording „Lernkultur“ und die „Adressaten“ gesprochen haben. Dem Zitat von Bernd Schmid folgend „Kultur ist Chefsache oder findet nicht statt“ scheint klar, die Entwicklung und Suche nach der Lern-Kultur muss von der Geschäftsleitung betrieben werden, vom Unternehmer oder CEO… und eben nicht aus dem Personalbereich heraus. Warum? Die Prinzipien beim Lernen sollen mit den Prinzipien harmonieren wie gearbeitet wird, wie die Leistungserbringung erfolgt. Ist es anders… wünscht sich bspw. der Organisationsentwickler einer Bank „frei denkende Mitarbeiter“, kann dass zu enormen Schwierigkeiten in der Bank führen, wenn der Arbeitsalltag von genauer Regeleinhaltung, spezifischen Vorgaben und engmaschigen Prozessabläufen dominiert ist. Beim Lernen (Lernfeld) wird etwas gefördert, was im Arbeitskontext (Funktionsfeld) nicht angewendet werden kann… das führt im positiven Fall zum Vergessen, im negativen Fall zu einer Frustration der Mitarbeiter.

Fazit:

Lieber Frank, vielen Dank für den Lernraum den Du hier aufmachst, für die wunderbaren Begegnungen und die Erfahrungen… ich weiß es sehr zu schätzen und mach mich jetzt mal an die Abarbeitung der Inputs 😉

PS: Bilder und eine extra Zusammenfassung des “eLearning Design Thinking” folgen.

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Was sind die Treiber eines neuen Narrativs?

 

Diesen Dienstag dachten Bernd und Tomáš gemeinsam darüber nach, wie sich unser Wirtschaftssystem verändern ließe, was die entscheidenden Aspekte bei dieser Veränderung sind… und wie man dies fassen könnte.

Für mich als Außenstehender war sehr spannend zu sehen, dass sie es zum einen über Geschichten, Metaphern … und Frameworks (Frames of References; inhaltliche Ebene) versuchten und zum anderen wie sie gemeinsam/ miteinander nachdachten  -oder sich eben nicht auf dies einließen was der Andere einwirft – man könnte es auch ein Bissl als Rosinenpicken bezeichnen… oder eben als Fokus.

 

-> Für mich folgenden daraus die beiden Lernfelder:

1.) Was kann ich von den beiden als Persönlichkeit lernen

2.) Was habe ich inhaltlich verstanden.

-> und zusätzlich Anregungen für die Gestaltung meiner Diss.

Aus Zeitgründen möchte ich jetzt nur auf 2.) und die Diss. eingehen.

Auf Basis des Gesprächs habe ich für mich eine Mindmap erstellt, die mir Hinweise gibt, was das neue „Wirtschaftsnarrativ“ prägen könnte – und oh wunder, es scheint mir sehr ähnlich dem, was die „Neue Lernkultur“ prägen könnte. Meine Überlegungen finden sich am Anfang des Artikels (Mindmap)…  Kommentare dazu sind herzlich willkommen.

 Für meine Diss.

In dem Gespräch wurde mir nochmal deutlich, dass es sinnvoll scheint keine großen Theorien zu erstellen, wie versuchen genau zu erfassen was „denn der Fall ist“. Sondenr es geht er darum

  • Ein Modell/ mehrere kleine Modelle zu bauen, welches Orientierung gibt
  • Die Modelle als Mosaik begreifen; damit sind sie nicht ein System, müssen aber zueinander passen
  • Unschärfe bewusst zulassen, so dass Spielräume entstehen (und Flexibiltät)
  • Für das Verständnis das Modell mit Metaphern und Geschichten hinterlegen
  • Hinweis Prosa: Die Kunst ist es nicht die Oberfläche detailreich zu beschreiben, sondern mit der Beschreibung ein Verständnis für die darunterliegenden Schichten zu erzeugen, erfahrbar zu machen – eben anhand der Oberfläche

Und letztlich kommt noch der Aspekt der Demut hinzu. Es ist kein Zeichen von Reife wenn man glaubt man könne alles erklären... sondern ein Zeichen von Verständnis, wenn man die Begrenztheit seines Ansatzes erkennt

-> Ganz wichtig ist es zu verdeutlichen was das Modell leisten kann, wozu es gedacht ist… und wo eben die Grenzen liegen. Hier gibt es ja auch den Hinweis von Popper… ein Modell muss auch widerleg bar sein (prinzipiell).

