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Archive for February, 2012

Via Twitter habe ich kürzlich auf die Twitterkritik beim ecbi11 hingewiesen, hier nochmal der Link.

Und vieles scheint mir berechtigt. Eine Aspekt möchte ich jedoch herausgreifen, der aus meiner Sicht auch den Erfolg des Weiterbildungsblogs bzw. der Tweets von Jochen Robes ausmacht … Es wird überwiegend vernetzt, ein bischen bewertet, eingeordnet  und nicht schon wieder etwas neues aufgebracht. Ein ähnliches Phänomen fiel mir auch bei dem Betriebssystem von Apple, OS 10.6 Snowleopard auf. Es hatte nicht viel neues, sondern hat die Fehler der Vorversion (OS 10.5 Leopard) ausgemerzt und die Performance erhöht.

Daran anknüpfend kann Twitter uns Orientierung bieten. Wir erhalten Hinweise auf Interessantes, Lesenswertes oder Verstecktes von Menschen die wir kennen, deren Meinung wir schätzen. Lassen wir den sozialen Aspekt  außen vor, können wir Twitter als alternatives Strukturierungswerkzeug zur Google Suchmaschine denken, als sozialangehauchte Quellenverwaltung.

Klingt dies zu hart, ist die zu logisch gedacht oder könnte sich jemand mit dem Gedanken anfreunden?

Ich nehme mir diese Einsicht als Handlungsanweisung, und versuche neben meinen kleinen Einsichten und Ideen mehr zu verlinken. Denn wie Norbert Bolz ja schon sagt, wir haben keinen Mangel an Informationen, sondern einen Mangel an Orientierung 😉

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Medien, gesellschaftliche Wirkmechanismen und Technologien können erst im Nachhinein erschlossen werden (… die Beobachtung, daß die Medien, die eine Epoche prägen, in dieser nicht beobachtet werden können – sie sind je unhintergehbar (Bolz 1995, S. 35)). Insbesondere ihre Wirkung auf die Gesellschaft ist uns noch nicht offensichtlich. Also muss eine wahrscheinliche Zukunft antizipiert werden, aus der dann die heutige Gesellschaft rückblickend (also in als Vergangen) betrachtet werden kann.

T0 -> T1 und wir gehen von dort auf die Metaebene von T0 und betrachten die Wirkungen.

Als Grundlage für die Zukunft werde Prognosen und Luhmanns These genutzt, nach der Systeme getroffene Selektionen weiter in ähnlicher Richtung fortsetzen (sehr vereinfacht!, siehe hier Luhman, Kontingenz, die Defnition der Gesellschaft als ein System was Unwahrscheinliches zu nomal Erwartbarem macht) und die Theory der Pfadabhängigkeit von Entscheidungen (Path Dependency Construct).

+ Dies können wir annehmen bis ein Paradigmenwechsel eintritt (T. Kuhn) bzw. getroffene Selektionen von Denkkollektiven neu überdacht werden (Fleck, Luhmann). Dabei dienen die Überlegungen von Gunter Dueck als Basis, da logisch und rational und aufgrund der hohen Akzeptanz bei den Zuhörern auch wahrscheinlich scheinen.

… Ist dies eine gute Idee. Könnte dieses Vorgehen auch Erfolg haben?

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Abgesehen von einer großartigen Umsetzung zeichnet sich der oben genannte Film durch die Kernaussage aus „Medien haben ihre Grenzen“.

 

In dem Film werden Menschen in ihren schwächsten Momenten gezeigt, in einem Entlassungsgespräch

Diese Situation stellt eine der emotionalsten und gleichzeitig schwierigsten Kommunikationssituationen dar. Die Betroffenen werden mit Versagensängsten, mit der Frage des Sinns und mit Unsicherheit konfrontiert. Wie soll es weitergehen? Was sagen meine Kinder? Was sagt mein Partner? Ist mein Leben jetzt vorbei?  Es geht also in erster Linie nicht um die Botschaft, sondern es geht um Emotionen. Es geht darum einen Raum zu schaffen um mit der Situation umzugehen, die Emotionen zu konfrontieren – und auch darum einen Weg anzubieten wie es weitergehen kann.

