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Archive for July, 2013

(Merkzettel als PDF hier zum Download 😉

QIA Mayring Klagenfurt Mitschrift

Anfang Juli 2013 fand in Velden ein Workshop zur QIA mit Prof. Mayring und seinem Team (Thomas Fenzl; Stella Lemke) statt. In dem Workshop wurden die verschiedenen Vorgehen bei der QIA besprochen und anhand von Praxisfällen eingeübt bzw. konkretisiert. Die Beispiele bestanden zum einen aus vorgegebenen Fällen der Organisatoren, aber auch aus Fällen der Teilnehmer (was mich sehr an die Didaktik des isb in Wiesloch erinnerte J). Ausgewählte Praxisbeispiele der letzten Jahre sind hier  aufzurufen.

Ich nahm an dem Workshop aus zwei Gründen teil. Zum einen wollte ich einen Anlass schaffen mich mit der Methode zu beschäftigen, um eine Vorstellung zu bekommen was sie leisten kann – und was eben nicht. Auf dieser Basis ging es mir um die Prüfung ob es in mein Forschungsdesign passt. Zum anderen taucht die QIA nach Mayring in vielen Studien auf, ist sie sozusagen in meinem Kontext sehr populär, damit war es schlichtweg interessant.

Benefits

Um es Vorweg zu nehmen, meine Erwartungen wurden übertroffen, sowohl inhaltlich als auch von den Rahmenbedingungen. Denn für mich brachte die Teilnahme bezogen auf die o.g.  Zielsetzungen folgende Benefits:

  • Ich habe nun ein Grundverständnis der Methode und eine Vorstellung von den entscheidenden Begriffen.
  • Ich durfte von Erfahrungen profitieren, die andere in Ihren Forschungsvorhaben gemacht haben und kann anhand dessen mein Vorgehen verbessern.
  • Ich habe nun ein Gespür für die kritischen Punkte/ Entscheidungen im Rahmen des systematischen Vorgehens (Kodierleitfaden, Abstraktionsniveau… was lasse ich weg?)
  • Entsprechend habe ich Ansätze, mit denen ich meine Erhebung vereinfachen kann

=>  Der Workshop war ein echter Anlass um mich mit QIA auseinanderzusetzen, vielleicht sogar einen kleinen „Bildungsprozess“ zu durchlaufen (@ NG J).

Merker/ Findings

Sollte ich die wichtigsten Findings zusammenfassen (also noch kürzer als im PDF), so wären die folgenden Punkte zu nennen:

… klar definieren wie codiert werden soll, mit dem Ziel: „Aussagekraft“ (erhöhen)

… „Sprechende Kategorien“ verwenden und diese mit Beispielen Belegen (Ankerbeispiele)

… die Nachvollziehbarkeit als sehr wichtiges Kriterium nicht aus den Augen verlieren (siehe hier auch Netzwerkanalsye nach Latour, das Feld nachvollziehbar beschreiben – auch wenn die Situation nicht reproduzierbar ist, siehe Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Akteur-Netzwerk-Theorie)

Damit der Beitrag in der Länge nicht überhand nimmt möchte ich an dieser Stelle mit einem „Herzlichen Dank“ an die Organisatoren schließen. Soviel Freundlichkeit, Bescheidenheit, guten Willen und „Kümmerer-Tum“ habe ich selten erlebt.

Hoffentlich bis nächstes Jahr!!!

Sonnenaufgang am Wörthersee (Velden)

Sonnenaufgang am Wörthersee (Velden)

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Gestern fand im Rahmen des Studium Generale der Ruperta Carola (Uni Heidelberg) ein Vortrag von Karlheinz Meyer zum “Human Brain Project” statt, dem EU-weit größten öffentlichen Forschungsprojekt (Budget ca. 1,2 Mrd. Euro)

Link zur Veranstaltung: hier

Link zum Human Brain Project: hier

Der Vortrag war sehr hilfreich, gut verständlich und damit auch informativ. Doch was mich tatsächlich mehr bewegt hat war eine andere Tatsache, eine andere Begebenheit. Von den ca. 100 Zuhörern waren geschätzt mehr als 90 SeniorInnen. Es waren kaum Studenten da für die das Studium Generale gedacht ist, dafür aber interessierte ältere Menschen.

Aus meiner Sicht gibt es jetzt im Grunde zwei richtungen die spannend sind zu denken. Entweder

a) Frage ich mich jetzt, warum so wenige Studenten da waren (Prüfungszeit, Bekanntmachung der Veranstaltung, Sommertag….), oder

b) ich mache mir Gedanken darüber, warum es noch so viele SeniorInnen gibt, die freiwillig lernen (wollen) und am Abend zu der Veranstaltung gehen.

Studium Generale - SeniorINNen Dominanz

Mir sagt die zweite Richtung mehr zu. Drum will ich den Beitrag als Anlass nehmen um ein Stück weiter darüber nachzudenken. Ich möchte ein Stück weit der Frage nachgehen, was eben lebenslanges Lernen fördert. Hierzu werde ich heute Abend jedoch nicht mehr kommen… somit ist dieser Beitrag ein Merker für mich und eine Einladung für alle anderen, mit mir über dieses Thema nachzudenken.

PS: Eigentlich ist das doch auch ein Evolutionsthema oder – Für SeniorInnen ist es auch im hohen Alter notwendiger als früher, weiter zu lernen 🙂 Zumindest vielleicht.