 

PS: Ob uns die großen Geschichten abhanden gekommen sind; verschwunden sind wie Lyotard sagt kann ich nicht einschätzen. Doch dass es neben dem „wissenschaftlichen Wissen“ auch einen Bereich geben sollte in dem wir „lebensnah“ oder eben „narrativ“ die Dinge fassen … finde ich gut. Noch besser, wie in Fallstudien fände ich es aber, wenn wir dies wieder zusammenbringen 😉

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Bild

 

Quelle: Eigenes Bild; Wuppertal Schwebebahn; oder “eine kleine Spittelau in black & white”

 

Dank der Impulse der Teilnehmer meiner „Lern-Kultur Session“ und den Hinweise von Prof. Dehnbostel kam mir doch noch eine Einsicht, die ich nachfolgend kurz darstellen möchte. Im Kern geht es um die Unterscheidung von „Lern-Kultur“ und der Programmatik im Diskurs um die „Neue Lernkultur“ (aufgebracht von Faulstich).

„Neue Lernkultur“

Lernkultur

–     Wie sieht „gutes Lernen“ aus

–     Welche Werte und Haltungen sind förderlich

–     Förderung der Selbstbestimmung des Lerners

 

 

–     Betrachtungsraum:
       allgemein

=>              Normativ

–     Was prägt das Lernen in eine spez. Kontext besonders?

–     Welche Bestandteile von Kultur kann ich beschreiben und ggf. vergleichen?

–     Was unterscheidet zwei Lernkulturen?

–     Über welche Aspekte bin ich mir bewusst?

–     Betrachtungsraum:
       spezifisch, kontextabhängig

=>              Deskriptiv

 Warum ist das wichtig?

Mein Eindruck aus der Session (Input & Doku) war, dass die Mitarbeiter der VHS gerne ihre Lernkultur verändern, entwickeln und gestalten wollen, aber mir nicht deutlich machen konnten was ihr Zielbild – ihre Zielvorstellung ist. Anders gesagt, die Teilnehmer sind sich darüber klar, dass sich das Lernen verändert und sie wollen diese Veränderungen zulassen. Wie sich das Lernen verändert, welche Formen als wünschenswert und förderlich gesehen werden … nach den Antworten darauf suchen sie in der Debatte um die „Neue Lernkultur“.

Da ich in meiner Session aber über eine förderliche Lernkultur für die jeweilige VHS, also für den jeweiligen Kontext sprechen wollte, versucht habe mit den Teilnehmern zu ergründen wie die Lern-Kultur in einer spezifischen VHS ausgeprägt ist… sind wir nicht übereingekommen.

Anders ausgedrückt. Die Teilnehmer wollten darüber sprechen wie sie den Wandel/ Change organisieren, und ich wollte erst über die aktuelle (Ist-) Situation sprechen und eine Soll-Situation ableiten.

In dem Gespräch mit Prof. Dehnbostel (das hoffentlich auch bald als Video verfügbar sein wird) wurde mir aber auch noch etwas anderes klar. Die Debatte um die „Neue Lernkultur“ ist geprägt von Annahmen über unsere Gesellschaft und die Entwicklung dieser. Vereinfacht gesprochen könnte man auch sagen, viele Überlegungen gründen darauf was wir über die „Wissensgesellschaft“ denken (also wie Arbeitsplätze beschaffen sind, welchen Informationszugang wir heute haben, wie wir unser Privatleben organisieren) und in welcher Zeit wir uns wähnen. Mein Stichwort ist hierfür die Postmoderne, die eine sehr kluge Freundin von mir kürzlich mit den Kerncharakteristika