Um die Situation im Guten abzuschließen sind also aus Sicht der Überbringers die Fragen zu stellen:  Wie kann Verständnis, Mitgefühl, Wertschätzung und Authentizität vermittelt werden. Wann ist dies glaubhaft? Eine Szene des Films stellt die Entlassung eines Mitarbeiters via „online-chat“ dar. Weiterführende Unterlagen liegen auf dem Arbeitsplatz, das Gespräch wird routinemäßig durchgeführt. Der Betroffene weint, weiß aber nicht an wen er sich mit seinem Anliegen wenden soll. Er sitzt alleingelassen vor dem Bildschirm, an dessen anderem Ende der „Entlasser“ sitzt. (In dem Film klug arrangiert, nur ein Zimmer nebenan, IRONIC…). Der Mann verlässt weinend und deprimiert den Raum, ohne auf die Kommunikationsversuche via Chat weiter einzugehen.

Die Situation macht deutlich, es kann eben nicht alles online passieren. Es gibt Grenzen für die Geschäftsmodelle, auch wenn Gunter Dueck die „Flachbildschirmrückseitenberater“ als obsolet bezeichnet. Sie bieten eben doch mehr als die technischen Screens, sie sind fähig zur Emotion, zur Empathie und agieren im mehrdimensionalen Raum. Und natürlich ist Duecks Einwand gerechtfertigt, dass ich über Google das meiste an Informationen selbst recherchieren kann, der Berater ja häufig nichts anderes tut. Um kurz bei diesem Gedanken zu verweilen, das gleiche Produkt kann einen völlig unterschiedlichen Wert haben, je nachdem wie es verkauft wurde, von wem etc… ansonsten müssten namhafte Autohersteller  keinen „Erlebnistag für Neuwagenkäufer“ organisieren (VW in Wolfsburg, Mercedes in Bremen, BMW in München und Audi in Ingolstadt bzw. Neckarsulm). Ich greife hier gerne ein banales Beispiel, die Tasse vom Glühweinstand, z.B. aus Heidelberg. Eine Tasse habe ich 2010 gekauft, zusammen mit Kommolitonen und bei Schnee. Es gibt Bilder von dem Abend – für mich ist die Tasse damit emotional aufgeladen. Betrachte ich die Tasse, kommen manchmal schöne Erinnerungen wieder hoch. Wenn wir nun alles der Logik opfern, eine Oper irgendwann nurnoch als Informationsvermittlung für die Geschichte sehen, verliert unsere Welt mehr, als nur ein paar Einnahmen für Opernkarten.

Doch zurück zum Ausgangspunkt. Es gibt eben Aspekte im Leben, die sollten nicht digital vermittelt werden, da es mehr als Nullen und Einsen bedarf um sie zu begreifen (Im Film schön durch SMS bzw. Textmessages dargestellt, mit denen ein Liebes- und eine Geschäftsbeziehung beendet wird). Für mich gehören Wärme, Geborgenheit und auch Vertrauen dazu. Drum sollten wir uns nochmal Gedanken machen, was wir denn in Präsenz vermitteln können und wollen – und was eben nicht.

Ich muss hier an Christian Spannagel denken, der kürzlich fragte was man denn durch (digitale) Medien in der Schule nicht besser vermitteln könne. Die o.g. Zeilen sind ein Ansatz. Und vielleicht ist es auch die Aufgabe einer Universität die Studenten zusammen zu bringen, den Grundstein für Lerngruppen zu schaffen und für Bekanntschaften. Aus diesen können dann neue Netzwerke entstehen in denen sich die jungen Menschen zu charakterstarken Bürgern entwickeln. … Das klingt jetzt wie eine Absage an Fernuniversitäten, ist es vielleicht auch, damit habe ich mich jedoch noch nicht näher beschäftigt. … MERKER!

