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Archive for November, 2012

Die letzten Tage in Krems haben viele neue Gedanken losgetreten und für mich für viel Klarheit gesorgt. Ein Grundproblem meiner bisherigen Überlegungen wurde offenbar – ich kann Lernkultur nicht aus der Summe der Elemente ableiten. Mit Bezug zu dem Vortrag der 8. Forschungswerkstatt (Synergeit; Schiepek) und den Anregungen von Prof. Baumgartner (Goffman, Bateson) wurde klar, die Elemente und die Lernkultur liegen auf zwei unterschiedlichen Ebenen (Systemebenen, Netzwerkebenen etc.), entsprechend kann ich die Muster von Lernkultur nicht aus den Elementen ableiten.

Statt dessen muss ich meinen Blick auf die Emergenten Aspekte lenken und mit Hilfe der o.g. Autoren versuchen die “Makro-Muster-Ebene” greifbar zu machen.

Bei gutem Kaffee und die Impulse einer sehr klugen jungen Dame im Ohr kamen mir folgende Gedanken:

– Kann ich den Forschungsbereich nicht auf “(transformative) Bildungsprozesse” eingrenzen, also somit Faktenlernen etc. ausgrenzen?
– Kann “Lernkultur” nicht eine Bedingung, eine Möglichkeit sein krisenhaftes Lernen zu unterstützen, also dazu beizutragen dass der Bildungsprozess gelingt?
– Wenn dem so sei, könnte dann nicht der Vergleich verschiedener Akademien die “Bildungsprozesse für Ihre Klienten versprechen” sogar eine empirische Basis sein um “Lernkultur-Makro-Muster” zu beschreiben und ihre Auswirkung auf das Gelingen der Transformation zu analysieren

 

Und natürlich machen diese Überlegungen mehr Fragen auf, als sie beantworten. Doch habe ich nun ein sehr gutes Gefühl, da mir langsam klar wird wo die Reise hingehen kann.

An dieser Stelle vielen Dank an die zwei Personen, die mir hier auf die Sprünge geholfen haben!

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Am 22/23. Nov. 2012 fand an der DUK die 8. Forschungswerkstatt statt (Beschreibungen und Ankündigungen siehe hier, hier und hier)

Thema der Forschungswerkstatt war die “Effektivität von Netzwerken”. In den Vorträgen wurden verschiedene Modelle zur Untersuchung von Netzwerken diskutiert, insbesondere die Überlegungen von Schiepek, zusammengefasst unter dem Begriff der Synergetik (ausführliche Dokumentation des Konzeptes als Buch, siehe hier). Die beiden Referenten Peter Weber und Johannes Katsarov vom IBW in Heidelberg stellten dieses Konzept dar und zeigten auf, wie man Netzwerke praktisch analysieren kann. Insbesondere die Überlgungen von Frederik Vester wurden hier wieder aktuell – ähnlich wie bei der Wissensbilanz made in Germany (auch hier kommt Vester systemisches Denken bei der Analyse der Wirkungen zwischen Einflussfaktoren zur Anwendung). Die Referenten stellten außerdem verschiedene Tools vor – deren Funktionsumfang jedoch fast komplett (und an manchen stellen sogar besser, da Zeit- und Ressourcenkomponente besser eingeflochten) von der Wissenbilanz-Toolbox geleistet werden kann (kostenloser Download hier). (more…)

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