–       Plural (Pluralität)

–       Krisenhaft (Krise)

–       Spielerisch (Spiel)

beschrieben hat. Dem folgend dreht sich der eine Diskurs darum, wie wir allgemein mit den gesellschaftlichen Herausforderungen umgehen wollen und welche Ausprägungen gutes Lernen auszeichnet. Ob und wie Inhalte in diesem Diskurs enthalten sind vermag ich leider noch nicht zu sagen, weil mir das Zusammenspiel mit dem Diskurs um Bildung noch nicht klar ist. Der andere Diskurs (Lern-Kultur) dreht sich darum, wie ich den Kontext des Lernens als kulturell geprägt begreifen kann, und wie ich mit Begriffen und Konzepten aus dem Bereich der Kultur, die relevanten Aspekte für gutes Lernen beschreiben kann.

Kurzes Fazit:

Anders als einer guten Freundin aus Innsbruck fällt es mir sehr schwer die Plurailität der Postmoderne zu denken. Ich schaffe es nicht auf dieser Ebene, also für so viele Plurale Kontexte über Bildung und gutes Lernen nachzudenken. Aus dem Grund, und weil ich überzeugt bin, dass „Context King“ ist, werde ich mich in Zukunft mehr um einen deskriptiven Ansatz bemühen. 

PS: Vielleicht fehlt mir auch einfach die Erfahrung und die Weisheit um das große ganze zu verstehen… und eines Tages traue ich mich auch an dieses Thema ran 🙂

 

 

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Rundungen, Lichter und Gewächse

… ein Zitat von Prof. Paul Kirchhof im Rahmen des Karl Jaspers Preises 2014 in Heidelberg.

Wann hat man etwas wirklich durchdrungen? Wann hat man etwas wirklich „verstanden“? Oder anders gefragt, wann hat man mehr als eine bloße Meinung?

Diese Fragen führen etwas in die Irre, da sie dazu verführen wieder die Frage nach Wissen und Expertentum zu diskutieren. Doch sind sie eben auch die Basis um sich mit „interdisziplinären Betrachtungen“ – mit Grenzgängen auseinander zu setzen.

Zur Verdeutlichung ein kleines Beispiel aus meiner Arbeitswelt. Wenn ich ein Video einer isb Veranstaltung frei ins Netz stelle, reichen grundlegende Kenntnisse in der Computerbedienung nicht aus. Ich muss über juristisches Wissen verfügen um zu entscheiden wen ich zeigen darf und welche Musik ich einspielen kann, ich benötige ein Grundwissen über Medienformate, um zu entscheiden wie ich das Video exportiere und ich benötige fachliche Kenntnisse, um einen passenden Abstract zu erstellen.

Bin ich deshalb Experte in der Technik oder in der Medienwissenschaft? Nein, aber ich habe zumindest eine Erfahrung gemacht was funktioniert,  z.B. welche Formate besser verarbeitet werden. Diese Erfahrung versetzt mich in die Lage etwas zu vollbringen – und einen besseren Weg einzuschlagen, als wenn ich die Erfahrungen nicht hätte.

Vor dem Hintergrund dieser kleinen Geschichte, möchte ich nun meine Überlegungen zu wissenschaftlichen Grenzgängen entfalten – die hier nur als erster loser Gedankensplitter aufscheinen können und sollen, schlicht damit ich sie nicht vergesse.

Und zwar geht es mir darum, wann man sich trauen kann einen Umstand/ ein Objekt aus mehreren Perspektiven, Professionen bzw. Fachgebieten zu betrachten. Wann ist das eigene Verständnis von dem Handwerkszeug eines Faches groß genug, um es anwenden zu können? Wann darf ich mich als Pädagoge trauen neurowissenschaftlich zu argumentieren? Wann darf ich als Pädagoge sozialwissenschaftliche oder historisch argumentieren? Wie viel Kenntnis von dem Zusammenhängen brauche ich? Oder anders gesagt, wann bin ich Experte genug um mir eine Äußerung zuzutrauen?