Und ja, der Film selbst ist ein Beweis dafür, dass Medien Gefühle transportieren können. Der Zuschauer ist betroffen von dem Schicksal der Entlassenen. Er erfährt eine Geschichte. Er lernt einen anderen Lebensstil kennen und spürt die Verzweiflung des Hauptdarstellers zum Ende des Films. Es wird die Illusion spürbar, welche das Leben aus dem Rucksack verkörpert. Doch mal ehrlich, welches WBT oder CBT geht tatsächlich auf die emotionale Ebene? Wieviele Rhetorik CD´s haben nichts anderes als Ratschläge für uns, schaffen aber nicht im Ansatz eine Stimmung, wie bei der Präsentation in der Kleingruppe (Gruppendynamik, Feedback, Kollegiale Beratung etc.).

Mich erinnert der Film also wieder an die Grenzen von Medien. Es wird deutlich, dass Medien der direkten Kommunikation Einschränkungen unterworfen sind, die wir gerne verdrängen wollen. Ein Onlinechat ist eben kein Gespräch unter Anwesenden. Es ist und bleibt symbolvermittelte Kommunikation, in der es kein Umarmen, keine Wärme, dafür aber ein enges Fenster an Handlungsoptionen respektive Kontext gibt. Das Gegenüber kann den Kontext verlassen, das Medium bleibt zur Tatenlosigkeit verdammt.

Dies sollten wir uns wieder bewusst machen, wenn wir die Möglichkeiten der neuen Medien diskutieren und preisen. Um es klar zu sagen, mit den Gedanken möchte ich mich nicht gegen die Nutzung von neuen Medien aussprechen. Ich bin überzeugt, die Daten und Informationen die auf Logik, Verständnis, Fakten abzielen – also alles was logisch mathematisch ausgedrückt werden könnte – können wir über neue Medien gut vermitteln. Es kann sogar sein, dass wir Freude schenken, mit einem witzigen Video oder der Kopie eines tollen Bildes. Doch all dem ist eben eine Grenze gesetzt, die wir nicht durchdringen sollten. Denn auch wenn wir vom Vorbild „der indischen Götter folgen, und uns als Avatare in der Online-Welt“ erschaffen, bleiben wir doch Menschen. Und wir können vielleicht wissen was in der Online-Welt möglich ist, welche Gesetze dort gelten (diese sind ja nichts anderes als Algorhytmen vom Menschen programmiert), wir sollten trotzdem erstmal versuchen unsere Welt besser zu gestalten, bevor wir neue Welten mit alten (fehlerhaften) Mustern erschaffen.

FAZIT

Film anschauen und Gedanken machen. Es lohnt sich

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Ein Novum, zwei der wohl derzeit “heißesten” Barcamps Deutschlands an aufeinanderfolgenden Tagen in Köln, dies Mitte März 2012.
Die Rede ist vom 10. Educamp und vom 4. bzw. 1. Knowledgecamp, zusammen mit dem 1. Bibcamp .

Da ich bei den letzten Barcamps eher passiv war, hatte eben einfach zu wenig vorbereitet, hier meine  Vorsätze für die 3 Tage in Köln:

  • Film der Talkrunde mit Ellen Trude, Oliver Tacke und Ralf Hilgenstock fertig schneiden und bis zum 10.03. auf Vimeo veröffentlichen (… hier macht der rote Faden noch Probleme)
  • In Köln 4 neue Talkgäste finden und einen Talkrunde moderieren und aufzeichnen -> WER MÖCHTE DIESMAL DABEI SEIN???
  • 1 Session anbieten zu meinen Studiumsinhalten Medien Wissen und Lernen
  • 1 Session anbieten/ begleiten zu iBook 2 und modernsten Lerntools
  • 1 Der Frage nachgehen, was AUSSER Medien als entscheidend für den Lernerfolg gesehen werden kann. Ggf. hier auch Interviews durchführen als Anhang für meine MT

Bei diesen eher “quantitativen Zielen” soll aber eines nicht auf der Strecke bleiben … der Spass am Lernen und Weiterbilden. Denn ich erinnere mich gerne an mein erstes Barcamp in Karlsruhe (knowledgecamp), ich habe viel gelernt, tolle Leute kennengelernt (insbesondere aus Mannheim) und war motiviert wieder zu studieren. Es wurde dort sozusagen der Grundstein gelegt wieder die “Vorlesungsbank zu drücken”.