 

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Spitzen

Spitzen sind etwas ganz besonderes. Sie laufen in einem Punkt zusammen, man könnte auch sagen sie fokussieren einen Punkt und häufig schauen Menschen zu ihnen auf, egal ob Turm oder Professor. Auch Berge haben Spitzen, häufig sogar mehr als eine- zu ihnen schauen wir ebenfalls eher hinauf als herab.
Salzburger Spitzen (seitlich)
Doch Spitzen kann man nunmal von der Seite, von oben, aus verschiedenen Winkeln und Perspektiven betrachten… womit sich ihre Anmutung verändert. In den letzten Tagen habe ich vermehrt über solche Perspektiven nachgedacht, und darüber was jemand der die gleiche Perspektive wie ich eingenommen hatte wohl gesehen hat . Ist Ihm die Spitze aufgefallen? Hat er sich Gedanken über sie gemacht? Hat sie für ihn einen Unterschied gemacht?
AUT Juni 2013--3
Pferdewäsche Salzburg
Auf meiner Tour bin ich durch die obige Beschäftigung noch auf ein anderes Phänomen gestoßen, bzw. habe versucht mich ihm photographisch, also bildlich zu nähern, dem Zusammenspiel von Kultur und Natur. Mit Descola gefragt, warum sollen das Gegensätze sein? Oder mit Bezug zu Bernd Schmid, wie ließen sie sich zusammendenken?
Die Bilder geben einen ersten Ansatz. WIR könnten von verschiedenen Richtungen kucken, könnten über Vordergrund und Hintergrund nachdenken, über Passung …. ünd darüber welchen Gewinn eine intentional und klug gestaltete Verbindung stiften könnte.
Um Missverständnisse zu vermeiden – die Bilder sind in Salzburg, einer der kulturellen Hochburgen der Kunst entstanden, doch beziehe ich mich hier nicht auf Kultur im Singular, sondern auf Kulturen im Plural. Ich möchte darüber nachdenken wie sich bewusst in die Kultur integrierte Natur auf die Kulturgemeinschaft auswirkt. Dies könnte zum einen ein ästhetischer Gewinn sein wie in den Bildern – ber was könnte es uns noch ermöglichen/ schenken???
… Für Hinweise wäre ich sehr dankbar
PS: Hier weitere Highlights, meiner photographischen Annäherung

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Und nun hier ein kleines Experiment…

 

 

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Fotostrecken Frühling 2013

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(Aufhänger: Seufert, Sabine, and Christoph Metzger. 2013. Kompetenzentwicklung in unterschiedlichen Lernkulturen. Festschrift für Dieter Euler zum 60. Geburtstag. Paderborn: Eusl.)

Manchmal kommt Etwas in Bewegung – und plötzlich weiß man kaum mehr wie man all die wunderbaren Inputs verarbeiten soll, wie man noch hinterher kommt. Ich denke das beschreibt meine Situation derzeit trefflich.

Seit ich mich entschlossen habe am WritersWorkshop in Krems teilzunehmen ist so nicht nur meine erste Fassung eines Paper zu „Lernkultur als didaktische (Gestaltung-) Perspektive“ mit Hilf von NG entstanden, sondern ich bin auf der SCIL Konferenz in St. Gallen nochmal mit der Nase auf die Arbeiten von Dieter Euler, Tobias Jenert und anderen Mitarbeitern des HSG Teams gestoßen. In diesen Arbeiten wurden sehr viele meiner Gedanken bereits ausgearbeitet, empirisch beforscht und natürlich auch weiter entwickelt. Man könnte also meinen ich bin ca. 4 Jahre hinter dem Stand der Forschung.

Dies stimmt aber (hoffentlich) nicht ganz. Denn mit aktuellem Kenntnisstand glaube ich , dass meine Überlegungen eine andere Grundausrichtung haben. Die o.g. Arbeiten zielen vor allem darauf ab eine Lernkultur zu beschreiben und mit Hilfe von Fragen einen „Korridor“ zu schaffen, der Studiengangs-Verantwortlichen dabei hilft die Studiengangsplanung zu verbessern. Außerdem sollen „Verwerfungen zwischen verschiedenen Disziplinen (z.B. Psychologie und Soziologie)“ sichtbar gemacht werden. Meine Arbeit zielt eher darauf ab Lernkultur als tatsächliches Steuerungsinstrument zu etablieren und darüber nachzudenken, wie jeweilige Lernkulturen entwickelt werden können. Auch gehe ich bei der außerdidaktischen Umwelt noch einen Schritt weiter. Ich möchte auch die Verwaltung, also alle Organisationsbestandteile mit einbeziehen – denn auch die Art und Weise wie ich mich anmelde, wie ich von der IT-Abteilung bei Problemen unterstützt werde prägt die „Lern-Kultur“ mit.

Trotzdem muss ich zugeben, ich bin von der Reichweite der Arbeiten von Tobias sehr beeindruckt. Umso mehr frage ich mich, warum ich a) das Paper hatte aber es wieder beiseite gelegt hatte b) ich nicht auf die anderen Arbeiten von Anja Gebhardt etc. gestoßen bin.

Wie auch immer. Es scheint ein Glückfall zu sein, dass es genau so gelaufen ist. Denn wäre ich früher auf die Arbeiten gestoßen, hätte ich mir weniger Gedanken gemacht und mich eher daran orientiert. Nun habe ich schon eine gewisse Position erarbeitet, die ich demnächst mit den Inhalten aus St. Gallen hinterfragen und konfrontieren kann. Es ist also eine kritische Rezeption möglich, wohingegen es ansonsten eher eine Übernahme der Ansätze geworden wäre.

-> Siehe hierzu auch die folgenden Artikel zur Qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring (QIA) und meine Reflexion zum Writers Workshop.

Regenbogen - Wegweiser

PS: An dieser Stelle möchte ich mich nocheinmal herzlich bei Tobias (Jenert) bedanken, für seine Hilfestellung, seine Tipps und die klugen Fragen. Danke Tobias!

 

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