Reicht es aus, ein Buch zum Thema gelesen zu haben? Reicht es, einen Vortrag zu gehört zu haben? Muss ich selbst eine Studie dazu gemacht haben oder ein Studium absolviert haben? In wie fern hilft mir sauberes Zitieren, das kenntlich machen in dieser Situation? Oder anders gefragt, wie viel Meinung darf in einem guten Paper stecken und wie viel Fachkenntnis (oder eben Einsicht) ist notwendig?

Eine Antwort habe ich heute nicht, doch die Frage wird sicher in meiner Diss. aufscheinen – wenn es um die Perspektiven geht, mit denen einzelne relevante Aspekte einer spezifischen Lernkultur betrachtet werden sollen.

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Viel ist passiert in diesem Herbst, in Stichpunktform seien zu nennen:

#GMW13; #CLC13 (Barcamp Corporate Learning); #DBVC-Sommercamp; #LearningConversations Florenz; #E-Learning-Summit Ludwigsburg; #ÖFEB13 Innsbruck; #LLL-Kolleg Krems + Wien; #Albertina – Matisse Ausstellung

und was man auch nicht vergessen sollte

#LernkulturDiskussionen in Innsbruck; #Konfrontation mit Feldenkrais Pädagogik in Alpbach und Darmstadt; #ÜberdenkenMeinerDiss; #NeuausrichtungMeinerDiss; #Präsentation DissÜberlegungen; #HinweisAufDeleuze (Was ist Philosophie? Was ist ein Begriff?); #UmsturzMeinesPrivatlebens; #AbschiedNehmen; #Umzug; #NeuPriorisierung; #Projektskizze für SRH

Um es kurz zu machen, es ist sehr viel passiert und in vielerlei Hinsicht wurde ich enorm geprägt. Was entscheidend dabei ist, die persönliche Entwicklung scheint mir zunehmend mit meiner wissenschaftlichen bzw. beruflichen Entwicklung zu korrelieren. Als Merker bzw. Learnings für die Zukunft möchte ich einige Aspekte herausgreifen, die mir besonders relevant scheinen.

In Florenz durfte ich lernen, wie viele Annahmen kulturell geprägt sind, ohne dass wir uns dies bewusst machen. Insbesondere, dass wir in bestimmten Strukturen denken und Dinge kombinieren, scheint mir nun zu tiefst vorgeprägt. Auch wie Kunst und Kultur zusammenspielen, wie prägend schöne Orte, einzelne Bilder sind – dies sollte man nie vergessen. (Siehe oben der Sonnenaufgang, oder eben auch die Bilder aus den Tiroler Alpen). Diese Eindrücke eröffnen neue Wege und geben Kraft.

Wie bereichernd offenes Feedback sein kann, durfte ich in Innsbruck erleben. Zugleich aber auch wie wichtig es ist Rückhalt zu bekommen, auf einen Menschen zu vertrauen, der wirklich da ist wenn man ihn braucht. Der einem hilft mit dem Feedback zu arbeiten, obwohl er oder sie selbst unter Druck stehen. (Wir erinnern uns an das Wunderbare und den wunderbaren Gedanken).

Was mir jedoch besonders wichtig ist, ist der Aspekt aus dem gewohnten Umfeld auszubrechen. Ich durfte mich in Österreich zwei Wochen meiner Dissertation widmen, ohne viel Ablenkung darüber nachdenken… mir Zeit nehmen die Gedanken weiter zu denken und nicht immer zu hetzen. Ohne die Feedbackschleifen wäre es sicher nicht so produktiv geworden, doch ich weiß jetzt, dass es eben die Konzentration braucht. Nur so konnte ich mir klar werden (hier nochmal herzlich Dank an Prof. Baumgartner für die Geduld) was meine Dissertationsarbeit leisten kann –und was eben nicht. (Siehe dazu zeitnah einen Beitrag, der auch auf meine Inhalte auf Wikiversity.org eingeht).