Ich erinnere mich aber auch, dass wir damals (2009) uns mehr Gedanken über Kultur, über emotionale Bedürfnisse und dergleichen mehr gemacht haben. Dies sollte in Köln aus meiner Sicht wieder auf die Agenda. Damit möchte ich diese den Camps in Bremen und Bielefeld nicht absprechen, bei mir kamen die Themen jedoch gerade zu kurz. Wodurch ist dies getriggert wird sich der eine oder andere Fragen, der meinen letzten Beitrag gelesen hat. Von der Frage ob das Modell/ die Institution Schule noch Zukunft hat, so wie wir es derzeit denken. Ich stimmte McLuhan und Postman zu, die Welt hat sich geändert, wir sind von Medien umzingelt. Es nützt uns nichts die Augen zu schließen und laut zu denken “Wenn ich Dich nicht seh, dann siehst Du mich auch nicht”. Denn jeder Lehrer nutzt ja die Medien, zumindest privat. Oder meldet sich einer der weder Zeitung liest, noch Bücher, der keinen Fernseher besitzt, kein Mobiltelefon und keinen Computer…

Exkurs

Und vor allem dies muss ja nicht schlecht sein. Um einen Gedanken von Norbert Bolz aufzugreifen, die These der Turing-Galaxis folgende Überlegung. Alles Digitale lässt sich herunterbrechen auf einen binären Code von 0 und 1. Damit werden über Interfaces nichts anderes bedient als Algorhytmen. Diese sind mathematische Operationen, was uns eine Brücke baut zur Welt der Ideen der alten Griechen (Aristoteles etc.). Denn er siedelte die Mathematik dort an, um im Höhlengleichnis zu sprechen, außerhalb der Höhle, also im Licht. Diesem Gedankengang folgend können wir die “mediatisierte Welt” wie Hepp sie nennt, als eine Chance der Erkenntnis sehen. Warum tun wir dies so selten und fragen uns (zumindest in der Pädagogik) immer mit welchen Gefahren wir hier konfrontiert werden. Damit möchte ich nicht sagen, dass dieser Gedanke falsch wäre, er ist sogar wichtig. Doch setzt er zu spät an. Wenn wir Kritik üben wollen, dann bitte an der Technisierung, an den Mechanismen die uns die Sicht verstellen auf das Wesentliche. Martin Heidegger hat in seinem Aufsatz “Die Technik und die Kehre” bereits vorgemacht wie dies aussehen könnte, indem er den Begriff des Ge-Stells prägte und uns auf das Entbergen aufmerksam macht. Er erklärt sogar noch was er als “Un-Verborgenes” sieht und wie technische Methoden und Geräte dieses letztlich unterbinden.

Dabei komme ich jedoch zu einem anderen Schluss. Mir geht es nicht darum die Technik zu brandmarken (und bei genauem Hinsehen kommen einem auch Zweifel ob Heidegger wirklich ein Technikgegner war!), sondern darauf aufmerksam zu machen, dass Technik uns Entscheidungen abnimmt, also vorselektiert. Unsere Spielräume werden dabei enger und häufig ertappt ich mich dabei, zu faul zu sein es anders zu denken. Die Kontingenz, das was wäre wenn wirklich ernst zu nehmen.

… Jetzt habe ich mich jedoch in eine Richtung verrant, die dieser Beitrag nicht bis zum Ende verfolgen kann. Da ich meine Posts auch als Anregungen für später nutzen möchte, lasse ich es trotzdem stehen und Kehre an dieser Stelle zu den Barcamps zurück…

Um es auf den Punkt zu bringen. Ich möchte der Frage nachgehen wie wir Medien wahrnehmen, wie wir eine positive Einstellung zu Ihnen finden und die Komplexität unseres Lebens reduzieren können ++++ freu mich auf tolle Menschen, wertvolle Hinweise und die nächsten Schritte in Richtung Wissenschaft.

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I don´t know who discovered water, but it certainly wasn´t a fish.” (Marshall McLuhan)

Was hat dieses Zitat mit Medien zu tun?

Marshall McLuhan versuchte damit zu verdeutlichen, dass wir alle in einer Umwelt leben, die voller Medien ist. So wie der Fisch das Wasser zum Leben braucht, brauchen wir die Medien. Und wie die Fische wollen oder können viele von uns Menschen das nicht wahrhaben, sind sich also dessen nicht bewusst.

Die obigen Ausführungen sind aus zwei Gründen für mich relevant. Zum einen Versuche ich eine Struktur in die Betrachtung von Medien zu bekommen (1), zum anderen möchte ich Medienwirkungen auf das Lernen beschreiben (2).

Zu 1
Nach der gängigen Literatur (Quellen wie Hepp, Faulstich, Bolz reiche ich nach) werden Medien vor allem aus zwei Perspektiven bzw. Überzeugungen heraus gedacht. Zum einen Medien die als Mittler, Mediator also als Transportmedium im eigentlichen Sinne gedacht werden. Nicht ganz korrekt aber einfach zu verstehen ist hier das Beispiel des Telefonanrufs oder des Briefs. Eine Nachricht wird von einem Sender A zu einem Empfänger B transportiert. Es kommt ein Teil der angestrebten Inhalte beim Empfänger an und er interpretiert weitere hinzu (z.B. eine Intention). Aus dieser Perspektive wird vor allem in der Pädagogik gedacht. Das Medium soll einen Inhalt I, an die Schüler B1, B2, B3 etc. vermitteln. Das Medium ist also ein Tool.

Zugleich stellen die Medien, überwiegend die Massenmedien aber auch die einen Teil unserer Umwelt dar. Sie kommen also nicht nur im Unterrichtskontext vor, sondern Schüler nutzen in der Freizeit das Internet oder hören MP3s beim Joggen. Dieser zweite Aspekt wird in der Pädagogik in meiner Wahrnehmung meistens zu wenig berücksichtigt. Dabei können wir doch feststellen, dass Handy, IPhones, Notebooks, Tablet PCs, IPads, Radio … Reklametafeln, Schaufenster etc. in immer mehr Bereiche unseres Lebens vordringen, und dies auch noch immer häufiger. Ohne jetzt auf Gründe wie Preisentwicklungen etc. eingehen zu wollen hierzu noch der Kommentar von Norbert Bolz in Bezug auf Email: “Kommunikationstechnologien treten mit einem sozialen Anschlußzwang auf dem sich letztlich niemand mehr entziehen kann. Ohne Netzadresse gilt man heute als Irrläufer der Medienrevolution” (Bolz, Weltkommunikation 2001 S. 8). Taking this into account, können wir Schule nicht mehr ohne eine mediendurchsetzte Lebenswelt (siehe Husserl und Habermas) denken. Es ist eben nicht vergleichbar mit dem Lehrer  (hier ist jetzt explizit der Berufsstand gemeint, in einer speziellen Rolle) , der nur im Schulkontext existiert und dem man danach vielleicht als Nachbarn wahrnimmt. Die Massenmedien sind immer dar, und das was wir über die Welt wissen, oder zumindest das meiste Wissen wir aus den Massenmedien (Luhmann).

Angenommen die o.g. Überlegungen sind richtig, müssen wir auch in der Lehre anfangen Medien in verschiedenen Dimensionen zu denken. Und dabei sind wir plötzlich mit dem Gedanken von konfrontiert, dass Schule (so wie wir sie als Institution gerade denken) obsolet ist. Lynch brachte es 2002 auf einen Satz:  “These media in Mc Luhans view, would ultimately lead to students liberation from schooling and thus to the end of the school as an institution. ” (LYNCH, J. What can we learn from Mc Luhan? Electronical communication technologies and the future of schooling. In:  JEFFREY, P., ed. Conference Paper AARE 2002, 2002 Melbourne. 1-16.) Auch Neil Postman merkte 1982 schon an, dass die Schule der letzte Hüter der Schriftkultur sei. In seiner Sicht werden junge Erwachsene (er schrieb ja auch über das verschwinden der Kindheit 🙂 ) aus einem Leben im 20. Jahrhundert während der Schulstunden zurück in das graue 19. Jahrhundert versetzt. Texte sind linear, das Leben wir nur noch indirekt vermittelt …

Doch wie tun wir das? Auf welcher Ebene setzen wir an?