Dazu ist es aber auch notwendig Prioritäten zu setzen, Dinge auszulassen und  mal auf etwas zu verzichten – auch wenn man es sich zu tiefst wünscht. => Strategisch kluges Handeln ist entscheidend für die wissenschaftliche Arbeit, aber eben auch für das Privatleben.

Das ist ein anderer Weg als ihn Matisse beschreibt… doch auf seinen Weg, sein Zitat werde ich noch zu sprechen kommen. Bestimmt!

“Der Fauvismuss erschütterte die Tyrannei des Pointillismus. Er lässt sich in einem allzu ordentlichen Haushalt nicht leben. Also bricht man in die Wildnis auf, um sich einfachere Mittel zu beschaffen, die den Geist nicht ersticken!”
Quelle: Wandtext Albertina Wien

 

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Rollen: Autor (Team mit Christine Knieriemen); Zitat-Prüfer/ Korrektor

Arbeiten online

Das Projekt L3T ist geprägt von der Arbeit online. Der Artikel von Christine Knieriemen und mir ist entstanden, ohne ein einziges persönliches Treffen. Zur Erstellung haben wir statt dessen Telefonate; Skype-Videokonferenzen; ein Etherpad und die Dropbox genutzt. Diese Art des „virtuellen Arbeitens“ kann in vielen Bereichen heute als selbstverständlich gesehen werden. Und ja, ich sollte nicht nur daran gewöhnt sein sondern dies auch unterstützen.

Im Rahmen des Verfassens ist mir jedoch bewusst geworden, dass ich immernoch anders ticke. Ich möchte mein Gegenüber gerne kennen. Ich möchte Treffen vor Ort um mich auszutauschen und gemeinsam Passagen besprechen… ich möchte eine analoge Komponente. Brauche eine analoge Komponente um mich wirklich auf einen Text einzulassen.

Arbeiten in der Gruppe (analog)

Um dem Rechnung zu tragen, bin ich zur Alexander Florian an die BW Uni nach München gefahren. Auch wenn er mir prophezeit hat, außer Dir wird wohl niemand kommen, wollte ich das nicht glauben, habe mich auf die Reise gemacht … um dann doch alleine in dem wunderbar vorbereiteten Seminarraum zu arbeiten (oder sagen wir fast alleine, Christine und eine sehr liebe Freundin waren zeitweise via Skype präsent). Spätestens da habe ich gemerkt, wie wichtig für mich die gemeinsame Arbeit vor Ort ist. Dies gilt umso mehr, da ich noch wenige Artikel geschrieben habe, mir beim zitieren auch häufig nicht sicher war (da ich APA normalerweise nicht nutze). -> Merker: Ich muss für mich analoge Arbeits- und Lernphasen schaffen, um meine Projekte zu realisieren.

Fremde Texte; Defizite im Zitieren und Unsicherheit

Arbeite ich an meinen eigenen Texten, ist klar, falsche Zitate stammen von mir. Arbeite ich an Fremden Texten, werden Fehler dem Autor zugerechnet. Damit tue ich mir schwer, vor allem wenn ich unsicher bin. Die Überarbeitung eines Textes, der max. 2h dauern sollte, dauerte so teilweise 5h und mehr. Ich hatte sorge, Fehler zu machen.

Dies macht mich noch mal sensibler für die Planung bzw. bei der Konzeption für die Lernsettings am Institut. Es ist notwendig die Medienkomponenten gut zu erklären, gute Hilfestellungen zu geben und Raum zum erproben. -> Merker: Lieber mehr Unterstützung einplanen, denn wenn die negativ Spirale anfängt, geht das ganz schnell bergab.