Vielleicht mit der Luhmann eigenen dritten Dimension von Medien, mit symbolisch generalisierten Massenmedien, die sich am Erfolg orientieren. … Leider bin ich noch nicht soweit das Konzept wirklich verstanden zu haben, drum springe ich zurück zu Bolz. Er macht uns klar, dass es uns nicht an Informationen (bzw. Daten) mangelt, sondern an Orientierung (und um Bernd Schmid zu ergänzen, an Sinn). Könnten wir als Pädagogen uns Gedanken machen wie wir dabei helfen Orientierung zu geben und Lernende dazu befähigen sich selbst zurecht zu finden, ja vielleicht sogar für sich einen Sinn zu finden? Könnte es sein, dass wir Faktenwissen zu Hauf in technischen Systemen speichern, aber den Zugang dazu nicht adäquat vermitteln? Prinzipien und Muster auf der Strecke bleiben – es gibt ja schließlich jedes Schuljahr Fakten eines Weltjahres mehr…

Okay gut, ganz können wir nicht auf Fakten verzichten, und vor allem nicht auf Geschichten. Man stelle sich vor, jedes Wort eines Textes müsste gegoogled oder via Wikipedia nachgeschlagen werden. Die Rezeption einer Seite würde dann Stunden in Anspruch nehmen (wie manchmal zumindest gefühlt bei Niklas Luhman…)

Die Antwort lässt noch auf sich warten, genauso wie Teil II, die Auswirkungen auf die Schule im konkreten.

Doch da ich mich als BloggerNewby fühle, probiere ich einfach mal aus, was mit einem halbfertigen Artikel geschieht, welche Hilfestellungen mir gegeben werden…. ich verbleibe gespannt und warte erstmal auf Kommentare ….

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Um etwas Orientierung zu geben, hier ein paar grundsätzliche Antworten zu meinem “InsightsHD”

So what’s your focus going to be?

1. What’s your goal?

Mit dem Blog verfolge ich drei Ziele:

  • Ich möchte das Blog nutzen um Überlegungen zu reflektieren und Feedback zu Ideen zu bekommen.
  • Ich möchte das Blog nutzen um aktiver an “MOOCs” teilnehmen zu können.
  • Ich möchte durch das Blog dazu beitragen, Orientierung (im Netz) zu geben.

(Da ich auf der Suche nach einer Promotionsstelle bin, soll das Blog natürlich auch Interesse wecken und als Arbeitsprobe dienen. Ich danke an dieser Stelle für die wohlwollende Kommentierungen und Hilfestellungen 😉 )

(To document your travels? To share your passion? To inform? To entertain?)

2. What topics are you most interested in?

Die Themen des Blogs sind vor allem

  • Medien und Kulturtheorie
  • der Wandel des Lernens (Selbstorganisiertes Lernen, Lebenslanges Lernen…)
  • Überlegungen zur Wissenschaftstheorie (Was ist eine wiss. Tatsache, was sind Denkkollektive etc…)
  • Wissen, Wissensformen, Wissensarten und die Konsequenzen
  • … und alles was mich aus professioneller Sicht heraus bewegt.

Travel? Technology? Pop culture? Politics?

3. What’s your perspective?

In diesem Blog nehme ich die Perspektive eine “Jung-Wissenschaftlers” ein, möchte mich hier ausprobieren und Erfahrungen sammeln. Dabei sind die Betrachtungen meistens aus der Perspektive der Pädagogik, der Medientheorie, der Kulturwissenschaft, der Systemtheorie … oder einfach des gesunden Menschenverstandes.

Im Idealfall orientieren sich die Beiträge an einer kritischen, dialektischen Betrachtungsweise.

Are you a movie critic? A clothing designer? A pastry chef?

4. Who’s your target audience?

Ja an wen wendet sich das Blog nun.

Zum einen wendet es sich alle, die sich mit dem Wandel von Wissen, Medien und Lernen auseinandersetzen und die wahrnehmen, dass sich derzeit etwas fundamental ändert.

Insbesondere wendet sich das Blog aber an diejenigen, die mit mir in einen Diskurs einsteigen möchten, die selbst nach anderen Lösungen suchen um sich in der heutigen Zeit zurecht zu finden, ja ggf. sogar etwas verbessern möchten.

Film buffs? Fashionistas? Foodies?

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