Danksagung

Ganz wichtig: Danke Martin Ebner, Sandra Schön, Timo van Treek, Christine Knieriemen, Alexander Florian… und den vielen Anderen, dass ich Erfahrungen sammeln durfte. Es ist ein tolles Projekt, dass Ihr auf die Beine gestellt habt… was nicht nur Erfahrungen ermöglicht, sondern auch wunderbare Artikel hervorbringt, Anlässe für gemeinsames Lernen und aktuelle Einführungen

!!! DANKE L3T

 

Mehr zu L3T unter

http://l3t.eu/2.0/

 

Serpentinen, Berge, Tiefe und Nebel

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(Merkzettel als PDF hier zum Download 😉

QIA Mayring Klagenfurt Mitschrift

Anfang Juli 2013 fand in Velden ein Workshop zur QIA mit Prof. Mayring und seinem Team (Thomas Fenzl; Stella Lemke) statt. In dem Workshop wurden die verschiedenen Vorgehen bei der QIA besprochen und anhand von Praxisfällen eingeübt bzw. konkretisiert. Die Beispiele bestanden zum einen aus vorgegebenen Fällen der Organisatoren, aber auch aus Fällen der Teilnehmer (was mich sehr an die Didaktik des isb in Wiesloch erinnerte J). Ausgewählte Praxisbeispiele der letzten Jahre sind hier  aufzurufen.

Ich nahm an dem Workshop aus zwei Gründen teil. Zum einen wollte ich einen Anlass schaffen mich mit der Methode zu beschäftigen, um eine Vorstellung zu bekommen was sie leisten kann – und was eben nicht. Auf dieser Basis ging es mir um die Prüfung ob es in mein Forschungsdesign passt. Zum anderen taucht die QIA nach Mayring in vielen Studien auf, ist sie sozusagen in meinem Kontext sehr populär, damit war es schlichtweg interessant.

Benefits

Um es Vorweg zu nehmen, meine Erwartungen wurden übertroffen, sowohl inhaltlich als auch von den Rahmenbedingungen. Denn für mich brachte die Teilnahme bezogen auf die o.g.  Zielsetzungen folgende Benefits:

  • Ich habe nun ein Grundverständnis der Methode und eine Vorstellung von den entscheidenden Begriffen.
  • Ich durfte von Erfahrungen profitieren, die andere in Ihren Forschungsvorhaben gemacht haben und kann anhand dessen mein Vorgehen verbessern.
  • Ich habe nun ein Gespür für die kritischen Punkte/ Entscheidungen im Rahmen des systematischen Vorgehens (Kodierleitfaden, Abstraktionsniveau… was lasse ich weg?)
  • Entsprechend habe ich Ansätze, mit denen ich meine Erhebung vereinfachen kann

=>  Der Workshop war ein echter Anlass um mich mit QIA auseinanderzusetzen, vielleicht sogar einen kleinen „Bildungsprozess“ zu durchlaufen (@ NG J).

Merker/ Findings

Sollte ich die wichtigsten Findings zusammenfassen (also noch kürzer als im PDF), so wären die folgenden Punkte zu nennen:

… klar definieren wie codiert werden soll, mit dem Ziel: „Aussagekraft“ (erhöhen)

… „Sprechende Kategorien“ verwenden und diese mit Beispielen Belegen (Ankerbeispiele)

… die Nachvollziehbarkeit als sehr wichtiges Kriterium nicht aus den Augen verlieren (siehe hier auch Netzwerkanalsye nach Latour, das Feld nachvollziehbar beschreiben – auch wenn die Situation nicht reproduzierbar ist, siehe Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Akteur-Netzwerk-Theorie)

Damit der Beitrag in der Länge nicht überhand nimmt möchte ich an dieser Stelle mit einem „Herzlichen Dank“ an die Organisatoren schließen. Soviel Freundlichkeit, Bescheidenheit, guten Willen und „Kümmerer-Tum“ habe ich selten erlebt.

Hoffentlich bis nächstes Jahr!!!

Sonnenaufgang am Wörthersee (Velden)

Sonnenaufgang am Wörthersee (Velden)

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